BVB II muss bitteren Rückschlag verkraften

1:3 gegen Köln II - Handwerker macht den Unterschied

DORTMUND - Der BVB II verliert im ersten Heimspiel seit 101 Tagen verdient mit 1:3 (0:1) gegen die Reserve des 1. FC Köln. Überragender Mann ist ein Kölner Jungprofi mit Bundesliga-Erfahrung, der den Unterschied macht.

Die größte Überraschung gab es schon ein paar Stunden vor dem Spiel: Trotz Dauerregens am Dienstag wurde der Platz in der Roten Erde freigegeben. Stattdessen liefen um kurz nach 19 Uhr vor 642 Zuschauern tatsächlich erstmals seit 101 Tagen wieder Regionalliga-Fußballer ins Stadion ein.

Vier wichtige Spieler fehlen

BVB-II-Trainer Jan Siewert hielt für die vom Abstieg bedrohten Kölner dagegen keine großen Überraschungen bereit. Wie auch: In Gianluca Rizzo, Sören Dieckmann, Massimo Ornatelli und Michael Eberwein fehlten vier Stammkräfte verletzt oder gesperrt, wie erwartet rückten Paterson Chato und Denzeil Boadu vor die Abwehr, die im ersten Durchgang mehr zu tun hatte, als ihr lieb gewesen sein dürfte.

Vor allem der bundesligaerfahrene Tim Handwerker wirbelte den BVB-Verbund mehrfach durcheinander und sorgte mit zunehmender Spielzeit für den Unterschied. Der Linksfuß war auch nach 37 Minuten Kampfspiel auf immer schlechter werdendem Untergrund mit wenig echten Highlights für die Kölner Führung verantwortlich. Einen Freistoß aus 22 Metern versenkte der 19-Jährige durchaus haltbar im linken unteren Torwarteck.

Pyro-Einsatz während der Halbzeit

Wenn der Rückstand etwas Gutes hatte, dann dass der BVB jetzt aktiver wurde. Philipp Hankes Schlenzer in Richtung Winkel holte Kölns Torwart Sven Müller aus dem Eck (42.), kurz danach war der Keeper auch aus kurzer Entfernung gegen Pavlidis auf dem Posten (45.).

In der Halbzeit fügten die BVB-Ultras dem Pyrotechnik-Register erstmals in dieser Saison auch ein Heimkapitel hinzu. Es weckte allerdings nur die Lebensgeister der Kölner und vor allem die von Tim Handwerker, der nun zum überragenden Mann auf dem Platz avancierte.

Hanke-Treffer gibt nur kurz Hoffnung

Zunächst bereitete er mit einer zielgenauen Ecke auf Kapitän Roman Prokoph das 2:0 vor (59.). Das Aufbäumen der Borussia, die nach einem Konter über Herbert Bockhorn und einem sehenswerten Abschluss von Philipp Hanke den Anschlusstreffer erzielt hatte (70.) und mit einem Pfostenschuss von Vangelis Pavlidis noch einmal an etwas Zählbarem geschnuppert hatte, beantwortete Handwerker mit einem Sololauf bis vor BVB-Torhüter Reimann. Der konnte den Schuss zwar noch abwehren, der Abpraller landete jedoch direkt vor den Füßen von Stanley Ratifo, der zum 3:1 für Köln einschob (76.).

Es war die Entscheidung, denn der BVB hatte an diesem Abend nicht die Mittel, die Reserve aus der Domstadt nochmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Siewert haderte mit dem Spielglück: "Es war eng. Die Tore sind für Köln immer zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Wir hätten heute ein Unentschieden verdient gehabt."

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