Revierderby

Umstrittenes Weigl-Handspiel: DFB kann die BVB-Aufregung nicht nachvollziehen

Für große Diskussionen sorgte der Handelfmeter im Revierderby zwischen BVB und S04. Lucien Favre bezeichnete die Regel als "Skandal". Der DFB kann die Aufregung nicht nachvollziehen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bewertet die Auftritte seiner Schiedsrichter am vergangenen Bundesliga-Wochenende trotz kontroverser Diskussionen positiv. "Am 31. Spieltag haben wir richtig gute Leistungen der Video-Assistenten in Köln gesehen und können auf ein positives Wochenende zurückblicken", sagte Jochen Drees, Projektleiter Videobeweis.

"Den aktuellen Anforderungen entsprechend"

Sämtliche Eingriffe bei den Partien in Hannover, Düsseldorf und Dortmund seien "korrekt und den aktuellen Anforderungen entsprechend" gewesen.

Beim Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 (2:4) hatte vor allem die Handspiel-Szene von Julian Weigl für großen Ärger gesorgt. Favre bezeichnete den Pfiff als "absoluten Skandal", der Fußball mache sich "lächerlich", die Regelhüter, die diese Auslegung zu verantworten hätten, "können nicht mehr in den Spiegel schauen." Es sei "eine Schande." Selten zuvor hatte man den 61-Jährigen so emotional erlebt. "Ziel des Gegners ist doch nur noch, dem Gegenspieler im Strafraum irgendwie an die Hand zu schießen."

"Klar orientiert zum Ball"

Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hält die Elfmeter-Entscheidung dagegen ebenfalls für nachvollziehbar. "Erstmal ist es wichtig, dass Felix Zwayer sich selbst ein Bild von der Situation gemacht hat, nachdem er das Handspiel im Spiel nicht erkannt hatte. Beim On-Field-Review sieht er im TV-Bild, wie der Dortmunder Spieler Weigl in eine Abwehraktion zum Ball geht. Er ist also klar orientiert zum Ball. Dabei ist sein linker Arm seitlich vom Körper abgespreizt, schwingt in die Flugbahn des Balles und wehrt den Ball letztendlich ab. Das sind soweit die Fakten, die in der derzeitigen Regelauslegung einen Strafstoßpfiff rechtfertigen", sagte Fröhlich.

Mit dpa-Material

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