Würdiger Abschluss mit Meisterschale: Medienchef Schneck (r.), Trainer Jürgen Klopp.
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Würdiger Abschluss mit Meisterschale: Medienchef Schneck (r.), Trainer Jürgen Klopp.

Ruhestand

BVB-Mediendirektor Josef Schneck hört auf

DORTMUND - Ende Juni endet die über 15-jährige Ära von Josef Schneck als Mediendirektor von Borussia Dortmund. Dann wird er offiziell in den Ruhestand wechseln. Der 65-Jährige hat Geschichte miterlebt und mitgestaltet. Er hat aber auch die dunklen Seiten miterlebt.

Die große Verbundenheit zu „seinem“ Klub beschreibt vielleicht diese Anekdote aus dem Jahr 1998 am besten: Als Borussia Dortmund im Halbfinale der Champions League nach dem berühmten „Torfall von Madrid“ unter kuriosen und unwürdigen Umständen ausgeschieden war, eilte Josef Schneck am Morgen nach dem 0:2 höchstpersönlich noch einmal ins Bernabeu-Stadion. Schneck maß nach, ob das mit großer Mühe und unter erheblichem Zeitverlust herbeigeschaffte Ersatztor tatsächlich über die erforderlichen 7,32 Meter Breite und 2,44 Meter Höhe verfügte.

Hoch angesehen

Ende Juni endet nun die über 15-jährige Ära von Schneck als Mediendirektor von Borussia Dortmund. Dann wird er offiziell in den Ruhestand wechseln. Der 65-Jährige hat Geschichte miterlebt und mitgestaltet, mit dem BVB insgesamt drei Meisterschaften gefeiert und jetzt den Sieg im DFB-Pokal. Schneck hat aber auch die dunklen Stunden miterlebt und mitgezittert, als Borussia Dortmund 2005 kurz vor dem finanziellen Kollaps stand und auch er um den Fortbestand seines Herzensvereins bangen musste.

Mit Bayerns Markus Hörwick zählt der Ur-Dortmunder zu den dienstältesten Medienchefs der Liga. Dem rasanten Wandel in diesem Berufsbild setzte Josef Schneck immer eine wohltuende Spur Gelassenheit entgegen. In der Liga und bei den Journalisten ist er auch für seine offene und kompetente Art hoch angesehen. Begonnen hat Josef Schneck seinen Dienst beim BVB am 1. Januar 1997, zuvor hatte er viele Jahre als Leiter der Stadtredaktion Dortmund für die Ruhr Nachrichten gearbeitet. Quasi auf der anderen Seite des Schreibtisches.

Kreis schließt sich

Vier Monate nach seinem „Wechsel“ erlebte er in verantwortlicher Funktion in München den historischen Sieg des BVB in der Champions League am Spielfeldrand mit, mit dem erstmaligen Gewinn des Doubles schließt sich quasi jetzt der Kreis. Schneck wird aber auch nach seinem offiziellen Ausscheiden dem BVB verbunden bleiben und als persönlicher Berater die Medientermine von Trainer Jürgen Klopp koordinieren.

Aus der Tagesroutine wird er sich zwar zurückziehen, im Herzen aber immer BVBler bleiben. Echte Liebe eben. Das Ersatztor von Madrid hatte, wie man heute weiß, übrigens die exakten Maße. Immerhin aber hatte Schneck nichts unversucht gelassen.

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