BVB II kassiert zweite Niederlage

Boadus Platzverweis wirft Siewert-Team aus der Bahn

AACHEN - Der BVB II kassiert die beim 1:3 in Aachen die zweite Niederlage binnen sechs Tagen. Bei der Alemannia gelingt ein Start nach Maß - dann sieht Denzeil Boadu die Rote Karte.

Am Ende verließ Jan Siewert fast fluchtartig das Podium der Pressekonferenz, die zweite 1:3-Niederlage innerhalb weniger Tage ging ihm mächtig gegen den Strich. Seine Mannschaft war furios am Aachener Tivoli gestartet, aber dann bekam das Spiel noch eine unerwartete Wendung, mit der sich der Trainer von Borussia Dortmunds U23 nur mühsam anfreunden konnte. Dabei hatte der Nachmittag gut begonnen.

Führung nach 58 Sekunden

58 Sekunden waren gespielt, da lag der BVB II schon in Führung. Mühelos vollendete Sören Dieckmann freistehend aus 14 Metern, nachdem Alexander Heinze ausgerutscht war. Die schnelle Führung verlieh Sicherheit. Hackenberg und Winter grätschten sich gegenseitig ab, Herbert Bockhorn profitierte, drosch den Ball gegen die Latte, und auch der Nachschuss von Patrick Pflücke zischte nur knapp vorbei (8.).

"Wir haben sie klar im Griff, Alemannia war überfordert mit unserer Spielweise", analysierte später Massimo Ornatelli. "Bis zu dieser Szene." "Diese Szene" ereignete sich nach 20 Minuten: Denzell Boadu achtete nur auf den Ball und traf mit seinem Fuß wuchtig Gegenspieler Maurice Pluntke an Kopf und Brust. Schiedsrichter Dominik Olk eilte zum Tatort, sah Blut fließen und zückte die Rote Karte. "Damit war unser Plan dahin, wir mussten uns neu sortieren", bewertete Jan Siewert die Schlüsselszene.

Doppelschlag zeigt Wirkung

Seine spielstarke Mannschaft verlor einen zentralen Spieler und musste auf einen Modus umschalten, der ihr nicht wirklich liegt. Der Gegner attackierte früher, die Dortmunder überbrückten das Spielfeld häufig mit weiten Schlägen. Und der Ausgleich fiel schnell, Nils Winter umkurvte seine Gegenspieler wie Slalomstangen, um dann wuchtig ins kurze Eck zu schießen (23.). Der Doppelschlag zeigte Wirkung, der BVB taumelte, erkundete minutenlang nicht mehr die gegnerische Hälfte.

"Man merkt, dass das die jüngste BVB U23 aller Zeiten ist", sagte Siewert. Die Schlinge zog sich nach dem Wechsel zu. Der Kopfball von Alexander Heinze wurde noch vor der Linie abgeblockt, dann rettete Dominik Reimann prächtig nach einem Kopfball von Matti Fiedler (54.). Doch war auch der sichere Rückhalt geschlagen, als Joy-Slayd Mickels aus acht Metern mühelos die nächste Vorlage zum 2:1 einschob (60).

Pavlidis an den Innenpfosten

Die beste Mannschaft der Rückrunde kam auf Touren, aber die dezimierten Gäste wehrten sich. Ein Fallrückzieher von Herbert Bockhorn war nur zu schön anzusehen, aber harmlos (73.). Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Evangelos Pavlidis, der aus 16 Metern präzise den Innenpfosten traf (77.). Doch es sollte nicht sein. Der eingewechselte Tobias Lippold erzielte kurz vor Schluss sogar noch das 3:1.

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