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Michael Zorc

"Das sind meine schönsten Derby-Tore"

DORTMUND Kaum ein Borusse hat mehr Derby-Erfahrung als er: Michael Zorc. Dortmunds aktueller Sportdirektor und Rekordspieler (463 Spiele zwischen 1981 und 1998).

Als Spieler traf er allein in der Bundesliga 23 Mal auf den FC Schalke 04 und schoss sieben Tore. Die meisten Partien hat er gewonnen: In 23 Bundesliga-Derbys gab’s mit Zorc zehn Siege – zwei davon sind Michael Zorc besonders in Erinnerung geblieben.

5. Mai 1997 Borussia Dortmund - FC Schalke 04 1:0 (0:0)

Es war das Duell der Europacup-Finalisten. Königsblau stand im UEFA Pokal-Endspiel, der BVB – eine Klasse besser – im Champions League-Finale. Im Bundesliga-Derby präsentierten sich beide Mannschaften jedoch bei weitem nicht auf europäischem Niveau.

55.000 Fans sahen einen Langweiler. Lediglich zu drei Chancen kamen beide Teams. Eine davon nutzte in der Schlussphase der neun Minuten zuvor für Paul Lambert eingewechselte Michael Zorc. Dortmunds Kapitän, der bei Trainer Ottmar Hitzfeld fast nur noch auf der Bank saß, traf mit einem Distanzschuss zum 1:0 (84.).

Zorc: „Dieses Tor war für mich pure Genugtuung. Ich war nach dem Treffer kurz davor, auf den Trainer los zu gehen. Jürgen Kohler und Kalle Riedle haben mich damals aber zurückgehalten.“

28. Oktober 1995 FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 1:2 (1:1)

Selten hat ein Ergebnis den Spielverlauf so auf den Kopf gestellt. Dortmund erhielt über weite Strecken eine kostenlose Fußball-Lehrstunde. Die Schalker Dominanz an diesem Abend war erdrückend. Das 103. Revierderby gewonnen hat jedoch... der BVB.

Youri Mulder hatte S04 bereits nach zehn Minuten in Führung geschossen. Ingo Anderbrügge, Martin Max, Thomas Linke und Jiri Nemec hätten locker erhöhen können, vor dem Tor von Stefan Klos versagten ihnen jedoch reihenweise die Nerven. Völlig überraschend daher der Ausgleich durch Lars Ricken kurz vor Ende der ersten Hälfte.

„Zu diesem Zeitpunkt war das 1:1 sehr schmeichelhaft“, erinnert sich Michael Zorc, „Schalke war klar besser.“ Für den BVB kam es sogar noch besser. In der Nachspielzeit flankte Patrick Berger in die Mitte, und Michael Zorc köpfte zum 2:1-Endstand. Jubel bei Borussia. Zorc: „Unser Sieg war so was von unverdient. Aber dafür besonders schön!“

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