Nach drei Bayern-Jahren

BVB macht Transfercoup perfekt! Hummels kehrt zurück

Das ist der Transfercoup des Sommers: Mats Hummels (30) kehrt nach drei Jahren beim FC Bayern zurück zu Borussia Dortmund. Der BVB zahlt rund 30 Millionen Euro - und bläst zum Großangriff.

Seit Freitagabend herrschte große Aufregung um den Transfercoup des Sommers 2019: Mats Hummels vom FC Bayern München zurück zum BVB - was vor einer Woche noch viele für undenkbar hielten, ist nun fix. Der Transfer steht, das bestätigten BVB und FCB am Mittwochnachmittag, unter der aufschiebenden Bedingung des noch zu absolvierenden Medizinchecks.

Rund 30 Milionen Euro Ablöse

Der BVB zahlt nach Informationen dieser Redaktione etwas mehr als 30 Millionen Euro an den Rekordmeister. Durch Bonuszahlungen kann die Summe noch steigen auf bis zu 38 Millionen Euro. Damit steigt Hummels zum Rekordtransfer von Borussia Dortmund auf. Hummels soll einen Dreijahres-Vertrag unterschreiben. Als "perfekt" meldete zunächst der "Kicker" den Wechsel.

Sein BVB-Abschied ging emotional über die Bühne. "Am Ende bin ich zu der Erkenntnis gekommen, noch mal eine neue Herausforderung auf mich zu nehmen, noch dazu in meiner Heimatstadt, in der meine Familie und viele Freunde leben. Mir ist klar, dass es manchen schwerfallen wird, meine Entscheidung nachzuvollziehen. Aber nach achteinhalb wirklich grossartigen Jahren in Dortmund war es an der Zeit für mich, noch mal etwas Neues auszuprobieren." Das schrieb Mats Hummels im Mai 2016.

Die Fans sind skeptisch

Gut drei Jahre später ist die nächste Dortmunder Rückholaktion perfekt - Mats Hummles trägt ab der Saison 19/20 wieder das Trikot von Borussia Dortmund. Sportlich macht dieser Transfer Sinn, wird von Fanseite aber mit Skepsis begleitet. "Zu alt", "zu langsam", "Verräter" lauten die gängigen Formulierungen in den sozialen Netzwerken.

Doch es gibt gute sportliche Gründe für die Hummels-Rückkehr zum BVB. Die Saison 18/19 hat gezeigt: Borussia Dortmund kassiert zu viele Gegentore. In der Hinrunde 18, in der Rückrunde 26. Macht zusammen 44. Zum Vergleich: In den Meisterspielzeiten 10/11 und 11/12 waren es lediglich 22 bzw. 25.

Hummels passt ins Dortmunder Anforderungsprofil

Eklatant ist die Schwäche nach Standardsituationen. Die interne Saisonanalyse der BVB-Bosse hat ergeben, dass im Abwehrbereich Handlungspotenzial besteht. Der Spielertyp Hummels passt perfekt ins Dortmunder Anforderungsprofil "Leader". Der 30-Jährige ist robust im Zweikampf, kopfballstark und im Aufbauspiel technisch beschlagen. Von seiner Erfahrung können die Mitspieler im Einzelnen und die Mannschafts als Ganzes profitieren.

Entscheidend für einen Wechsel war zudem Hummels' Situation beim FC Bayern: Er spielte zwar eine überdurchschnittliche Rückrunde (Zweikampfquote 66 Prozent, Zuspielquote 92 Prozent), war unter Trainer Niko Kovac aber nicht unumstritten. Zudem hat der FCB in Lucas Hernandez (Atletico Madrid) und Benjamin Pavard (VfB Stuttgart) bereits zwei neue Defensivspieler verpflichtet.

Hummels ist der vierte Transferkracher

Mit dem Transfer setzen die Schwarzgelben ein Zeichen nach innen und außen. Nach innen, weil die Innenverteidigung mit nun sechs Spielern (Hummels, Akanji, Diallo, Zagadou, Toprak, Balerdi) überbesetzt ist - Abgänge sind wahrscheinlich. Nach außen, weil der BVB nach Brandt, Schulz und Hazard den vierten Transfer-Kracher setzt. Borussia Dortmund bläst zum Titel-Angriff 19/20.

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