Geplatzter Paris-Wechsel

Weigl: Gab keinen Grund, mich vom BVB wegzustreiken

In neuer Rolle blüht Julian Weigl beim BVB nach einer für ihn enttäuschenden Hinrunde auf. Im Interview mit "Eurosport" spricht der 23-Jährige auch über seinen geplatzten Paris-Wechsel.

Julian Weigl über ?

? die mentale Verfassung des BVB: "Die drei Spiele, die wir nicht so gestaltet haben, wie wir es uns erhofft haben, schärfen die Sinne. Wir halten noch mehr zusammen und analysieren natürlich die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind. Die Aufmerksamkeit ist wieder größer. Jeder Gegner kann uns gefährlich werden. Es hat uns in der kompletten Hinrunde so stark gemacht, dass wir nie nachgelassen haben."

? das Innenleben der Mannschaft nach dem bisherigen Verlauf der Rückrunde: "Natürlich ist die Laune nicht so super. Jeder ist sehr selbstkritisch und man versucht, noch enger zusammenzurücken. Aber man sollte jetzt nicht von einer Riesen-Krise reden. Es zeigt ja auch, was wir für eine starke Saison spielen, wenn man drei Spiele nicht gewinnt und das Gefühl von außen hat, wir stecken komplett im Formloch. Deswegen darf man das nicht zu groß reden. Natürlich haben wir Fehler gemacht und viel zu viele Tore kassiert. Wir sollten da positiv rangehen."

? Lucien Favre: "Er hat sich gar nicht groß verändert in seinen Details und versucht immer, daran zu arbeiten. Es ist auch schon mal lauter geworden - und natürlich war auch der Trainer unzufrieden. Jeder weiß, was er von uns verlangt. Das will er von uns jeden Tag im Training sehen."

? seinen nicht zustande gekommenen Wechsel zu Paris Saint-Germain in der Winterpause: "Es war schwer, wenn man so eine Chance in Aussicht gestellt bekommt - gerade nachdem die Hinrunde einfach sehr unbefriedigend war für mich. Ich habe dann Gespräche geführt, wir haben uns zusammengesetzt und ich habe gemerkt, dass von Seiten des BVB überhaupt keine Bereitschaft bestand, mich gehen zu lassen - was auch eine Wertschätzung mir gegenüber ist. Natürlich musste ich das dann akzeptieren und habe versucht, mich in der Position, auf der ich eine Chance bekomme, einzubringen. Ich weiß, was ich an diesem Verein habe und weiß auch, dass sie mich aus der 2. Liga geholt haben. Deshalb gab es keinen Grund, Stunk zu machen oder mich wegzustreiken. Dafür habe ich die Jungs auch einfach zu gerne."

? seine neue Rolle als Innenverteidiger: "Erstmal bin ich froh, wieder zu spielen. Vor der Partie gegen Gladbach hatte ich schon Respekt vor der Aufgabe, weil es eine schwierig zu spielende Position ist. Ömer Toprak hat mir damals sehr geholfen, es hat gut funktionieren. Die Vorbereitung war dann wichtig, richtig in die Rolle reinzukommen. Dann hat es weiterhin gut funktioniert. Mittlerweile macht es mir Spaß und wenn es so weiterläuft, bin ich zufrieden. Trotzdem spiele ich lieber auf der Sechs. Wie es sich in Zukunft gestaltet, werden wir sehen."

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