Borussia Dortmund

Der BVB will sich gegen Augsburg schwungvoll in die Länderspielpause verabschieden

Borussia Dortmund ist vor der Länderspielpause gegen den FC Augsburg noch einmal gefordert. Es winkt eine schöne Belohnung. Die Statistik lässt die Fans aber rätselnd zurück.

Auf die Statistik ist kein Verlass. Zum Beispiel beim Spiel Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr, live auf Sky). Auf der einen Seite hat der BVB in 14 Spielen nur einmal gegen den FCA verloren. Klingt super, klingt irgendwie nach einem erfolgreichen Samstag.

Auf der anderen Seite aber sind die Augsburger in den vergangenen fünf Spielen im Signal Iduna Park auch nur ein einziges Mal als Verlierer vom Platz gegangen. Das klingt weniger super, klingt irgendwie nach Unentschieden.

Tatsächlich spielt der FC Augsburg deutlich lieber in Dortmund gegen den BVB als im eigenen Stadion. In 14 Aufeinandertreffen in der Bundesliga punkteten die Fuggerstädter sechsmal gegen Borussia Dortmund, viermal gelang das im Signal Iduna Park. Auch den einzigen Sieg des FCA über Schwarzgelb gab's in Dortmund. Am 4. Februar 2015 war das. 0:1. Raul Bobadilla schoss den BVB damals auf Platz 18 - und sorgte für akute Abstiegsangst.

Platz eins in der Bundesliga, Platz eins in Champions-League-Gruppe A

Davon ist Borussia Dortmund im Oktober 2018 so weit entfernt, wie es nur eben geht. Platz eins in der Bundesliga, Platz eins in Champions-League-Gruppe A. Mehr geht nicht, doch Michael Zorc sagt: "Wir können das richtig einordnen." Vor zwei Wochen, erklärt der BVB-Sportdirektor, habe man angeblich noch ein Offensivproblem gehabt und es habe an Kreativität gefehlt. "Wir konnten das damals einordnen und wir können auch jetzt richtig einordnen, dass wir zuletzt 14 Tore in drei Spielen geschossen haben." Es werde nicht immer so weitergehen, sagt Zorc, auch wenn er es natürlich hoffe.

Die Herangehensweise bleibt also gleich: Keine verfrühten Kampfansagen in irgendeine Richtung der Republik losschicken, dafür im besten Fall attraktiven und erfolgreichen Fußball anbieten.

Am Samstag wartet das siebte Pflichtspiel innerhalb von gut drei Wochen. BVB-Trainer Lucien Favre sagt, das sei "ziemlich viel" und seine Mannschaft müsse sich nach dem 3:0 gegen Monaco schnell erholen, sieht darin aber auch kein größeres Problem. "Das ist unser Job. Wir sind Profis."

Es winkt die Tabellenführung bis zum 20. Oktober

Für den einen oder anderen BVB-Profi wird die Zeit trotzdem zu knapp. Marcel Schmelzer (Kniebeschwerden) und Christian Pulisic (Faserriss in der Wade) werden wohl nicht rechtzeitig fit. Auch Ömer Toprak (Muskelfaserriss) und Shinji Kagawa (Prellung Sprunggelenk) fallen aus.

Für die übrigen Spieler wird es darauf ankommen, noch einmal an die Leistungsgrenze zu gehen, bevor ab nächster Woche entweder die Nationalmannschaft oder ein wenig Erholung warten. Als Belohnung für die Anstrengung winkt die Tabellenführung bis zum 20. Oktober, wenn es für den BVB in Stuttgart weitergeht. Dafür muss ein Heimsieg gegen Augsburg her.

Favre: "Augsburg ist eine sehr, sehr gute Mannschaft"

"Sie haben nicht zufällig 1:1 in München gespielt", sagt Zorc, "diese Mannschaft ist unangenehm zu spielen, weil sie es schafft, dem Gegner das Leben schwer zu machen." Und Favre warnt: "Augsburg ist eine sehr, sehr gute Mannschaft, die sehr hoch pressen kann. Sie verhindert, dass der Gegner gut spielen kann." In Dortmund gelingt das dem FC Augsburg häufig besonders gut. Sagt zumindest die jüngere Statistik.

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