Dortmunder Standardschwäche

BVB-Torhüter Bürki: Irgendwann gehen uns die Argumente aus

Nach dem bitteren 2:4 im Revierderby findet Roman Bürki klare Worte. Vor allem die immer wiederkehrende Schwäche nach Standards wurmt den BVB-Torhüter. Letztlich bleibt pure Resignation.

Es brodelte in Roman Bürki. Und es war gefühlt ein kräftiger innerer Bremsentritt nötig, damit der BVB-Keeper nach dem 2:4 gegen Schalke nicht verbal auf seine Mitspieler eindrosch. Diese Derby-Niederlage sei zwar auch zum Teil ein Produkt eines einseitig pfeifenden Schiedsrichters gewesen, bemerkte der bei allen vier Gegentreffern chancenlose Bürki. Aber eben nicht nur. Darum wollte der Torhüter auch nichts schönreden.

"Irgendwann gehen uns die Argumente aus"

Der umstrittene Elfmeterpfiff sei natürlich "sehr ärgerlich" gewesen. "Aber es war in der ersten Halbzeit, es stand 1:1, wir hatten noch alle elf Spieler auf dem Platz, haben eigentlich bis dahin ein gutes Spiel gemacht. Dieser Elfmeter war also keine Vorentscheidung", betonte er. Eine klare Kritik an seine Vorderleute, nach dem 1:1 nicht weiter Vollgas gegeben und eine gute Leistung abgerufen zu haben. Ob genug Gier in der Mannschaft zu spüren war? "In der ersten Halbzeit nicht. Es war zu wenig", bemängelte Bürki.

Und so richtig brach sich der Frust Bahn, als der Schweizer sich das Gegentor zum 1:2 noch einmal vor Augen führte - wie so oft schon in dieser Saison nach einem Standard: "Ich sag dazu nichts mehr. Das habe ich schon oft gesagt. Das müssen andere jetzt mal erkennen. Ich rege mich im Spiel nicht mehr darüber auf, das ist mir die Energie nicht wert. Wir als Spieler haben immer wieder die Argumente gebracht, ob wir nicht vielleicht was ändern müssen. Wir haben den Trainer auch mit einbezogen. Aber irgendwann gehen uns die Argumente aus." Und dann dieser harte Satz, der pure Resignation erkennen ließ: "Vielleicht sind wir einfach nicht gut genug, solche Standardsituationen zu verteidigen."

"Wenn wir alles gewinnen, sind wir wieder da"

Den Meisterzug sieht Roman Bürki aber trotz des Derby-Tiefschlags noch nicht endgültig abgefahren: "Ich glaube daran, die Bayern haben noch zwei schwierige Spiele, wenn wir alles gewinnen, sind wir wieder da." Nicht viele Borussen erweckten den Eindruck am Samstagabend, als würden sie diesen Glauben auch noch aufbringen können.

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