Pokal-Halbfinale 2012

Als Fejzics Rücken den Final-Traum des BVB ermöglichte

Dortmund - Die Pokalsaison 11/12 dürfte in Dortmund noch bestens in Erinnerung sein. Mit einem 5:2 gegen die Bayern machte der BVB das Double perfekt. Möglich war dies durch ein denkwürdiges Halbfinale in Fürth.

Zwischen dem Favoriten aus Dortmund und dem Zweitligisten aus Fürth entwickelte sich am 20. März 2012 ein intensives Spiel, in dem sich der BVB gegen eine kämpferische Kleeblatt-Elf kaum Chancen erspielte. Als sich auch die Verlängerung torlos dem Ende zuneigte, rechneten alle mit einem Elfmeterschießen.

Vom Helden zur tragischen Figur

Besonders der Fürther Trainer Mike Büskens, denn der wechselte in der 118. Minute seinen Stammtorwart Max Grün aus, um dessen Ersatzmann Jasmin Fejzic zu bringen. Der Bosnier hatte bis dahin noch keine Minute für die Fürther auf dem Feld gestanden, galt aber als Elfmeter-Killer. Doch noch war eine Minute zu spielen. Mit dem letzten Angriff zog Ilkay Gündogan vom linken Strafraumeck ab und traf den Pfosten. Von dort prallte der Ball an Fejzics Rücken und kullerte ins Tor. Dortmund stand im Finale. Statt zum Elfmeter-Helden wurde Fejzic zur tragischen Figur.

Danach kochten die Emotionen hoch. Der Ur-Dortmunder Kevin Großkreutz baute sich nach Spielschluss provozierend jubelnd vor dem für Fürth spielenden Ur-Schalker Gerald Asamoah auf. Dessen Mitspieler Mergim Mavraj erhob anschließend sogar Rassismus-Vorwürfe gegen Großkreutz. Der meinte, er habe nur ein paar harmlose Schalke-Sprüche abgelassen. Vor dem Spiel hatte Asamoah gegen den Gegner aus "Lüdenscheid" gestichelt - echte Derby-Emotionen. Die konnte sich auch Jürgen Klopp nicht verkneifen, denn nach Spielschluss jubelte er in Richtung des Schalker Urgesteins Mike Büskens - mit einer Auswechsel-Geste.

"Mehr Pech kann man nicht haben"

Büskens rechtfertigte den Torwart-Wechsel anschließend: "Jasmin hält im Training perfekt Elfmeter, daher haben wir uns entschieden, ihn reinzubringen. Der Ball geht von seinem Rücken ins Netz, mehr Pech kann man nicht haben." Sogar als Elfmeter-Schütze war Fejzic vorgesehen - bis Gündogan abzog.

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