Nationalmannschaft

BVB-Kapitän Marco Reus: Es ist nahe dran an der Idealvorstellung

Marco Reus sprühte beim 8:0-Sieg gegen Estland vor Spielfreude. Nach der Partie sprach der BVB-Kapitän über die Spiel-Idee der DFB-Elf - und verriet, wann er wieder ins Training einsteigt.

Marco Reus sieht die DFB-Elf auf einem guten Weg. Beim 8:0 gegen Estland sprüht der BVB-Kapitän vor Spielfreude. Auf die Pause freut er sich dennoch.

In der Mixed-Zone sprach der 30-Jährige über den Entwicklungsprozess nach dem Umbruch. Dirk Krampe hat seine Aussagen aufgezeichnet.

Wie bewerten Sie die 90 Minuten?

Es hat Spaß gemacht. Das ist ein schönes kleines Stadion hier, die Fans waren schon vor dem Anpfiff voll dabei. Wir haben unseren Teil dazu beigetragen, dass es gelungene 90 Minuten wurden.

Was kann man mitnehmen aus diesem Spiel?

Man muss zugeben, dass Estland nicht die Qualität hatte, um uns ernsthaft zu fordern, aber es war wichtig, dass wir gegen so einen tief stehenden Gegner Lösungen finden. Das haben wir heute gut gemacht. Wir hatten unseren Rhythmus, wir waren gut abgestimmt aufeinander.

Und die Mannschaft hat nicht nachgelassen?

Ja, wir wollten nicht nachlassen und den Zuschauern auch nach der Pause noch das ein oder andere Tor schenken. Aber natürlich hat man auch im Hinterkopf, dass es die letzten 45 Minuten der Saison sind. Verletzen wollte sich niemand mehr.

Es gibt zwei, drei Angriffsvariationen, die immer wieder zu sehen sind. Ist das das Spiel, das die Mannschaft sich vorstellt für die Zukunft?

Es ist nahe dran an der Idealvorstellung. Es ist vor allem wichtig, dass wir drei vorne flexibel sind, dass wir eng beieinander stehen und viel rotieren. Da geht dann mal der eine steil, der andere kommt entgegen. Das trainieren wir jetzt schon seit einiger Zeit.

Co-Trainer Marcus Sorg hat gesagt, dass da jetzt "richtig was zusammenwächst". Wie nehmen Sie das wahr, wo sehen Sie die Mannschaft in diesem Prozess?

Wie Sie schon sagen, es ist ein Prozess. Und ich habe eben ja gesagt, dass diese beiden letzten Gegner ja nicht unbedingt der Maßstab waren, woran wir uns messen wollen. Dennoch sind diese Spiele wichtig. Tief stehende Gegner muss man auch erst einmal knacken. Da ist es wichtig, dass wir Variationen testen. Wir sind auf einem guten Weg, aber wir wissen natürlich, dass die dicken Brocken noch kommen werden, dass wir auch noch einiges lernen müssen. Gegen diese Gegner werden wir dann vielleicht sehen, wie weit wir wirklich sind.

Serge Gnabry lobt die lockere Atmosphäre im Team, die "fast wie bei der U21" sei. Könnte mal der Zeitpunkt kommen, wo sie als Führungsspieler auch mal Ernsthaftigkeit einfordern müssen?

Nein, die Jungs sind vollkommen fokussiert. Es war natürlich nicht einfach, nach zwei, drei Wochen Pause den Motor wieder hochzufahren. Das haben wir mit Bravour geschafft, jetzt können wir regenerieren. Und dann geht es im September weiter.

Sie haben seit längerer Zeit mal wieder eine komplette Saison durchgespielt, wirken aber noch frisch und spielfreudig. Sind Sie dennoch froh über die Pause?

Ja, sehr. Es war seit glaube ich drei Jahren die erste Saison, wo ich durchspielen konnte. Von daher ist es wichtig, jetzt abzuschalten, sich dann vorzubereiten, damit es dann hoffentlich so weiter gehen kann.

War es wegen der Geschichte damals etwas Besonderes für Sie, hier zu spielen?

(zögert) Welche Geschichte?

2014, die Verletzung im letzten Test vor der WM, in diesem Stadion?

Nein, da habe ich ehrlich gesagt nicht eine Sekunde dran gedacht. Das ist Vergangenheit. Man muss immer nach vorne schauen.

Wann werden Sie zum Training in Dortmund erwartet?

Geplant ist, dass wir deutschen Nationalspieler am 10. Juli einsteigen.

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