Real-Leihgabe

Hakimi vorzeitig zurück nach Madrid? BVB-Sportdirektor Zorc spricht klares Veto aus

BVB-Außenspieler Achraf Hakimi wünscht sich eine schnelle Rückkehr zu Real Madrid - ebenso Trainer Zinedine Zidane. Sportdirektor Michael Zorc aber spricht ein klares Veto aus.

Das Interview des derzeit verletzten Außenverteidigers habe er gelesen, erklärte Zorc auf Anfrage stoisch, die Aussage des ehemaligen Weltklassespielers habe er vernommen. Ein Szenario, bei dem Hakimi die kommende Saison nicht in Dortmund spielen werde, gebe es aber nicht, sagt Dortmunds Kaderplaner klipp und klar: "Nein, er wird in der kommenden Saison hier spielen."

Gespräch mit Spieler und Berater

Ende des Themas, eigentlich. Aber Zorc holt dann doch noch ein wenig intensiver aus. Hakimi, der sich nach seinem Mittelfußbruch in Spanien operieren ließ, sei mittlerweile auf dem Weg zurück nach Dortmund, die Landung war für Donnerstagabend geplant. "Er will die Mannschaft im letzten Heimspiel vor Ort unterstützen." Das wertet Zorc auch als Signal, dass sich der Rechtsverteidiger wohl fühle in Dortmund. Es habe Anfang dieser Woche auch ein Telefonat mit dem Spieler gegeben, sagt Zorc, "auch sein Berater war hier. Wir haben eine gute Verbindung."

Man kann davon ausgehen, dass der Dortmunder Sportdirektor den Standpunkt, den er dann öffentlich am Donnerstag vertrat, dem Agenten des Spielers und Hakimi selbst auch deutlich gemacht hat. Der BVB plant fest mit mit dem gebürtigen Madrilenen. Eine Alternative dazu gibt es nicht.

Schulz auf der linken Seite die favorisierte Lösung

Und eigentlich stellt sich die Frage ohnehin nicht. Hakimi hat einen zweijährigen Leihvertrag unterschrieben. Der gilt nach wie vor. Die Planungssicherheit, die damit einhergeht, benötigt der BVB. Man kann davon ausgehen, dass in diesem Sommer zunächst das (dringlichere) Problem auf der linken Seite angegangen wird, hier gilt der Hoffenheimer Nico Schulz nach wie vor als die favorisierte Lösung.

Mit seinen 28 Pflichtspiel-Einsätzen (drei Tore, sieben Assists) hat Hakimi die Erwartungen in seinem ersten BVB-Jahr voll erfüllt - auch wenn er gegen Ende überspielt wirkte und die Fehlerquote in seinem Spiel deutlich anstieg. Die Reha des 20-Jährigen verläuft bislang nach Plan. Hakimi versuche bei weiter positivem Verlauf, so Zorc, gar eine Teilnahme am Afrika-Cup (21. Juni bis 19. Juli), der in diesem Jahr in Ägypten ausgetragen wird. Marokko trifft dort in der Gruppenphase auf die Elfenbeinküste, Namibia und Südafrika.

Vorsicht ist geboten

Ob dieses Szenario realistisch ist, wird sich wohl erst im Juni klären. Hakimi verletzte sich beim 2:1 gegen den VfL Wolfsburg, das war am 30. März. Zahlreiche Beispiele, das prominenteste ist sicherlich Manuel Neuer, belegen, dass bei dieser Verletzung Vorsicht geboten ist. Ein Risiko wird der BVB sicher nicht eingehen.

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