Borussia Dortmund

Der BVB vor dem Pokalspiel gegen Union Berlin zwischen Personalpuzzle und Pflichtsieg

Beinahe auf den Tag genau zwei Jahre ist das letzte Duell mit Union Berlin her, nun hat die Auslosung beide Teams erneut zusammengeführt. Der BVB ist Favorit und hofft auf entspannte Fans.

Beim Gang vor die Südtribüne wurden die Beine schwer. Kein Wunder, schlug den Union-Spielern doch ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert entgegen, das auch nicht abebbte, als die Spieler dann im Elfmeterschießen ausgerechnet vor der Gelben Wand gegen Roman Weidenfeller antreten mussten. Es kam, wie es kommen sollte: Weidenfeller wehrte alle drei Strafstöße der Berliner ab, Borussia Dortmund erreichte mit einem blauen Auge die dritte Runde des DFB-Pokals.

Die Ausgangslage ist heute (18.30 Uhr/Sky) so klar, wie sie damals war: Bundesligist empfängt Zweitligist, auch wenn Union wie der BVB in Pflichtspielen in dieser Saison bislang noch ungeschlagen ist. Ob die auf dem Papier vermeintlich eindeutige Ausgangslage zu einem nächsten schwarzgelben Fußballfest führen wird, hängt nicht allein von der Wehrhaftigkeit der Berliner ab.

Mit Union Berlin gibt es auch abseits des Platzes eine Vorgeschichte

Es wird auch darauf ankommen, ob es rund um die Partie ruhig bleibt. Die schlimmen Bilder vom Samstag haben den Sport in den Hintergrund gedrängt und die Diskussionen der vergangenen Tage geprägt. Nun wartet das nächste Hochrisiko-Spiel auf Verein, Ordner und Polizeikräfte. Und auch hier gibt es eine Vorgeschichte: Vor zwei Jahren war es bei den Einlasskontrollen zu massiven Ausschreitungen von Anhängern der Berliner gekommen. Das soll sich nicht wiederholen.

So zäh, wie sich Lucien Favres Anfahrt zur Spieltags-Pressekonferenz am Dienstag gestaltete, soll der Spielverlauf möglichst nicht sein. Favre steckte im Stau auf der B1, wo nach einem Unfall nichts mehr ging. Das gab ihm allerdings Gelegenheit, sich intensive Gedanken über Personalveränderungen zu machen, die er für das Spiel gegen die Berliner in Aussicht stellte.

Welchen Spielern gönnt Favre eine Pause?

Kandidaten für eine schöpferische Pause gibt es einige, vor allem im Hinblick auf das stramme Programm bis zur nächsten Länderspiel-Pause. Auch wenn Favre betont: "Unsere Konzentration gilt nur diesem Spiel." Marco Reus, der beinahe alle Pflichtspielminuten mitgemacht hat, könnte eine Pause gut gebrauchen, auch Axel Witsel ist ein Vielspieler. Favre ließ am Dienstag offen, wie belastbar Paco Alcacer nach seiner Rückkehr ins Training schon wieder ist, der Spanier dürfte eher von der Bank kommen. Allerdings ist auch noch nicht klar, wie es um den Kräftehaushalt bei Mario Götze (Erkältung) steht.

Sicher umbauen muss Dortmunds Trainer die Defensive, der nach Manuel Akanji (Hüfte) und Marcel Schmelzer (Knochenödem) nun auch noch Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek (Knieprellung) fehlt. Zwei realistische Varianten gibt es: eine mit Ömer Toprak in der Mitte, Achraf Hakimi rechts und Abdou Diallo links. Die zweite mit Raphael Guerreiro als Linksverteidiger - dort sah sein Trainer den Portugiesen bislang nicht. "Pokal", sagt Lucien Favre, "das ist nie einfach." Dennoch gebe es für den BVB nur ein Ziel: "Wir wollen weiterkommen!"

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