Nuri Sahin ist nur noch Kurzarbeiter

Vertrag bis 2019: Zukunft des BVB-Spielmachers offen

DORTMUND - Die BVB-Saison des Nuri Sahin beginnt stark, in der Rückrunde ist der 29-Jährige dann nur noch Kurzarbeiter. Sahins Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2019 - seine Zukunft ist offen.

Schulbank statt Strand: Als die Kollegen nach dem Kurztrip an die Westküste der Vereinigten Staaten nach Deutschland zurückkehrten oder direkt in den Urlaub aufbrachen, bildete sich Nuri Sahin an der berühmten Harvard University für die Zeit nach der Karriere fort. Anschließend ging es mit Neven Subotic und seiner Stiftung nach Äthiopien.

24 Pflichtspieleinsätze

Bei Borussia Dortmund bestritt Sahin in der abgelaufenen Saison immerhin noch 24 Pflichtspiele - nach zwei enttäuschenden Jahren unter Trainer Thomas Tuchel eine klare Steigerung. Doch das Ende rückt näher.

Sahin war zunächst gesetzt unter dem neuen Trainer Peter Bosz - auch, weil sein Konkurrent Julian Weigl nach drei Monaten Pause wegen eines Knöchelbruchs noch Trainingsrückstand aufwies. Die Spielweise von Bosz passte zu Sahin, dessen Ballsicherheit gefragt war. Als Weigl am sechsten Spieltag beim 6:1 gegen Borussia Mönchengladbach erstmals wieder von Beginn an spielen durfte, wurden die Minuten für Sahin weniger.

Enttäuschende Rückrunde

In der Rückrunde, dann unter Peter Stöger, langte es nur noch zu sechs Einsätzen in der Bundesliga, drei davon über die volle Distanz. Ein internationaler Einsatz in Bergamo kam nach Weihnachten noch hinzu, dennoch war es eine enttäuschende Rückserie für den Langzeit-Dortmunder.

Sein wohl bestes Saisonspiel machte Sahin gleich am zweiten Spieltag beim Heimsieg gegen die Hertha. Als sich der BVB unter Stöger in der Rückrunde stabilisierte, war der 29-Jährige lange nur Kurzarbeiter oder gar ganz außen vor. Im Heimspiel gegen Stuttgart machte er nach längerer Pause dann noch einmal eindrucksvoll auf sich aufmerksam - doch Sahin muss wohl einsehen, dass die Zukunft anderen gehört.

Ordnende Hand des Dortmunder Spiels

Stand er auf dem Platz, war Nuri Sahin als Ordner des Dortmunder Spiels immer noch gefragt. 71 Ballkontakte im Schnitt hatte er, 85 Prozent seiner Bälle kamen an den Mann. Sein Notenschnitt von 3,57 deutet an, dass auch für ihn persönlich die Saison trotz wieder vermehrter Einsatzzeiten nur wenig zufriedenstellend verlaufen ist.

AUSBLICK: Sahins Vertrag läuft am Ende der kommenden Saison aus. Dann ist er zwar "erst" 30 Jahre alt, hat aber schon seine 14. Profisaison hinter sich. Wie Lucien Favre mit Sahin plant, lässt sich schwer prognostizieren.

Immer wieder wird er auch mit einem Vereinswechsel in Verbindung gebracht, doch der Wunsch danach ist beim in Meinerzhagen geborenen Sahin nicht ausgeprägt vorhanden. Es ist nicht auszuschließen, dass er mit Auslaufen seines Vertrages die Karriere beenden wird.

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