Niederlage in Augsburg

BVB-Berater Matthias Sammer kritisiert Spieler scharf

Mit scharfer Kritik reagiert BVB-Berater Matthias Sammer auf die Leistung der Borussen beim 1:2 in Augsburg. Im Titelkampf sieht der 51-Jährige ohnehin den FC Bayern München im Vorteil.

Die Hoffnung auf eine Trendwende bei Borussia Dortmund hat nur eine Woche gehalten. Nach der 1:2 (0:1)-Niederlage vom Freitagabend beim FC Augsburg hatte der Spitzenreiter in der Fußball-Bundesliga nicht nur intern Aufarbeitungsbedarf.

"Das macht Champions aus"

BVB-Berater Matthias Sammer ging in seiner anderen Funktion als Experte des TV-Senders Eurosport vor allem die junge Abwehr der Borussia an. "Das Spiel wird nicht sportlich, sondern im Kopf entschieden", sagte Sammer nach der zweiten Dortmunder Saison-Niederlage.

Auch einzelnen Spielern machte er explizite Vorwürfe: "Wir haben schon vor dem Spiel darüber gesprochen: Wissen alle Spieler, was auf sie zukommt? Hakimi wusste es nicht, Sancho nicht, Zagadou nicht."

Seit Sommer ist der ehemalige Erfolgsprofi und -trainer zurück bei seinem langjährigen Verein und als Berater engagiert. Der Auftritt der jungen Truppe enttäuschte den Europameister von 1996. Vor allem die individuellen Fehler der jungen Abwehrspieler Dan-Axel Zagadou und Achraf Hakimi vor den zwei Gegentoren durch Dong-won Ji (24./68. Minute) prangerte er an. "Das (zu verhindern) macht Champions aus - und mit 19 oder 20 kannst du noch kein Champion sein", sagte Sammer.

"Das ist einfach die Klasse und Erfahrung"

Der 51-Jährige bezog auch die vergangenen Partien mit ein. Nur ein Sieg in sieben Pflichtspielen, nur sechs Zähler aus fünf Bundesliga-Spielen. Wahrlich nicht meisterlich, und eine Abwärtsspirale, die offenbar keiner beim BVB aufhält. "Wenn du nicht an den Punkt kommst, wo du sagst, jetzt müssen wir uns alle zusammenreißen, wenn du den Punkt nicht erreichst, dann ist es wie schleichendes Gift", klagte Sammer. "Wo ist denn das Problem, wenn in Dortmund nach einer herausragenden Saison auch mal einer richtig auf den Tisch haut?" So, wie er das früher getan hat.

Generell sieht Sammer den FC Bayern München, für den er als Sportvorstand gearbeitet hat, im Vorteil beim Titelkampf: "Das ist einfach die Klasse und Erfahrung, die aus diesem Verein strömt und über die Spieler dann ins Spiel getragen wird. In diesem Prozess befindet sich Borussia Dortmund, das ist kein Understatement, sondern Realität."

Mit dpa-Material

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