Dortmund fordert hohe Ablöse

BVB-Sorgenkind Alcacer vor Abschied: Zerstörtes Verhältnis zu Favre Schuld?  

Paco Alcacer will beim BVB mit einem Wechsel die Reißleine ziehen. Die Forderungen der Dortmunder sind jedoch der Knackpunkt.

  • Paco Alcacer will Borussia Dortmund wieder verlassen.
  • Der BVB erteilte dem 26-Jährigen offenbar die Transfer-Freigabe.
  • Interessierte spanische Klubs sind durch die BVB-Forderung aber abgeschreckt.

Update vom 22. Januar: Das Hammer-Debüt von Dortmunds Neuverpflichtung Erling Haaland am vergangenen Samstag, bei dem der 19-Jährige gleich dreimal einnetzte, dürfte Paco Alcacer nicht geschmeckt haben. Der formschwache Spanier stand beim 5:3-Sieg der Dortmunder in Augsburg erstmals leistungsbedingt nicht im Kader der Borussia, was sein Trainer Lucien Favre verteidigte. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass er bereit ist, uns zu helfen“, meinte der Schweizer Übungsleiter gegenüber der Bild

Paco Alcacer: Verhältnis zu Lucien Favre nun endgültig zerstört? 

Diese berichtet außerdem, dass Paco Alcacers Wechselwunsch wohl aufgrund der verlangten Ablöse von 30 Millionen Euro und einer Gehaltsforderung von sechs Millionen Euro zum jetzigen Zeitpunkt nicht realisiert werden kann. Interessierte spanische Klubs wie Atletico Madrid und der FC Sevilla nehmen demnach wieder Abstand von einer möglichen Verpflichtung, auch eine Rückkehr zum FC Valencia ist unwahrscheinlich. 

Seit Mitte September wartet der 26-Jährige bereits auf einen Bundesliga-Treffer und scheint in den letzten Monaten durch mehrere verletzungsbedingte Ausfälle und begrenzte Einsatzzeiten nicht mehr in seine ursprüngliche Form zu kommen. 

Der oftmals kritisierte Lucien Favre scheint nun nicht mehr fest mit Alcacer zu planen und ließ den Iberer zuletzt - wenn überhaupt - auf der Bank schmoren, Ende August spielte er das letzte Mal über die vollen 90 Minuten. Die Bild spricht sogar von einem zerstörten Verhältnis zwischen Spieler und Trainer, Alcacer soll sich im Mannschaftsalltag bereits vom Team abschirmen. 

Während die Stimmung in Dortmund getrübt ist, scheint die Gemütslage bei der Konkurrenz umso glücklicher. So schlug der FC Bayern doppelt auf dem Transfermarkt zu und verpflichtete gleich zwei Akteure.

BVB-Hammer: Alcácer darf gehen - Dortmunder wollen aber eine Mega-Ablöse

Erstmeldung vom 03.01.2020:

Dortmund - Als Borussia Dortmund Paco Alcácer Ende August 2018 verpflichtet hatte, konnten die Verantwortlichen freilich noch nicht wissen, was für einen Volltreffer sie landeten. Als Leihspieler für läppische zwei Millionen Euro vom FC Barcelona geholt, traf der Spanier in seinen ersten Spielen für den BVB nach Belieben und empfahl sich für eine langfristige Anstellung. Wenige Monate später zog der Bayern-Rivale schließlich die Kaufoption und stattete Alcácer mit einem Vertrag bis 2023 aus.

Borussia Dortmund: Flüchtet Paco Alcácer vor Erling Haaland?

Doch die einstige Traumhochzeit steht schon wieder vor der Scheidung. Einmal mehr wird dieser Tage deutlich, wie schnelllebig das Fußballgeschäft ist. Zum Start der Bundesliga-Saison brillierte Alcácer mit fünf Toren in vier Spielen noch. Doch anschließend zeigte die Formkurve - auch wegen ständiger Wehwehchen - immer steiler nach unten.

Weil sich Mario Götze im Dortmunder Sturm als Neuner auch nicht nachhaltig empfehlen konnte, machten sich die BVB-Bosse auf die Suche nach einem neuen Mittelstürmer. Fündig wurden sie bei RB Salzburg, der vielumworbene Erling Haaland spielt künftig in Schwarz-Gelb. Was die Verantwortlichen wohl nicht wussten: Haaland versuchte sich einst als Rapper.

BVB: Atlético Madrid will Paco Alcácer im Winter

Als die Verpflichtung des Norwegers bekannt wurde, gab es sofort Gerüchte, Alcácer wolle die Borussia verlassen. Atlético Madrid wurde ein Interesse nachgesagt, und ein Abschied gilt inzwischen als wahrscheinlich. 

Denn wie der kicker berichtet, soll Borussia Dortmund dem 26-Jährigen die Freigabe für einen Wechsel in der Winterpause erteilt haben. Es müsse allerdings „ein entsprechendes Angebot auf dem Tisch landen“, hieß es. Laut der Sport Bild wollen die BVB-Bosse mindestens 40 Millionen Euro einstreichen. 

Paco Alcacer: Abschied aus Dortmund, Rückkehr nach Spanien?

Gut möglich, dass es mit Atletico, das dringend einen neuen Angreifer sucht, jetzt ganz schnell geht. Erste Gespräche soll es laut der spanischen Zeitung Marca bereits gegeben haben. Angedacht sein soll ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufverpflichtung. Der Fixbetrag soll bei rund 30 Millionen Euro liegen. 

Währenddessen sorgt eine ehemalige BVB-Ikone für Schlagzeilen: Roman Weidenfeller versuchte sich als Schauspieler, die Fans waren aber nicht unbedingt begeistert. Beim Dortmunder Rivalen aus München steigt man in Kürze in die Vorbereitung ein. Verteidiger Jerome Boateng ließ es sich zuvor noch im Urlaub gutgehen. An seiner Seite: Seine neue Freundin. Beim FCB gibt es außerdem einen internen Krach. Der Grund: Alexander Nübel und Manuel Neuer.

mt

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Bernd Thissen

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