Bundesliga-Topspiel

Brisantes Fernduell! BVB muss Frankfurter Trio ausschalten

Im Fernduell um die Meisterschaft warten auf Borussia Dortmund und den FC Bayern München am 20. Spieltag hohe Auswärtshürden. Der BVB muss in Frankfurt ein Trio ausschalten.

Aus Istanbul kamen am Donnerstagabend kurz vor Mitternacht noch warme Abschiedsworte von einem, der, wie man so schön sagt, den BVB auch weiterhin im Herzen tragen wird. Shinji Kagawas Abschied zu Besiktas Istanbul schmerzt seinen Klub, er schmerzt die Fans, die ihn als einen der letzten Repräsentanten einer goldenen Ära vermissen werden. Es schmerzt auch den Japaner selbst, der sich seinen Abschied aus Dortmund sicher anders vorgestellt hatte.

"Dann ist es so gut wie vorbei"

In die Kommentare unter seinem Dankes-Post an die Fans mischten sich auch gute Wünsche der Mitspieler. Zeit für Wehmut bleibt weder Kagawa noch seinen Ex-Kollegen in den kommenden Wochen - der Japaner dürfte schon am Sonntag beim Besiktas-Gastspiel in Antalyaspor sein Debüt in der SüperLig geben, der BVB bestreitet am heutigen Samstag ein enorm wichtiges Auswärtsspiel in Hessen.

Sogar Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sprach am Donnerstag auf dem Branchencongress "Spobis" über die "große Bedeutung" dieses Wochenendes. München in Leverkusen, der BVB zeitgleich um 15.30 Uhr bei Eintracht Frankfurt, das bietet allerlei Stoff für Rechenspiele. Kurz zusammengefasst die beiden wichtigsten Varianten: Dortmund könnte an der Tabellenspitze auf neun Zähler davonziehen, was zur Folge hätte, "dass es dann so gut wie vorbei ist." Meint zumindest Bayern-Spieler Joshua Kimmich. Oder aber die Münchner rücken der Borussia noch enger auf die Pelle. Beides ist möglich.

Der Beginn wichtiger Wochen

Lucien Favres Ausblick auf Frankfurt enthielt nicht mehr als eine wohl bekannte Floskel: "Es wird sehr schwer!" Diesmal kein Widerspruch. Die Hessen wissen die bedingungslose Unterstützung fanatischer Fans hinter sich, die wohl auch nicht damit gerechnet haben, dass der Wechsel auf der Trainerbank von Nico Kovac zu Adi Hütter so reibungslos vonstatten gehen würde. Das neue "magische Dreieck" um Sebastian Haller, Ante Rebic und Luka Jovic liefert zuverlässig und sorgt am Main für regelmäßige Verzückung. Gepaart mit einem großen Laufeinsatz und robuster Zweikampfführung erwartet den BVB das nächste schwere Auswärtsspiel der Rückrunde.

Es ist der Beginn wichtiger Wochen mit Spielen im Drei-Tages-Rhythmus. Heute Frankfurt, Dienstag Pokal gegen Werder, dann kommt 1899 Hoffenheim, bevor es auf die Insel zu den "Spurs" geht - vier Spiele, nach denen die Borussia (und auch die Konkurrenz) klarer sehen dürfte.

Piszczek bleibt ein Wackelkandidat

Favre hat die Woche relativ unbeschadet trainieren können. Dan-Axel Zagadou ist wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, aufgrund seiner achtwöchigen Verletzungs-Pause aber noch kein Kandidat für den Kader. Lukasz Piszczek (Fußprellung) bleibt ein Wackelkandidat. Eher dürfte Achraf Hakimi (und damit links Marcel Schmelzer) außen verteidigen. Der Frankfurter "Büffelherde", wie das Trio Haler/Rebic/Jovic liebevoll umschrieben wird, wird sich die Innenverteidigung aus Julian Weigl und Abdou Diallo entgegenstellen.

Vorne drängt Paco Alcacer auf eine Chance von Beginn an. Viel wird davon abhängen, wie gut die Abfangjäger Thomas Delaney und Axel Witsel das Zentrum geschlossen bekommen, viel auch davon, wie Dortmund die permanent vorstoßenden offensiven Außen der Eintracht verteidigt.

Klarer Vorteil des Tabellenführers

Dass der BVB anders als die Frankfurter von überall und durch Jedermann Torgefahr heraufbeschwören kann, ist ein klarer Vorteil für den Tabellenführer. Und vielleicht findet Kagawa ja vor seinem Debüt dann noch Zeit, einen Gratulations-Post nach Dortmund abzusetzen.

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