Champions League

Favre ist unzufrieden mit dem Offensivspiel des BVB

BVB-Trainer Lucien Favre warnt nach dem 1:0 in Brügge vor überzogenen Erwartungen. "Wir müssen nicht übertreiben", sagt der Schweizer. Deutliche Kritik übt er am Offensivspiel.

Warum haben Sie sich entschieden, Mario Götze und Julian Weigl spielen zu lassen?

Wir wollten im Mittelfeld rotieren und Julian Weigl bringen. Er hat vier Monate lang nicht gespielt. Es wurde Zeit. Man darf dann aber nicht erwarten, dass er eine Top-Leistung bringt. Ansonsten kommentiere ich individuelle Leistungen nicht.

Wie groß ist die Erleichterung über den Sieg?

Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Es war okay, aber sicher nicht brillant. Es war zu wenig Bewegung auf dem Platz, zu wenig Läufe, zu wenig mit dem Ball provoziert. Wir haben nicht viele Torchancen gehabt. Manchmal musst du das zu Null halten und mit einem Quäntchen Glück gewinnen. Das war im ersten Spiel, gerade auswärts, sehr wichtig. Brügge ist viel gelaufen, sehr athletisch. Zwei falsche Flügel, zwei Stürmer, die immer in die Tiefe laufen. Das war sehr, sehr schwer. Wenn Brügge so weitermacht, wird es auch für andere Mannschaften sehr schwer, hier zu spielen.

Reicht die Leistung von heute aus, um die Gruppenphase zu überstehen?

Wir hoffen das. Wir haben gesehen, wir hatten Mühe, den Gegner zu bespielen, zu destabilisieren. Wir müssen schneller spielen, mehr Risiko nehmen, auch mal mit dem Ball gehen, nicht nur Pässe und noch mehr Pässe spielen. Wir müssen aber nicht übertreiben, was wir alles besser machen können.

Worüber machen Sie sich mehr Gedanken: Darüber, dass Ihre Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte so viele Torchancen zugelassen hat, oder darüber, dass Ihre Mannschaft in der zweiten Hälfte keine Torchancen herausspielen konnte?

Brügge hatte nicht viele Torchancen, keine klaren Möglichkeiten. Einige gefährliche Situationen, ja. In der zweiten Hälfte haben wir nur eine Chance zugelassen. Wir haben gut zusammen verteidigt. Wir hatten selber keine Möglichkeiten. Das hat uns gefehlt. Die Eins-gegen-Eins-Situationen, die Kombinationen.

Wenn Sie Ihren Kader betrachten und die Leistung gegen Brügge, wie weit ist Ihre Mannschaft schon vorangekommen?

Wir haben einen guten Kader. Wir dürfen bei unserer Mannschaft nicht mit zu hohen Leistungserwartungen übertreiben. Es sind in den letzten Jahren Spieler gegangen, die den Unterschied ausmachen konnten. Da sind bei uns jetzt Spieler die sind 18, 19, 20 Jahre alt - es braucht Zeit, bis sie sich durchsetzen können, Tore schießen und den Unterschied ausmachen.

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