Kommentar

Starkes BVB-Signal nach innen - und in Richtung Bayern

Der BVB meldet sich mit dem 3:2 gegen Leverkusen zurück im Titelkampf. Das ist ein starkes Signal nach innen - und in Richtung FC Bayern. Dirk Krampe kommentiert.

Vielleicht wird man am 18. Mai zurückblicken auf diesen Sonntag und ihn als Schlüsselmoment auf dem Weg zur neunten Deutschen Meisterschaft der Borussia deklarieren. Der Wert dieses 3:2 gegen Bayer Leverkusen lässt sich aber auch schon heute ganz gut abschätzen. Man sah an der Erleichterung in den Gesichtern von Spielern, vom Trainer und den leitenden Angestellten, wie wichtig es war, den gefühlten und auch faktischen Negativ-Trend zu stoppen.

Bis an die Grenze gehen

Der Sieg war ein Signal an sich selbst, natürlich aber auch in Richtung FC Bayern, wo sich Präsident Uli Hoeneß am Vormittag schon darüber gefreut hatte, "zurück an der Tabellenspitze" zu sein. Das allerdings waren die Bayern vor Anpfiff der BVB-Partie faktisch nicht - und erst recht nicht danach.

Borussia Dortmund hat sich zurückgemeldet, musste für die drei Punkte aber an die Grenze gehen. Das lässt zweierlei für den Meisterschafts-Endspurt erahnen. Erstens: Der BVB ist stabil genug, um diese erste Durststrecke endgültig hinter sich zu lassen. Wer ein so starkes Bayer 04 besiegen kann, der wird bis zum Schluss um den Titel mitspielen. Dieses Gefühl dürfte sich in den Münchner Wohnzimmern, wo die Bayern vergeblich auf einen nächsten Ausrutscher hofften, sogleich eingestellt haben.

Großer Kräfteverschleiß

Zweitens: Dortmunds Sieg war denkbar knapp herausgespielt und zwischendurch wieder wenig souverän. Unverkennbar ist der Kräfteverschleiß bei Eckpfeilern wie Axel Witsel groß - und die Abhängigkeit von Marco Reus offensichtlich. Es wird eine körperliche wie mentale Herausforderung, sich den daraus resultierenden Herausforderungen Woche für Woche zu stellen.

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