Borussia Dortmund

Zorc freut sich auf Tottenham und warnt vor Düsseldorf - Favre behält die Ruhe

Vor dem Spiel gegen Düsseldorf geht der Blick des BVB gezwungenermaßen schon ein wenig weiter. Den kommenden Gegner in der Champions League kennt man selbst bestens. Vorher ruft die Pflicht.

Nasskalt und windig. Unangenehmes Dezember-Wetter herrschte am Montagnachmittag am Trainingsgelände des BVB in Dortmund-Brackel. Über das Wetter wollte BVB-Sportdirektor Micheal Zorc am Montag nicht sprechen. Er zog aber den Vergleich zu Gesprächen über die Champions-League Achtelfinal-Auslosung zwei Stunden zuvor: "Du kannst es eh nicht ändern."

Dennoch begann die Spieltags-Pressekonferenz vor dem Bundesliga Duell in Düsseldorf mit einer Einschätzung zum nächsten Gegner in der Königsklasse: Tottenham Hotspur. Die Engländer sind ein Gegner, den der BVB mittlerweile kennt. Im Achtelfinale der Champions League (13. Februar, 5. März) trifft der BVB bereits zum fünften und sechsten Mal in den vergangenen zwei Jahren auf die Londoner. Zuerst spielen die Borussen in England.

Tottenham - "Es hätte einfacher kommen können, vielleicht auch noch ein wenig schwieriger"

"Es hätte einfacher kommen können, vielleicht auch noch ein wenig schwieriger", sagte Zorc. Mit Betonung auf die vergangenen vier Spiele in den letzten zwei Jahren schätzte er die Chancen bei diesem "interessanten Los" auf 50:50 - so wie die Bilanz aus Europa League und Champions League. Dennoch könne man die Duelle aus der Gruppenphase des Vorjahres nicht als Vergleich heranziehen.

Eine deutlich veränderte BVB-Mannschaft und natürlich ein anderer Trainer auf der Bank. Einen anderen Vergleich zog Zorc dann aber schon. Tottenham sei eine Mannschaft, "die attraktiven Fußball spielen will." Die Engländer "haben vom Klub her einen ähnlichen Ansatz wie wir", sagte Michael Zorc.

Trainer Lucien Favre ließ eher die Zahlen sprechen, um die Qualität des nächsten Königsklassen-Gegners zu unterstreichen: "Nummer Drei in England, 17 Spiele und 39 Punkte, das meint alles. Sie zählen seit Jahren zu den ersten Vier in England und spielen mehrere Systeme."

Zorc warnt vor Düsseldorfer Konterspiel

Doch bevor es im Frühjahr glamourös zugeht, trifft der BVB am Dienstagabend auf Düsseldorf. Gerade in Spielen gegen große Gegner konnten die Rheinländer überzeugen. Wie etwa beim 3:3 gegen die Bayern. "Sie haben einen klaren Plan, wissen was sie können und was nicht. Darauf richten sie ihr gesamtes Spiel aus", meinte Michael Zorc. Besonders gefährlich sei das Konterspiel. "Wir benötigen eine gute Absicherung in unserem Spiel."

Personell gibt es noch ein paar offene Stellen. Während Dan-Axel Zagadou ausfällt, wohl diese Woche erst das Lauftraining wieder aufnimmt, müsse man bei Jacob Bruun Larsen und Marcel Schmelzer "mal sehen".

Favre trotz schwacher Chancenverwertung gelassen

Durch die zuletzt nicht mehr ganz so effiziente Chancenverwertung lässt der BVB-Trainer sich nicht aus der Ruhe bringen: "Wir haben viel Chancen gehabt. Es hat wenig gefehlt, etwas Präzision. Das macht mir keine Sorgen. Wichtig ist, dass wir weiter Torchancen kreieren."

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