BVB ohne Reus gegen München

Ein Quartett fehlt Dortmund - Gomez ist erstmals dabei

DORTMUND - Der BVB reist mit Personalproblemen im Gepäck nach München. Neben Marco Reus und Ömer Toprak fliegen auch zwei weitere Spieler nicht mit Richtung Süden.

Der Ausfall von Marco Reus und Ömer Toprak (beide muskuläre Probleme) hatte sich bereits Mitte der Woche abgezeichnet. Auch Raphael Guerreiro und Jadon Sancho waren nicht mit an Nord des Dortmunder Fliegers, der um kurz nach 17.30 Uhr Richtung München abhob.

"Ich sehe das ganz relaxed"

Erstmals im Kader stehen könnte am Samstagabend Winter-Neuzugang Sergio Gomez. Der 17-Jährige war im Januar vom FC Barcelona zum BVB gewechselt und bislang in der U19 zum Einsatz gekommen.

Im Liga-Gipfeltreffen am Karsamstag (18.30 Uhr/Sky) haben die Münchner die Meisterschaft nur dann durch einen Sieg in der eigenen Hand, wenn der FC Schalke 04 zuvor sein Heimspiel gegen den SC Freibug nicht gewinnt. "Für uns ist es sekundär, ob wir morgen oder nächste Woche oder übernächste Woche deutscher Meister werden. Ich sehe das ganz relaxed", sagte Trainer Jupp Heynckes.

Unter Stöger in der Liga noch ungeschlagen

Zuletzt kürten sich die Bayern im Jahr 2000 noch im Olympiastadion vor den eigenen Fans zum Meister. Die elf Titel danach machten sie entweder auf dem Sofa (einmal) oder in einem Auswärtsspiel (zehn Mal) perfekt.

Die Borussen um den in der Liga noch ungeschlagenen Peter Stöger haben auf jeden Fall etwas gegen österlichen Meisterjubel der Münchner. "Mein Plan wäre das nicht, dass sie den Meistertitel gegen uns feiern", sagte der Coach des Tabellendritten. Bayern blieb in sechs der letzten sieben Ligaspiele gegen Dortmund ungeschlagen und gewann alle bisherigen drei Duelle in dieser Saison in Liga, Pokal und Supercup.

18 Punkte Vorsprung

Seine Brisanz zieht der Bundesliga-Klassiker auch in diesem Jahr angesichts von 18 Punkten Vorsprung der Münchner nicht aus der Spannung im Kampf um die Tabellenführung. Aber einen Sieg in diesem Duell kosten beide Rivalen, die seit 2010 alle Meistertitel unter sich aufteilten, immer besonders gerne aus.

Dazu gibt es außerhalb des Spielfeldes genug Diskussionsstoff. Die zwei deutschen Spitzenklubs könnten sich etwa bei der Suche nach einem Trainer für die neue Saison in die Quere kommen. Zudem konterten BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball, in Personalunion Borussia- und DFL-Präsident, zuletzt in der kontroversen Debatte um die 50+1-Regel des deutschen Fußballs die Aussagen von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Mit dpa-Material

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