Ex-Kapitän übt Selbstkritik

Schmelzer: Vielleicht die schlechteste Saison, die ich jemals beim BVB hatte

Marcel Schmelzer spart mit Blick auf die Spielzeit 17/18 nicht mit Selbstkritik. Die Saison sei für den Ex-Kapitän "vielleicht die schlechteste Saison, die ich jemals beim BVB hatte".

Marcel Schmelzer hat sich sehr ehrlich und offen über das heutige Fußballgeschäft geäußert. Der 30 Jahre alte Linksverteidiger, in der vergangenen Saison noch Kapitän von Borussia Dortmund, sprach bei einer Talkveranstaltung im Dortmunder Kino Roxy, das seit Donnerstag den Kinofilm "Being Mario Götze" zeigt, über Druck im Profifußball, aber auch über das Spiel mit den Medien.

"Es ist zu einem Spiel geworden"

So verriet Schmelzer, der aktuell wegen Knieproblemen pausieren muss, dass er sich selbst keine Interviews nach Fußballspielen anschauen würde. "Viele sagen, dass Fußballer in Interviews nur noch Floskeln raushauen", meinte Schmelzer, und wahrscheinlich stimme das sogar. "Aber man muss auch fragen, warum die Spieler so antworten, wie sie antworten. Wenn wir nur die Hälfte von dem erzählen würden, was wir manchmal denken, dann würden wir danach vermutlich noch tagelang in den Medien auftauchen. Es ist zu einem Spiel geworden. Und ich glaube nicht, dass sich das ändern wird."

Schmelzer - unter Lucien Favre deutlich formverbessert - sparte nicht mit Selbstkritik. "Letzte Saison war vielleicht die schlechteste Saison, die ich jemals bei Borussia Dortmund hatte. Ich konnte den Unmut der Leute verstehen. Ich wusste selber, dass ich nicht das gezeigt habe, was ich zeigen wollte."

"Ich hatte eine riesige Gänsehaut"

Und natürlich ging es auch um Mario Götze. Um die schwierige Zeit, durch die er aktuell gehen muss, aber auch um das jüngste Comeback gegen den FC Augsburg. Er habe ja hautnah mitbekommen, in welchem Ausmaß zuletzt über Götze berichtet worden sei, sagte Schmelzer. Natürlich belaste das einen Menschen.

"Ich würde nicht mit Mario tauschen wollen. Immer nur an dem Tor von 2014 gemessen zu werden, das ist einfach schwierig." Um so schöner sei der Moment von Götzes Einwechslung und seines Tores beim 4:3 gegen Augsburg gewesen: "Ich hatte eine riesige Gänsehaut bei Marios Einwechslung. Die Fans haben ein tolles Gespür dafür, was Mario für eine schwierige Zeit hatte."

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