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Dortmunds Marc Bartra und seine Borussen hatten nach Abpfiff gute Laune.

Isak nutzt seine Chance

BVB erlebt Aufbau Ost in Magdeburg

Magdeburg - Lärm kann täuschen. Noch 15 Minuten nach dem Abpfiff dröhnten die Gesänge der knapp 20.000 Magdeburger Fans bis tief in die Katakomben des Stadions, als hätte der FCM gerade eine weitere Pokalsensation zuwege gebracht. Enthusiasmus an der Elbe. Bei den sportlichen Gewinnern, den Dortmunder Borussen, herrschte eine stille Genugtuung über den klaren 5:0-Sieg beim Drittligisten.

„Wir hatten dreimal nicht gewonnen, das sind wir ja nicht mehr so gewohnt“, sagte Nuri Sahin mit einem kleinen Schmunzeln. Umso mehr seien der klare Erfolg in Magdeburg und der Einzug ins Achtelfinale des Cup-Wettbewerbs „sehr gut für unser Gefühl“. Aufbau Ost.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen einen hochmotivierten Gegner meisterte der BVB die Zweitrunden-Hürde schließlich souverän. Musste Trainer Peter Bosz in Durchgang eins noch mehrfach Korrekturen und Konzentration anmahnen, konnte er später einen geruhsamen Abend genießen. „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. 5:0 in Magdeburg zu gewinnen, ist ein gutes Resultat“, sagte der Niederländer. Seiner Mannschaft gelang es, den Unterschied zwischen Königs- und Arbeiterklasse immer deutlicher zu machen. Auch der Spielverlauf half dabei mit. „Das 1:0 vor der Halbzeit und das 2:0 direkt danach haben uns sehr geholfen“, analysierte Bosz. „Danach“, durfte er unwidersprochen konstatieren, „haben wir auch guten Fußball gespielt.“

Als der Wille und der Glaube der Magdeburger gebrochen waren, als sich immer mehr bespielbare Zonen auftaten, da fand der BVB auch wieder zu Glanz und Leichtigkeit. „Wir haben den Ball gut laufen lassen, haben die Räume sehr gut gefunden und schöne Tore zu wichtigen Zeitpunkten gemacht“, beschied auch Sahin seiner Mannschaft. Das sollte gegen einen Drittligisten nicht überbewertet werden, stimmt aber deswegen nicht weniger zuversichtlich.

Als einen großen Schritt nach vorne beschrieb auch Alexander Isak sein Startelf-Debüt. Nach vielen Monaten Training bekam er in Magdeburg seine Chance, „und ich glaube, ich habe sie ganz gut genutzt“, sagte der 18-jährige Schwede, der sonst tief im Schatten von Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang steht. Ein Tor vorbereitet, eins erzielt, das vergrößerte noch im Spiel Isaks Zutrauen in seine eigenen Fähigkeiten. „Alex arbeitet hart im Training“, erklärte Bosz. Als Mittelstürmer Nummer zwei hinter dem unumstrittenen Aubameyang sei es nicht einfach. Nun habe er die Gelegenheit gut genutzt. Auch das war gut für das Gefühl.

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