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Dortmunds Julian Brandt spricht auf einer Pressekonferenz. Borussia Dortmund trifft im Gruppenspiel der Gruppe F auf Inter Mailand.

UEFA

Schub vor Schlüsselspielen: BVB schöpft neuen Mut

Der BVB ist binnen weniger Tage gleich zweimal mächtig gefordert. Ein Sieg über Inter Mailand könnte nicht nur die Ausgangslage in der Champions League verbessern.

Endlich wieder Spaß, endlich wieder Kampfansagen - Borussia Dortmund geht mit neuem Mut in die Schlüsselspiele gegen Inter Mailand und den FC Bayern. Nach dem Sprung auf den zweiten Bundesliga-Tabellenplatz wähnen sich alle Beteiligten zurück auf Kurs.

Ein Heimsieg am Dienstag (21 Uhr/DAZN) über die Italiener soll einen weiteren Schub für den Ligagipfel vier Tage später in München geben. Nationalspieler Julian Brandt ließ die Muskeln spielen: "Wir haben noch viel vor in der Champions League. Wir spielen zu Hause, wir sind Borussia Dortmund und haben hier schon gegen ganz andere Mannschaften gewonnen."

So ängstlich wie beim 0:2 vor zwei Wochen in Mailand will sich das Team von Trainer Lucien Favre nicht noch einmal präsentieren. Der unansehnliche Auftritt brachte der Borussia viel Kritik ein und kostete die gute Ausgangsposition in der Gruppe F nach dem 0:0 gegen Spitzenreiter Barcelona (7 Punkte) und dem 2:0 bei Schlusslicht Slavia Prag (1).

Im Bestreben, den direkten Vergleich mit den punktgleichen "Nerazzurri" (4) zu gewinnen, ist der BVB mächtig gefordert. "Wir sollten uns nicht verstecken. Auch wenn unsere Leistung in Mailand nicht top war, können wir die Fans eines besseren belehren", kommentierte Brandt, "dieses Spiel könnte richtungsweisend sein."

Dem BVB droht der Ausfall von Marco Reus

Der Aufwärtstrend in der Bundesliga nach zuvor schwachen Wochen mit zuletzt drei Spielen ohne Gegentor gegen Mönchengladbach (1:0), Schalke (0:0) und Wolfsburg (3:0) schürt den Glauben an eine stabile Trendwende. Zumindest in der zweiten Halbzeit gegen die "Wölfe" rief das Team sein zuvor brachliegendes Potenzial wieder ab. "Da war ja sogar wieder richtig Spielfreude erkennbar", befand Sportdirektor Michael Zorc. Ähnlich sah es Torschütze Thorgan Hazard: "Nach diesem Spiel haben wir ein gutes Gefühl. Und dieses Gefühl müssen wir mitnehmen in die Partie am Dienstag."

Allerdings droht dem BVB wie schon in Mailand der Ausfall von Marco Reus, der sich gegen Wolfsburg eine Sprunggelenksblessur zugezogen hatte und dessen Einsatz deshalb als eher unwahrscheinlich gilt. Das Fehlen des treffsicheren Kapitäns könnte sich als schweres Handicap erweisen. Denn gerade in der Champions League tat sich die eigentlich stark besetzte Dortmunder Offensive mit dem Toreschießen zuletzt ungewohnt schwer. Nur in zwei der vergangenen acht Partien gelangen Treffer, zuletzt ging das Team sogar im eigenen Stadion dreimal leer aus.

Zorc hofft auf ein Ende der Torflaute

Zorc hofft auf ein Ende der Torflaute: "Wir brauchen einen Sieg, um unsere Position in der Champions League weiter zu festigen oder wieder zu verbessern. Aber Inter ist noch mal ein anderes Kaliber als Wolfsburg."

Rotation soll der Mannschaft mehr Frische verleihen. So dürften Jadon Sancho, Axel Witsel und Thomas Delaney - anders als gegen Wolfsburg - wieder in der Startelf stehen. Möglicherweise trifft das auch auf Torjäger Paco Alcácer zu, der nach wochenlanger Verletzungspause wieder voll belastbar ist. Trainer Lucien Favre stellte einen Umbau des Teams in Aussicht: "Ohne Rotation geht es nicht. Nicht viele Spieler können dreimal hintereinander 100 Prozent geben."

Ähnlich wie die Borussia feierte auch der 18-malige italienische Meister am Wochenende eine gelungene Generalprobe. Nach dem 2:1 beim FC Bologna rangiert das Team von Trainer Antonio Conte in der Serie A nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Juventus Turin auf Platz zwei.

Besonderes Augenmerk sollte das Favre-Team auf die beiden zuletzt starken Angreifer Romelu Lukaku und Lautaro Martinez legen. Vor allem der Argentinier Martinenz, der auch schon mal auf der Dortmunder Wunschliste stand, scheint ein Mann für die wichtigen Tore zu sein. Im Oktober traf er gegen Juventus, Barcelona - und Dortmund.

dpa

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