Champions League

BVB beschwört einen außergewöhnlichen Fußball-Abend

Mit dem Rücken zur Wand nach dem 0:3 im Hinspiel beschwört der BVB vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Tottenham den nächsten außergewöhnlichen Fußball-Abend.

Die Ausgangslage musste Lucien Favre nicht groß thematisieren, er beließ es daher bei der nicht neuen Feststellung: "Wir brauchen eine Top-Leistung, wir wissen, dass es sehr schwer wird." Zwei späte Gegentore, völlig unnötig auch in diesem Fall, haben im Hinspiel in London dafür gesorgt, dass Borussia Dortmund am Dienstagabend im Rückspiel (21 Uhr, live auf Sky) vor einer Herkulesaufgabe steht.

53 Heim-Treffer in 17 Pflichtspielen

Favres Kapitän beschwor daher gleich einmal die besondere Atmosphäre des eigenen Stadions. "Es gab dort schon einige Spiele, in denen Geschichte geschrieben worden ist", meinte Marco Reus. Und zur Herangehensweise: "Wir brauchen eine Top-Leistung, vor allem aber müssen wir daran glauben, dass wir es schaffen können."

Was die Offensive anbelangt, ist die Chance nicht einmal so gering. Satte 53 Treffer in 17 Pflichtspielen daheim hat Borussia Dortmund erzielt. Das ist eine Bilanz, die die Hoffnung nährt, dass gegen den Premier-League-Dritten eine nächste "magische Nacht von Dortmund" möglich ist. Aber da ist auch die Statistik, die besagt, dass der BVB in den vergangenen sechs Spielen elf Gegentore kassiert hat - zum Großteil unter kräftiger Mithilfe der Spieler in Schwarzgelb.

Personelle Änderungen sind zu erwarten

Die Vielzahl grober individueller Fehler ist Favre natürlich ein Dorn im Auge, er sagt aber auch: "Wir probieren das zu korrigieren, doch das ist ein Prozess." Reus forderte wenig überraschend, "dass wir eine gute Balance brauchen zwischen Angriff und Abwehr. Wir besprechen die Fehler, wichtig ist, sie abzustellen. Dafür brauchen wir eine gute Mentalität."

Mit personellen Änderungen ist nach dem schwachen Spiel am Freitag zu rechnen, sie könnten die Innenverteidigung betreffen, wo Dan-Axel Zagadou einen gebrauchten Abend in Augsburg verarbeiten muss. Drängender noch ist das Problem auf der Außenbahn rechts, wo Favre allerdings wenig Handlungsspielraum hat, weil Lukasz Piszczek weiter auf unbestimmte Zeit ausfällt. Achraf Hakimis derzeit sehr fehlerhaftes Spiel ist ein Problem für den Schweizer Trainer und seine Mannschaft, die einzige Alternative aber hieße wohl Marius Wolf - der ist auf dieser Position allerdings nicht zu Hause und hat dort erst ein Pflichtspiel (beim 0:0 in Nürnberg) bestritten.

Mit Reus, Götze und Alcacer?

Man darf gespannt sein, ob Favre auch taktisch in die Trickkiste greifen wird. Die Notwendigkeit zu mehr Offensive ist da, sie könnte zum Beispiel zu einer Premiere führen mit Reus, Götze und Alcacer gemeinsam in der Startelf. Gleichzeitig wissen alle, dass nur ein Gegentor alle Hoffnungen auf die Sensation auf ein Minimum eindampfen würde. Favre, dessen taktische und personelle Entscheidungen zuletzt auch nicht immer von Erfolg gekrönt waren, braucht mal wieder ein glückliches Händchen.

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