Bundesliga

Manege frei für den BVB-Neustart gegen Leipzig

Dortmund - Der Bundesliga-Zirkus ist zurück in der Stadt. Borussia Dortmund empfängt RB Leipzig. Das verspricht Spektakel - und die Vorfreude ist groß.

Sieben Wochen wurde geübt, geübt, geübt. Es gab eine erste Generalprobe. Sie glückte. 1:0 gegen Lazio Rom. Es gab eine zweite Generalprobe mit Zugabe. Sie glückte ebenfalls. 2:1 nach Verlängerung gegen Greuther Fürth im Pokal. Nun steht die große Premiere an. Über 80.000 Zuschauer haben sich angekündigt, wenn Borussia Dortmund heute Abend (18 Uhr, live auf Sky) RB Leipzig empfängt. Sie wollen sehen, was der neue BVB-Dompteur, Lucien Favre, seinen Spielern für Kunststücke beigebracht hat.

"Schon sehr speziell"

"Ich freue mich auf das erste Heimspiel als Trainer von Borussia Dortmund", sagt Favre. Die Südtribüne, die vielen Zuschauer, das sei "schon sehr speziell", findet der Schweizer. Und Michael Zorc, gewissermaßen der Zirkusdirektor bei Borussia Dortmund, blickt zuversichtlich auf die erste Vorstellung der neuen Saison. "Die vergangenen Wochen haben sehr viel Spaß gemacht", erzählt Zorc. "Speziell auch die Zusammenarbeit mit Lucien." Vielleicht habe der BVB in der jüngsten Vergangenheit schon mehr von den Zukunftsplänen in die Tat umsetzen können, als er selbst für erwartbar gehalten habe, sagt Zorc. "Wir schauen sehr hoffnungsvoll auf die neue Saison und den Start gegen Leipzig."

Auch die Gäste aus Leipzig freuen sich auf den Auftritt im Ruhrgebiet. "Es macht grundsätzlich Spaß, in diesem Stadion zu spielen, vor dieser Kulisse", sagt RB-Übergangsdompteur Ralf Rangnick. "Wir wollen unsere bestmögliche Leistung abrufen."

Fußballerischer Drahtseilakt

Auf die BVB-Balljongleure wartet gegen die Roten Bullen aus Sachsen ein fußballerischer Drahtseilakt. Auf der einen Seite will der BVB das Publikum nach einer enttäuschenden Saison mit teils niederschmetternden Kritiken endlich wieder begeistern und neuen Fußballzauber versprühen, auf der anderen Seite muss und will Borussia Dortmund verhindern, in der heimischen Manege ausgekontert zu werden. "Wir müssen aufpassen, dass wir die Bälle nicht zu einfach verlieren, wenn wir angreifen. Vor allem dann nicht, wenn wir den Ball bekommen und den Gegner schon im Rücken haben", sagt Favre, denn: "Leipzig spielt sehr kompakt und sehr hoch. Manchmal spielen sie vorne fast Mann gegen Mann - und es geht nach Ballgewinn schnell nach vorne."

Auf eine der neuen Hauptattraktionen beim BVB wird das Dortmunder Publikum vermutlich noch ein bisschen warten müssen. Axel Witsel, der in Fürth andeutete, welch außergewöhnlicher Darsteller er sein kann, steht noch nicht für das ganze Programm zur Verfügung. "Er ist noch nicht bereit für 90 Minuten", sagt Favre, der zudem noch abwarten muss, ob er mit einem Einsatz von Marius Wolf planen kann, der am Donnerstag mit dem linken Fuß umgeknickt ist.

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