Neue Personalsorgen

Wolf-Verletzung verschärft den BVB-Engpass auf der rechten Abwehrseite

Marius Wolf konnte die Personalsorgen auf der rechten Abwehrseite in den vergangenen Wochen für sich nutzen. In Freiburg knickte er böse um - der BVB-Engpass könnte nun noch größer werden.

An einem Nachmittag, an dem Lucien Favre eigentlich relativ entspannt die wiederentdeckte Effizienz seiner Elf genießen durfte, reiste der Schweizer Trainer der Borussia dennoch nicht ohne Sorgen heim. Grund war die Szene in der 52. Minute, als Marius Wolf beim Versuch, aus vollem Lauf eine Flanke vors Freiburger Tor zu bringen, böse umknickte. Wolf ging mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und hielt sich den Fuß. Er wurde mehrere Minuten behandelt und kehrte dann auf den Rasen zurück. Doch als er direkt danach in ein Laufduell verwickelt wurde und erkennbar nicht mehr beschleunigen konnte war klar, dass Favre würde wechseln müssen.

Aknaji rückte auf die rechte Seite

Manuel Akanji rückte aus dem Zentrum auf die rechte Seite, Ömer Toprak besetzte den freien Platz in der Mitte. Damit setzte sich fort, was schon beim 2:1 gegen Mainz auffällig war, da allerdings aus anderen Gründen: Die Viererkette der Borussia bestand am Ende des Spiels ausschließlich aus gelernten Innenverteidigern.

Wie Favre auf einen Ausfall seines letzten gesunden Rechtsverteidigers im Revierderby am Samstag gegen Schalke und womöglich ja sogar für weitere Spiele in der Endphase der Saison reagieren würde, ist eine spannende Frage - alle Varianten hätten freilich etwas von Notlösungen, zum Teil nicht ohne Risiken.

Dreierkette ist eine Option

Akanji erledigte in Freiburg seinen Job zwar auch auf der ungewohnten Position gewohnt zuverlässig, doch es würde Favre kaum behagen, seinen Abwehrchef aus der Mitte abziehen zu müssen. Sollte Wolf sich schwerer verletzt haben, droht dem BVB aber genau das, denn bei den wenigen Alternativen, die sich dem Schweizer überhaupt bieten, erscheint diese noch als die wahrscheinlichste. Die Misere auf der rechten Außenbahn hat nach den Ausfällen der gelernten Außenverteidiger Lukasz Piszcek und Achraf Hakimi einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Favre könnte auch taktisch umzustellen, zum Beispiel auf eine Dreierkette mit drei Innenverteidigern - das ist eine allerdings eher unwahrscheinliche Variante in der Endphase des Titel-Zweikampfs, in dem es auch darum geht, der eigenen Elf größtmögliche Sicherheit auf dem Rasen zu bieten. Erprobt hat der BVB die Dreierkette im Ernstfall noch nicht. So oder so würde der Ausfall von Wolf einmal mehr gravierende Verschiebungen in der Kette nach sich ziehen.

Genaue Diagnose noch offen

Wolf selbst äußerte direkt nach dem Spiel noch die Hoffnung, "dass es nicht so schlimm ist." Genauer wird sich das frühestens während des Ostermontags klären, wenn der Ex-Frankfurter in Dortmund näher untersucht werden wird. Angesichts der schlimmen Bilder aber muss eine Bänderverletzung befürchtet werden.

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