Gastkolumne

BVB-Gegner Freiburg geht trotz personeller Probleme entspannt in den Endspurt

Dortmund - In der vergangenen Saison musste der SC Freiburg bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern, im April 2019 ist die Situation deutlich entspannter - trotz großer Personalprobleme.

Freuen konnte sich der SC Freiburg an den vergangenen Spieltagen vor allem über die Ergebnisse der Mannschaften im Tabellenkeller. Auch ohne eigene Siege wahrten die Freiburger so ihr Polster auf die Abstiegsplätze. Es hat sich seit der Winterpause sogar noch vergrößert, obwohl der Sport-Club in der Rückrunde bislang nur zweimal gewonnen hat - beide Male zuhause, einmal glanzvoll gegen Augsburg und einmal knapp gegen Hertha BSC.

Schwierige Personalsituation

Zuletzt mussten die Freiburger zweimal auswärts ran und kehrten jeweils ohne Punkte zurück. Das hat aber für dieses Wochenende nichts zu bedeuten, denn im eigenen Stadion treten sie meist ganz anders auf und können in ihrem kleinen, engen Hexenkessel auch immer wieder Favoriten ärgern.

Zuletzt ist ihnen das beim Unentschieden gegen die Bayern gelungen, mit dem sie auch dem BVB Schützenhilfe leisteten, der dadurch zwischenzeitlich wieder die Tabellenführung übernommen hatte. Jetzt wollen die Freiburger es aber auch den Dortmundern schwer machen, obwohl sie seit Wochen mit einer schwierigen Personalsituation zu kämpfen haben. So eine lange Verletztenliste wie der SC hat derzeit keine andere Mannschaft in der Bundesliga. Umso erstaunlicher ist, wie auch der Ausfall von Leistungsträgern immer wieder kompensiert wurde.

Rückkehrer Grifo blüht auf

Das liegt an dem im Vergleich zur Vorsaison besser besetzten Kader, an Leihspieler Vincenzo Grifo, der bei seinem Ex-Verein wieder aufblüht, an Rückkehrern wie Amir Abrashi, der ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss zuletzt acht Spiele in Serie absolvierte, und an zwei jungen Talenten. Die Brüder Keven (21) und Nico (19) Schlotterbeck sprangen zuletzt ein, als außer Dominique Heintz kein Innenverteidiger mehr gesund war, und liefen in Bremen sogar erstmals gemeinsam auf. Fünf Bundesligaspiele hat Keven Schlotterbeck inzwischen absolviert, der vor zwei Jahren noch in der Verbandsliga bei der TSG Backnang gekickt hat und über die Regionalliga beim SC an die Profis herangeführt wurde.

"Dafür sind wir Freiburg", kommentierte Christian Streich sein Vertrauen in die unerfahrenen Talente. Auch wenn sich der SC-Trainer darüber freut, dass sich die Nachwuchsarbeit mal wieder auszahlt, hätte er sich doch gewünscht, nicht so häufig seine Aufstellung wechseln und zuletzt auch wieder auf Top-Torjäger Nils Petersen verzichten zu müssen. Nachdem die Freiburger in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt feiern konnten, wollen sie diesmal möglichst früher gesichert sein. Mit einem Sieg gegen Dortmund könnte das schon am Ostersonntag der Fall sein, wenn Stuttgart am Tag zuvor nicht in Augsburg gewinnt.

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