BVB vor Charaktertest gegen Frankfurt

Erschreckender Europa-League-Auftritt wirft Fragen auf

DORTMUND - Der erschreckend schwache Auftritt in der Europa League gegen Salzburg wirft beim BVB grundlegende Fragen auf. Trainer Peter Stöger wirkt ratlos. Und am Sonntag (18 Uhr) kommt Frankfurt in den Signal Iduna Park.

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag verlief kurz und unruhig für Dortmunds Trainer Peter Stöger. "Richtig gut geschlafen habe ich nicht, so richtig lange auch nicht. Wir haben die Partie schon gestern Abend analysiert", sagte der Österreicher auf der Pressekonferenz am Freitagmittag.

Lösungsansätze fehlen

Dem BVB fehlten am Donnerstagabend - wie schon in zahlreichen Partien dieser Saison - die Lösungsansätze. Gerade international ist die Bilanz dieser Spielzeit erschreckend: In neun Partien gelang lediglich ein Sieg. Beim 3:2 gegen Atalanta Bergamo.

Mitte März steht Borussia Dortmund am Scheideweg. Die von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke angedeutete Vertragsverlängerung mit Stöger wird auch an drei richtungsweisenden Spielen (Frankfurt, Salzburg, Hannover) in den kommenden acht Tagen hängen.

Viel Detailarbeit

Auf Stöger wartet in den entscheidenden Wochen Detailarbeit. "Der eine braucht mehr Videosequenzen, der andere eher Gespräche, der andere Streicheleinheiten - oder einen Tritt. Wir müssen akzeptieren, dass die Saison holprig ist, es wird nicht auf Knopfdruck besser."

Ein Mentalitätsproblem hat der 51-Jährige hingegen nicht ausmachen können. "Jeder Spieler hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Zugang. Ich merke, dass es die Jungs beschäftigt und sie sich damit auseinandersetzen. Wir sind permanent im Austausch.

Charaktertest gegen Frankfurt

Gegen Frankfurt erwartet den BVB am Sonntag ein Charaktertest. "Es wird einiges notwendig sein. Die Eintracht kommt viel über Körperlichkeit und Engagement. Sie haben sich in eine richtig gute Phase reingearbeitet", so Stöger. "Wir müssen das richtig annehmen, sonst wird es unangenehm."

In die Dortmunder Startelf zurückkehren wird am Sonntag der gegen Salzburg geschonte Lukasz Piszczek. Länger als angenommen fehlen wird hingegen Shinji Kagawa. Der Japaner hatte sich im Spiel gegen den Hamburger SV (10. Februar, 2:0) eine Sprunggelenksverletzung zugezogen.

Kagawa-Comeback offen

Der Verein teilte trotz mehrfacher Nachfrage bis heute keine genaue Diagnose mit. Am Donnerstag sah man den Mittelfeldspieler mit einem dicken Schutzschuh über den Stadion-Rasen humpeln. Peter Stöger geht von mindestens weiteren "zwei bis drei Wochen" Pause aus.

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