Nations League

Guerreiro bejubelt Turniersieg - Sancho triumphiert gegen Akanji im BVB-Duell

Am Finaltag der Nations League treffen zwei BVB-Akteure im direkten Duell aufeinander: Beim Spiel um Platz drei triumphiert Sancho gegen Akanji. Guerreiro bejubelt den Turniersieg.

Besser als die BVB-Profis Raphael Guerreiro (25) und Jadon Sancho (19) kann man als Fußball-Profi kaum in den Urlaub gehen: Medaillen eingepackt, eine millionenschwere Teamprämie gesichert - und noch einmal ein dickes sportliches Ausrufezeichen gesetzt. In der Nations League feierte Guerreiro mit Portugal den Finalsieg über die Niederlande, Sanchos Engländer ergatterten Rang drei im Duell mit Manuel Akanjis Schweizern.

Akanji im Duell mit Kane

Nach dem 6:5-Krimisieg nach Elfmeterschießen gegen die Schweiz am Sonntagnachmittag im portugiesischen Guimaraes durfte sich die englische Mannschaft über satte acht Millionen Euro Teamprämie von der UEFA freuen. Auch Dortmunds Manuel Akanji (23) musste trotz Niederlage im Spiel um Platz drei nicht wirklich trauern. Für den vierten Platz erhielt das Schweizer Team eine Prämie in Höhe von sieben Millionen Euro. "Wir tun alles dafür, um Platz drei zu erreichen. Wir sind nicht nach Portugal gekommen, um zweimal zu verlieren", hatte Akanji vor dem Anpfiff noch hoffnungsvoll gesagt, und: "Diesmal müssen wir uns für eine gute Leistung belohnen." Doch es kam anders - obwohl Akanji zu den besten Akteuren auf Schweizer Seite zählte.

In der zweiten Minute gerieten die Schweizer erstmals unter Druck. Manuel Akanji war zwar nah bei Harry Kane, doch Englands Angreifer konnte den Ball per Lupfer dennoch aufs Tor bringen - die Kugel klatschte an die Querlatte. Fast genau drei Monate nach dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League, als auch Akanjis Patzer Kane das Tor zum 1:0 für Tottenham gegen den BVB ermöglicht hatte, war der Borusse diesmal mit dem Glück im Bunde.

Wilson foult Akanji

Akanji als Chef einer Dreier-Abwehrkette bekam es am Sonntagnachmittag oft mit Harry Kane zu tun, gerade in den zweiten 45 Minuten ließ Akanjis Kette aber nicht viel zu, hielt die Engländer vom Tor fern. Und gleich dreimal rettete das Torgestänge für die Eidgenossen. Dann der große Aufreger in der 84. Minute: Callum Wilson schob einen Abpraller über die Linie, die Engländer jubelten. Zu früh: Der Videobeweis entlarvte den Stürmer des AFC Bournemouth, er hatte Akanji vor seinem Treffer unfair zu Boden gerissen.

BVB-Jungprofi Sancho erhielt nach seinem Einsatz für England im Halbfinale gegen die Niederlande zunächst eine Pause, zur Schlussoffensive in den zweiten 15 Minuten der Verlängerung schickte Trainer Gareth Southgate den Dortmunder Flügelstürmer aber auf den Rasen. Und der 19-Jährige sorgte direkt für Wirbel bei seinem sechsten Einsatz für die "Three Lions". Zu einer entscheidenden Aktion reichte es aber nicht mehr. Die 120 Minuten endeten torlos, das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen.

Drmic verschießt, England jubelt

Dort bewies Sancho eiskalte Nerven und vollstreckte Englands dritten Elfmeter. Wenige Sekunden später tat es ihm sein Borussen-Kollege Akanji im Schweizer Trikot gleich und traf vom Punkt zum 3:3. Feiern durften am Ende aber die Engländer, weil Gladbachs Josip Drmic verschoss. Zuvor hatten alle elf Schützen verwandelt.

Manuel Akanji und Jadon Sancho haben nun drei Wochen Urlaub, bevor sie zum Trainingsstart am 3. Juli wieder zurück in Dortmund erwartet werden. Auch Raphael Guerreiro darf jetzt durchschnaufen. Im Finale gegen die Niederlande half er als Linksverteidiger 90 Minuten lang mit, den 1:0-Heimerfolg in Porto gegen die offensivstarke Elftal, die zuvor in neun der jüngsten zehn Länderspiele immer mindestens zwei Treffer erzielt hatte, einzufahren. Der Lohn am späten Sonntagabend: Silbertrophäe, Goldmedaillen und 10,5 Millionen Euro Teamprämie. Kein schlechtes Urlaubsgeld.

Erst mit Verspätung steigen jene Nationalspieler beim BVB ins Training ein, die auch noch im Laufe dieser Woche oder später für ihre Nationalteams im Einsatz sind.

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