BVB geht optimistisch ins Derby

Stöger fährt mit positiven Erinnerungen nach Schalke

DORTMUND - Für die Fans gibt es seit Tagen kein anderes Thema, auch die Spieler werden von der besonderen Situation gefangen genommen - und die Trainer loben sich gegenseitig überschwänglich. Derbyzeit im Revier -nicht nur Borussia Dortmunds Peter Stöger "freut sich riesig drauf".

Bundesliga-Spiel Nummer 15 unter seiner Verantwortung dürfte für den Österreicher ein ganz besonderes werden. "Man merkt es in der Gruppe", meinte Stöger, "auch wenn jedes Spiel für uns wichtig ist, hat dieses emotional noch deutlich mehr Bedeutung als andere." Stöger erfuhr dies auch am Dienstag, als der BVB öffentlich trainierte und Mannschaft sowie Trainerteam bei der anschließenden Autogramm-Runde "sehr viel Zuspruch" erhielten. Für Stöger nach eigenem Bekunden "ein sehr schönes Gefühl."

"Weit weg von einer Krise"

Als Stöger am Freitag über die Herausforderung am Sonntag (15.30 Uhr, Veltins Arena) sprach, da hatte sein Gegenüber Domenico Tedesco schon das große Loblied auf den Dortmunder Trainer gesungen. Stöger leiste Hervorragendes, meinte der Schalker Trainer, "er hat den BVB stabilisiert." Und wer von 14 Bundesliga-Spielen nur eins verloren hätte, der sei "weit weg von einer Krise".

Stöger gab - das gehört mittlerweile zum üblichen Duktus vor den Derbys - das Kompliment gerne zurück. Er habe großen Respekt vor der Arbeit Tedescos auf Schalke, meinte der 52-Jährige, "wie sie in dieser Saison auftreten, das zeugt von großem Teamgeist. Sie bestechen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, haben gute Momente im Umschalten, sind gefährlich bei Standards. Bei allem ist eine gute Idee dahinter." Wie fast immer sei kein eindeutiger Favorit auszumachen. "Sie werden ein anderes Gesicht zeigen als in Hamburg", prophezeite Stöger, "und uns hat nach der Schlappe in München das Spiel gegen Stuttgart gut getan."

Eindrucksvolle Bilanz

Stöger reist mit einer eindrucksvollen persönlichen Bilanz in die Arena, denn er hat als Trainer des 1. FC Köln nicht eine Partie auf Schalke verloren. Spiegeln für die Partie am Sonntag lasse sich diese Bilanz zwar nicht, "aber ich fahre tatsächlich gern dort hin, habe positive Erinnerungen an dieses Stadion."

Personelle Überraschungen wird es am Sonntag nicht geben. Manuel Akanji war wegen eines grippalen Infekts einige Tage aus dem Training raus und dürfte allenfalls auf der Bank sitzen, Lukasz Piszczek wurde wegen muskulärer Probleme geschont, soll aber spielen. "Raphael Guerreiro und Shinji Kagawa sind raus, das war?s aber schon", so Stöger. Schalke muss auf Matija Nastasic verzichten, für den die Saison nach einem "minimalen" Kreuzbandanriss gelaufen ist. Er fällt acht bis zwölf Wochen aus, wird aber konservativ behandelt.

Zusätzlicher Reiz

Fünf Spieltage vor Saisonende erfährt die Partie durch die Tabellenkonstellation zusätzlichen Reiz. Der Zweite Schalke empfängt den Dritten Dortmund, der BVB kann Schalke bei einem Erfolg wieder überflügeln. Die Schalker können die Champions-League-Qualifikation bei einem eigenen Sieg fast schon perfekt machen. "Beide", sagt Stöger, "haben die Chance, mit einem Dreier einen richtig großen Schritt zu machen."

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