International Champions Cup

BVB verliert im Elfmeterschießen - Philipp trifft doppelt

PITTSBURGH - Der BVB schließt die USA-Reise mit einem 5:6 nach Elfmeterschießen (2:2, 2:0) gegen Benfica ab. Zwei Borussen verschießen im Heinz Field vom Punkt.

Nach dem 2:2 nach regulärer Spielzeit trafen vom Punkt für den BVB nur Marius Wolf, Dzenis Burnic und Jadon Sancho. Sergio Gomez scheiterte am Pfosten, Alexander Isak verschoss als letzter Borusse. Lissabon entschied durch den finalen Elfmeter von Franco Cervi die Partie für sich. In der regulären Spielzeit hatte der BVB eine 2:0-Pausenführung noch abgegeben.

Philipp trifft, Götze bereitet vor

Es dauerte eine ganze Weile, bis der "local hero" die einheimischen Anhänger in Verzückung versetzte. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte Christian Pulisic, 286 Kilometer vom Heinz Field entfernt in Hershey aufgewachsen, zum unwiderstehlichen Dribbling an, tunnelte einen Portgiesen, zog am zweiten vorbei und brachte im Fallen auch noch die Flanke in die Mitte. Ein lang gezogenes "Oooh" hallte durch die Arena der Pittsburgh Steelers, doch in der Mitte verpasste Jacon Bruun Larsen die Hereingabe.

Das war zu verschmerzen, denn der BVB führte gegen Benfica zu diesem Zeitpunkt schon mit 2:0. Beide Treffer erzielte Maximilian Philipp, beide bereitete Mario Götze so vor, dass es von den Plätzen ein ebenso lautes "Oooh" verdient gehabt hätte.

Favre ist "sehr, sehr zufrieden"

Zunächst hebelte Götze im Doppelpass mit Bruun Larsen die Abwehr der Portugiesen aus, die Hereingabe des Dänen spitzelte Philipp ins lange Eck. Dann nahm Götze eine Hereingabe von Mahmoud Dahoud mit der Brust an und leitete den Ball mit einem herrlichen Lupfer auf Philipp weiter. Die Tore fielen innerhalb von 120 Sekunden (20./22.).

"Ich bin sehr, sehr zufrieden mit den acht Tagen hier. Wir haben intensiv trainiert, haben schon viele Sachen gut gemacht, aber eine Vorbereitung dauert nicht umsonst sechs bis sieben Wochen, wir haben noch viel zu arbeiten", sagte BVB-Trainer Lucien Favre. "Wir haben das heute auch gut gemacht, die beiden Tore waren schön herausgespielt."

Das Zentrum wird gut verdichtet

Im letzten Spiel dieser US-Reise setzte der Schweizer wieder auf ein 4-1-4-1-System mit Nuri Sahin auf der Sechs und einer offensiven Viererreihe davor, in der Götze und Dahoud die Halbpositionen bekleideten. Nach Ballverlusten wartete auf diese beiden Spieler viel Laufarbeit, weil sie zur Absicherung nach hinten zurückwichen.

Von Favre schon gut vermittelt an seine Mannschaft: Auch bei guten Feldpositionen der Portugiesen gelang es der Borussia mit ihrer geordneten Rückwärtsbewegung, das Zentrum beinahe undurchdringlich zu verdichten.

Umstellungen zum zweiten Durchgang

So kam Lissabon nur bei zwei Unachtsamkeiten der Schwarzgelben überhaupt zu Chancen. Zunächst leistete sich Marwin Hitz im Tor eine schlampige Annahme, klärte dann beim Befreiungsschlag dann in die Füße von Silva. Dessen Schuss in Richtung leeres Tor lenkte Sahin zur Ecke (31.). Dann prüfte Jeremy Toljan seinen Torhüter mit einer riskanten Kopfballrückgabe (40.).

Als das Verdichten einmal nicht so gut klappte, klingelte es gleich im Dortmunder Tor. Andre Almeida kam nahezu ungehindert im Strafraum zum Abschluss, der Ball schlug im langen Eck ein. (50.). Vielleicht hatte ja Favres Umstellung zur Pause für fehlende Abstimmung gesorgt. Er hatte Marcel Schmelzer durch Dan-Axel Zagadou ersetzt, der allerdings innen spielte.

Hakimi gibt sein Debüt

Abdou Diallo rückte kurzfristig auf Schmelzers Position. Einziger weiterer Wechsel zur Pause: Marius Wolf ersetzte Pulisic, die große Wechselwelle gab es dann nach 62 Minuten. Achraf Hakimi feierte dort dann auch sein Debüt im BVB-Trikot. Auf Marco Reus und Lukasz Piszczek verzichtete Favre wie erwartet noch.

Weil auch Benfica viel wechselte und dem BVB auch die zehn intensiven Trainingseinheiten in den acht USA-Tagen unübersehbar in den Knochen steckten, ging der Spielfluss deutlich verloren. Die Portugiesen kamen dennoch mit etwas Glück zum Ausgleich, als Alfa Semedo aus 18 Metern abzog, der Ball wie im Flipper zwischen ihm und Sören Dieckmann hin- und herflog und dann wieder vor seinen Füßen landete. Der folgende Flachschuss war dann für Hitz unhaltbar (69.).

Viel passierte danach nicht mehr, Jadon Sancho vergab die letzte Chance (88.). Die Entscheidung fiel Elfmeterschießen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Fotostrecke: 700 Feierwütige bei Hertens größtem Oktoberfest
Fotostrecke: 700 Feierwütige bei Hertens größtem Oktoberfest
Schlägerei bei Vinnum gegen SV Herta 23 - Polizei ermittelt Tatverdächtigen
Schlägerei bei Vinnum gegen SV Herta 23 - Polizei ermittelt Tatverdächtigen
Mann in blauer Jacke onaniert vor 70-jähriger Seniorin - Polizei sucht den Unbekannten
Mann in blauer Jacke onaniert vor 70-jähriger Seniorin - Polizei sucht den Unbekannten
Schwerer Unfall im Schacht - Sanitäter müssen sofort Verstärkung holen
Schwerer Unfall im Schacht - Sanitäter müssen sofort Verstärkung holen
Ins Gesicht geschlagen und mit Flasche beworfen: Streit eskaliert am Busbahnhof
Ins Gesicht geschlagen und mit Flasche beworfen: Streit eskaliert am Busbahnhof

Kommentare