Gelungene Generalprobe

Favre sammelt gegen Lazio wertvolle BVB-Erkenntnisse

Essen - Borussia Dortmund konzentriert sich beim 1:0 gegen Lazio auf die Defensive und feiert eine gelungene Generalprobe. Trainer Lucien Favre sammelt wertvolle Erkenntnisse.

Lucien Favre musste lachen. Er sei doch "immer zufrieden", sagte der sonst gerne kritische Fußballlehrer. Am Sonntagabend, bei der schnellen Analyse des 1:0 seiner Borussia gegen Italiens Erstligist Lazio, wirkte der 60-jährige Schweizer tatsächlich entspannt. Noch mehr als das Ergebnis werden ihm die Einsichten gefallen haben, die er gewinnen konnte.

Delaney und Dahoud mit Leichtigkeit

Da wäre zum Beispiel die Erkenntnis, dass er seiner zuletzt defensiv anfälligen Elf mit einer Doppelsechs vor der Abwehr, diesmal in einem 4-2-3-1-System angeordnet, zu größerer Stabilität verhelfen kann.

Thomas Delaney und Mahmoud Dahoud versahen den Sicherheitsheitsdienst mit Leichtigkeit. Und hinter ihnen, das kristallisiert sich heraus, scheint die Viererkette gefunden zu sein: Abdou Diallo rückt neben Manuel Akanji in die Zentrale, alles andere als Startelf-Nominierungen für Roman Bürki, Lukasz Piszczek oder Marcel Schmelzer kämen einer Überraschung gleich. "Wir haben besser verteidigt als gegen Napoli", sagte Favre. "Wir haben zwei, drei Torchancen zugelassen, als es nicht nötig war, es gibt noch viel zu tun, das ist ganz normal. Aber der Rest war okay."

Klarer Auftrag

Ein anderer klarer Auftrag des Trainers lautet, mit kontrolliertem Passspiel die Kugel in den eigenen Reihen zu halten. Auch wenn dies in Essen nicht immer zielführend verlief, zirkulierte der Ball oft sicher. "Etwas mehr Geduld, wir müssen nicht sofort die Lösung finden", wünscht sich Favre da von seinen Spielern. Erst dann ins Risiko gehen, wenn es auch Lohn verspricht. Das gilt als Prämisse ebenso in der Defensive, wo dem Trainer eher eine pragmatische als dogmatische Herangehensweise vorschwebt. "Auch defensiv müssen wir nicht sofort pressen. Das ist manchmal zu früh und unnötig", so Favre.

Während sich eine erste Elf abzeichnet, dokumentierte der Blick auf den Spielberichtsbogen, wie intensiv der Konkurrenzkampf grassiert. Zum Testspiel in Essen berief Favre 22 Spieler in den Kader. "Wir konnten nicht 17 Spieler auf die Bank setzen. Die Bank war auch so schon voll."

Weitere Härtefälle werden folgen

Nicht dabei waren Torhüter Eric Oelschlägel, Jeremy Toljan, Dzenis Burnic, Sebastian Rode, Alexander Isak, Sergio Gomez und Rekonvaleszent Julian Weigl. "Diese Spieler haben gut und intensiv trainiert am Morgen", berichtete Favre vom Alternativprogramm. Weitere Härtefälle werden folgen, wenn in den Pflichtspielen nur 18 Akteure für den Kader benannt werden dürfen. Favre wird es vorerst in Kauf nehmen. Er wirkte ja "ganz zufrieden".

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