Fortgeschrittene Verhandlungen

BVB vor Einigung mit Gladbach - Hazard spielt gegen seinen zukünftigen Klub

Gladbachs Thorgan Hazard wechselt im Sommer zum BVB. "Wir sind mit den Gesprächen schon sehr weit", sagt Sportdirektor Eberl. Am Samstag muss Hazard gegen seinen zukünftigen Klub antreten.

Es könnte so kommen: Am Samstag steht für beide Borussias viel auf dem Spiel. Meisterschaft, Champions League oder doch nur eine Klasse drunter. Und dann Elfmeter für die Gladbacher. Wer schießt?

"Wir sind schon sehr weit"

Als erster Anwärter gilt Thorgan Hazard. Eine Quote von acht verwandelten Elfmetern bei vier Fehlschüssen in seinen Bundesliga-Partien (21/5 insgesamt) zeichnet ihn nicht als sichersten Schützen aus. Und wenn der Belgier dann noch für seinen alten und gegen seinen zukünftigen Klub antreten muss? In Hazards Haut mag keiner so recht stecken, wenn beim Bundesliga-Kehraus Borussia Mönchengladbach auf Borussia Dortmund trifft und viele Augen auf den 26-jährigen Flügelstürmer schauen.

Dem baldigen Wechsel des Gladbachers zum BVB steht wohl nichts mehr im Wege. "Es würde mich schon sehr überraschen, wenn es nicht klappen sollte", sagte Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag. Damit wird der torgefährliche Offensivspieler am Samstag vermutlich sein letztes Bundesligaspiel für die Gladbacher bestreiten und dann bei der Konkurrenz anheuern. "Wir sind mit dem BVB in Gesprächen und schon sehr weit. Aber die Sache ist noch nicht finalisiert", sagte Eberl.

Rund 25 Millionen Euro Ablöse

Der Bruder von Chelsea-Star Eden Hazard spielt seit 2014 am Niederrhein. Für den zunächst für 1,5 Millionen Euro ausgeliehenen und später für acht Millionen Euro verpflichteten belgischen Nationalspieler wollten die Gladbacher ursprünglich um die 40 Millionen Euro. Dortmund ist nicht bereit, diese Summe zu zahlen, aber rund 25 Millionen werden nach Informationen dieser Redaktion an den Niederrhein fließen.

"Er ist ein sehr, sehr guter Spieler", sagte Lucien Favre kürzlich über seinen Ex-Akteur, der auch sein zukünftiger Spieler sein wird. Was auch für Co-Trainer Manfred Stefes gilt, der sogar noch länger als der Schweizer ganz nah dran war an Thorgan Hazard.

Leistungsschwankungen in der Rückrunde

Nach einer hervorragenden ersten Halbserie (15 Scorerpunkte) schwächelte der Dribbelkünstler in der Rückrunde, ehe er vorige Woche nach 1388 torlosen Minuten beim Gladbacher 4:0 in Nürnberg den dritten Treffer erzielte. Die eine Borussia wünscht sich eine Fortsetzung. Die andere (noch) nicht.

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