Christian Pulisic

Klares Saisonziel: US-Amerikaner will mit dem BVB wieder in die Champions League

Chicago - Auf der USA-Reise des BVB steht Christian Pulisic im Mittelpunkt. Im Interview spricht der 19-Jährige über seine Rolle in den USA, die kommende Saison und Wechselgerüchte um seine Person.

Anders als in Los Angeles waren vergleichsweise viele Fans am Flughafen in Chicago. Hat Sie der hohe Zuspruch überrascht?

Das hat mich gar nicht so sehr überrascht. Die Unterstützung durch die Fans ist in Amerika oft großartig. Eine Reise wie diese kann auch atmosphärisch günstige Folgen für die nächste Bundesliga-Saison haben. Ich hoffe auf eine aufregende Spielzeit, in der wir viel Spaß miteinander haben werden.

Sie stehen als Amerikaner hier besonders im Blickpunkt?

Ich bin mit meiner Mannschaft in meinem Heimatland zu Gast. Da ist es klar, dass der Fokus auf meiner Person liegt. Das ist sehr aufregend für mich, aber ich gewöhne mich so langsam daran. Ich genieße die Aufmerksamkeit und bin hier gerne für die Fans da.

In Amerika sind Sie ein Superstar in spe. Belastet Sie das?

Druck verspürst du in jedem Sport. Ich kann nur sagen, dass ich von Menschen umgeben bin in meiner Familie und meinem Freundeskreis, die mir dabei helfen, mit solchen Situationen richtig umzugehen.

Sie sind noch sehr jung. Gilt das auch für die Erwartung, in der Nationalmannschaft voranzugehen?

Ich bin bereit, eine führende Rolle zu übernehmen. Ich bin ja schon eine Zeitlang dabei, auch wenn ich noch jung bin und noch eine Menge dazulernen kann.

2026 wird die Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA stattfinden?

Die WM in acht Jahren wird sehr speziell sein - auch für mich. Im Augenblick denke ich aber eher daran, dass wir uns anders als für die Weltmeisterschaft in Russland unbedingt für das Turnier in Katar unbedingt qualifizieren sollten.

Erinnern Sie deshalb junge Mitspieler im Nationalteam auch daran, dass man mit wenigen Länderspielen noch nichts erreicht hat?

Als ein Spieler, der in Europa in einer Liga auf dem höchsten Niveau spielt, kann ich nur sagen, dass die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, der beste Rat ist, den man anderen Spielern geben kann. Sie sollen sich ranhalten und ihre Ziele konsequent verfolgen, dann werden sie auch besser und besser. Mein erstes Jahr als Profi war auch nicht leicht, aber ich habe viele Schwierigkeiten überwunden und mir die Position erkämpft, in der ich heute bin.

Sind Sie ein Vorbild auch für die anderen jungen Spieler aus Amerika?

Ich hoffe. Dortmund hat mir damals die Chance gegeben, sie haben mir vertraut. Mein Weg könnte anderen auch als Ansporn dienen, es schaffen zu können. Ich rede oft mit jungen Spielern, die in einer ähnlichen Position sind, wie ich es war. Es ist cool, mit denen zu reden und ihnen zu helfen. Ich bin natürlich selbst noch jung, aber ich kenne ihre Situation. Also helfe ich ihnen gerne.

Würden Sie auch heute noch zu einem Wechsel in die Bundesliga raten?

Ich denke, es ist eine großartige Liga, um sich weiterzuentwickeln und die eigene Karriere zu starten. Aber es ist auch eine sehr starke Liga. Für mich war es sehr gut, und ich hoffe, dass es für die anderen auch gut verläuft

Es gibt immer wieder Gerüchte um ihre Zukunft. Der FC Liverpool soll hartnäckig an einer Verpflichtung interessiert sein. Beschäftigt Sie das?

Ich schenke solchen Gerüchten keine Beachtung. Ich bin Spieler von Borussia Dortmund und möchte mich bestmöglich auf die neue Saison vorbereiten. Nur das zählt für mich.

Die vergangene Saison verlief nicht optimal. Welche Erwartungen haben Sie an die neue Spielzeit?

Wir wollen konstanter spielen und uns in allen Bereichen verbessern. Dann kommen die Resultate. Natürlich wollen wir in allen Wettbewerben so gut wie möglich abschneiden. Das Wichtigste ist, sich wieder für die Champions League zu qualifizieren.

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