Krise spitzt sich zu

BVB-Trainer Bosz wackelt - will aber nicht aufgeben

DORTMUND - Es bedurfte gar nicht der Worte von Peter Bosz. Offensichtlich litt der BVB-Trainer schwer. Das 4:4 gegen Schalke gehört - trotz des Unentschiedens auf dem Papier - zu den schlimmsten Pleiten der Dortmunder Borussen in der jüngeren Vergangenheit. Der Niederländer steht vor dem Aus.

"Man fühlt im Körper nur Enttäuschung", sagte Bosz auf der Pressekonferenz am Samstag. Persönliche Konsequenzen will er nicht ziehen.

"Das ist ein sehr schlechtes Resultat"

Selten hat ein Remis größere Schmerzen bereitet. Dass der BVB diese Aufholjagd des Jahrhunderts zum 4:4 ausgerechnet im Derby zuließ, tat ihr Übriges, um die Pein der kriselnden Dortmunder noch zu verschlimmern. "Das", gestand Bosz, "ist ein sehr schlechtes Resultat für uns. Es darf niemals passieren, dass wir noch unentschieden spielen."

Auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc konnte das Erlebte kaum in eine Aussage kleiden. "Wir sind fassungslos über die zweite Halbzeit", sagte er. "Das müssen wir jetzt erst einmal einordnen." Danach ging Zorc davon.

Fehlende Frische

Bei der folgenden Einordnung dürfte es mehr denn je um die Personalie des Trainers gehen. Nach diesem erneuten Rückschlag ist es nur schwer vorstellbar, wie Bosz sich und seine Mannschaft aus der Abwärtsspirale befreien könnte.

Da sind einige positive Ansätze, gegen Stuttgart, Tottenham und Schalke jeweils vor dem Seitenwechsel. Wie sich die Borussen dann aber - auch aufgrund fehlender mentaler und physischer Frische -jeweils vorführen und richten ließen, das muss Bosz erklären. "Da muss man die richtige Mentalität haben. Da darf man keine Angst haben", sagte der Niederländer. Ändern konnte er nichts an dem Zerfall seiner Truppe, den dann auch die Fans mit betäubenden Pfiffen quittierte.

"Wir werden weiter hart arbeiten"

Konsequenzen, auch für ihn persönlich? Davon wollte Bosz nichts wissen. "Wir werden weiter hart arbeiten. Das tue ich mein ganzes Leben schon", sagte er. Daran werde er jetzt nicht rütteln, ihn müsse niemand aufbauen. "Es ist meine Aufgabe, die Spieler wieder aufzubauen.

Fraglich, ob er dazu noch den Auftrag erhält, sobald die Vereinsbosse ihre Schlüsse gezogen haben.

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