BVB-Spieler verabschieden sich in den Urlaub

Für die sportliche Leitung fängt die Arbeit jetzt richtig an

DORTMUND - Mit der Rückkehr aus den USA endet für Borussia Dortmund die turbulenteste Spielzeit seit Jahren. Während sich die meisten Akteure direkt in den Urlaub verabschieden, geht die Arbeit für die sportliche Leitung erst richtig los.

15 BVB-Fans am Dortmund Airport machten am späten Donnerstagnachmittag ein langes Gesicht. Nur sechs der 18 Spieler, die sich am vergangenen Sonntag auf den Weg nach Los Angeles gemacht hatten, kehrten auch nach Dortmund zurück.

Trainingsauftakt am 7. Juli

Die Auswahl für Autogramme und Selfies beschränkte sich auf Roman Weidenfeller, Dan-Axel Zagadou, Maximilian Philipp, Sergio Gomez, Andrey Yarmolenko und Dominik Reimann, der vor einem Wechsel zum Zweitligisten Holstein Kiel steht. Mario Götze, Andre Schürrle und Julian Weigl waren direkt in Los Angeles geblieben, andere Spieler (u.a. Sokratis) hatten sich beim Zwischenstopp in München verabschiedet.

Für die Profis, die nicht bei der Weltmeisterschaft aktiv sind, ist bis zum 7. Juli Urlaub angesagt. Im Hintergrund und am Trainingsgelände wird aber schon akribisch gearbeitet. Mittendrin ist auch Sebastian Kehl, der ab dem 1. Juni die neu geschaffene Position "Leiter der Lizenzspielerabteilung" übernimmt.

Kaderplanung könnte sich ziehen

Dass der neue Kader bereits Anfang Juli feststeht, darf bezweifelt werden. Insbesondere die Besetzung des Sturmzentrums könnte sich ziehen. Sportdirektor Michael Zorc verzichtete aufgrund des bevorstehenden Arbeitspensums auf die USA-Reise, um in Abstimmung mit Favre den Kader zusammenzustellen.

Während des viertägigen Aufenthalts in Los Angeles äußerten sich auch die Spieler erstmals zum neuen Trainer. "Lucien Favre ist ein Trainer, der den Mannschaften immer seinen Stempel aufgesetzt. Das ist sehr, sehr wichtig", sagt Nuri Sahin. "Wir werden uns ab Sommer komplett neu aufstellen als Verein. Es wird eine neue Zeit anbrechen mit einem neuen Trainer und einigen neuen Spielern."

"Nur Positives gehört"

Ähnlich sieht es Torhüter Roman Bürki: "Ich habe bisher nur Positives gehört, was seine Leistungen als Trainer angeht. Er konnte bisher bei jedem Verein Erfolge feiern. Ich hoffe, dass dies auf bei uns der Fall sein wird", sagte Dortmunds Torhüter gegenüber dem SFR (Schweizer Radio und Fernsehen).

Über seinen neuen Konkurrenten Marwin Hitz sagt der 27-Jährige: "Wir freuen uns beide sehr, Marwin ist ein sehr guter Torhüter. Wir werden auf dieser Position keine Probleme haben." Bürki geht fest davon aus, auch in der kommenden Saison als Stammkeeper zu sein: "Wer die Aussagen der Verantwortlichen gehört hat, weiss, dass ich die Nummer eins bleibe. Marwin hat das auch gewusst, und es wurde ihm so kommuniziert."

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