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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat mit seinen Aussagen zum Coronavirus polarisiert.

Watzke im Kreuzfeuer der Kritik

Coronavirus spaltet Bundesliga: Fußball-Bosse aus 1. und 2. Bundesliga attackieren Watzke vom BVB

Hans-Joachim Watzke  vom BVB steht für seine Aussagen zum Coronavirus in der Kritik. Gegenwind gibt es von Thomas Röttgermann (Fortuna Düsseldorf) und Helge Leonhardt (FC Erzgebirge Aue).

  • BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat mit seinen Äußerungen zum Coronavirus stark polarisiert.
  • Gegenwind erntet er dafür von Thomas Röttgermann (Fortuna Düsseldorf) und Helge Leonhardt (Erzgebirge Aue).
  • Das Coronavirus droht einen Keil zwischen die Bosse der Bundesliga zu treiben.

Dortmund/ Düsseldorf - Das Coronavirus bestimmt derzeit die weltweite Nachrichtenlage. Auch die 1. und 2. Bundesliga sind massiv von den Auswirkungen der Pandemie betroffen.

Hans-Joachim Watzke (BVB) polarisiert zum Coronavirus: Bundesliga-Bosse sind empört

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) hat am Sonntag (15. März) mit seinen Aussagen in der ARD Sportschau zum Umgang mit dem Coronavirus in der Bundesliga polarisiert, wie RUHR24.de* berichtet. Heftigen Gegenwind erntet er jetzt von Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann (59) und Helge Leonhardt (61, Präsident des FC Erzgebirge Aue). 

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus* und die dadurch bedingte Zwangspause bedrohen einige Vereine in der 1. und 2. Bundesliga in ihrer Existenz. Der 60-Jährige sieht die Bundesligavereine dennoch in einer wirtschaftlichen Konkurrenzsituation zueinander.

BVB: Hans-Joachim Watzke erntet Gegenwind zu seiner Einstellung beim Coronavirus

"Am Ende können nicht die Klubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den letzten Jahren, dann im Prinzip die Klubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen. Das ist eine sehr diffizile Aufgabe", stellt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Sonntag (15. März) fest. 

Eine vernünftige und wirtschaftlich solidarische Lösung wollte der 60-Jährige im Gespräch mit der Sportschau jedoch noch ausschließen. 

Coronavirus bedroht Bundesliga: Thomas Röttgermann schießt gegen Hans-Joachim Watzke

Dennoch erntet Hans-Joachim Watzke insbesondere für diese Aussage massiven Gegenwind. Allen voran von Thomas Röttgermann (Vorstandschef von Fortuna Düsseldorf). 

„Ich weiß nicht, was ihn dazu getrieben hat, das zu sagen. Ich halte das für absolut unsolidarisch. Es war weder der richtige Zeitpunkt noch der richtige Inhalt“, empört sich der 59-Jährige in einem Interview mit der Rheinischen Post (Bezahlinhalt).

Thomas Röttgermann hat Hans-Joachim Watzke für seine Aussagen im Umgang mit dem Coronavirus kritisiert.

"Wir NRW-Klubs werden uns ja ohnehin zusammenschalten, um mit der Politik zu sprechen, dann habe ich die Gelegenheit, ihn darauf anzusprechen", führt Thomas Röttgermann fort. Wann dies genau stattfindet, ist noch nicht bekannt.

Hans-Joachim Watzke (BVB): Aue-Boss kritisiert Aussagen zum Coronavirus

Der Fortuna-Boss ist allerdings nicht der einzige, der überhaupt nicht mit den Aussagen von Hans-Joachim Watzke einverstanden ist. Auch Helge Leonhardt schießt gegen den Geschäftsführer von Borussia Dortmund.

"Ich denke da völlig anders, weil ich anders erzogen wurde und schon in den letzten 20 Jahren drei große Krisen erlebt und soziale Verantwortung für viele Menschen habe", kritisierte der Präsident von Erzgebirge Aue in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung die unsolidarische Haltung im Umgang mit dem Coronavirus

Video: Bundesliga-Klubs beschließen Stopp bis zum 2. April

"Und da ging es nicht um Fußballer, die Multimillionäre sind", führt Helge Leonhardt fort. Wie ernst es um die wirtschaftliche Lage einiger Bundesliga-Klubs bestellt ist, verdeutlicht derweil Christian Seifert (50, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga) auf einer Pressekonferenz am Montag (16. März)*.

"Es sollte sich jedem erschließen, dass ab einem gewissen Zeitpunkt ohne Zuschauer, ohne TV und ohne Spielbetrieb in ihrer Existenz bedroht sind", verdeutlicht der 50-Jährige. Das Gros der Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga ist folglich massiv durch die Folgen des Coronavirus bedroht. 
SveFe
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