Showdown am 34. Spieltag

BVB-Boss Watzke: Der Druck liegt jetzt beim FC Bayern

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke glaubt nach dem hochdramatischen Verlauf des 33. Spieltags nun an eine reelle Titel-Chance für den BVB. Der Druck liege jetzt beim FC Bayern München.

"Der Druck", meinte Watzke nach dem 3:2-Zittersieg gegen Fortuna Düsseldorf, "war heute brutal, aber er wandert jetzt weiter in den Süden!"

"Kölner Keller" erhebt Einspruch

Gleich zwei Bildschirme hatte Watzke vor seinem Logen-Sitz auf der Westtribüne montieren lassen, "auf einem lief unser Spiel, auf dem anderen das der Bayern." Auch der Dortmund-Boss ging während der 90 Minuten durch ein Wellenbad der Gefühle. Der BVB habe die eigene Partie so spannend gehalten, dass ihm gar keine Zeit geblieben sei, um intensiv den Bayern-Auftritt in Leipzig zu verfolgen.

Sporadisch sah Watzke freilich hin, er registrierte das vermeintliche 1:0 durch Leon Goretzka, das den Rekordmeister für zwei Minuten zum virtuellen Meister machte - ehe der "Kölner Keller" mit Adlerblick eine Abseitsstellung von Robert Lewandowski erkannte. Kollektives Aufatmen auf der Westtribüne und im ganzen Stadion - und auch beim BVB-Boss. Am Ende sei er über das 0:0 in Leipzig nicht überrascht gewesen, erklärte Watzke, die Hoffnung trog ihn nicht, dass aus Leipzig Schützenhilfe kommen würde. "Das habe ich ja bereits am Montag erklärt."

Nach einjähriger Unterbrechung wohnte Watzke wieder der Pressekonferenz nach dem Spiel bei. Das habe ja Tradition nach dem letzten Heimspiel, "aber nur, wenn wir das Spiel nicht verloren haben." Vor einem Jahr gab es bekanntlich ein 1:2 gegen Mainz, nach warmen Worten stand Watzke damals ohnehin nicht der Sinn.

Schon 18 Punkte mehr als im Vorjahr

Diesmal durfte Dortmunds Geschäftsführer ein erfolgreiches Jahr der Borussia bilanzieren - die Bewertung ist auch unabhängig davon, wie der finale Akt am Wochenende nun ausgeht. Watzke sprach von einer "tollen Saison, wir haben aktuell schon 18 Punkte mehr als im Vorjahr." Insofern könne er Team und Trainer nur gratulieren. Er sei sehr froh darüber, "dass wir der Bundesliga ein echtes Finale bescheren können." Das gab es seit zehn Jahren nicht mehr. Und Watzke versprach: "Wir werden in den 34. Spieltag alles reinlegen."

Die kleinen Psycho-Spielchen vor dem großen Showdown werden im Laufe der Woche bestimmt kommen, Watzke nutzte das öffentliche Forum, um schon mal den Startschuss zu geben: "Wir haben eine Situation, dass die Bayern alles verlieren können, während wir alles gewinnen können." Vehement widersprach er, als sich eine Journalisten-Frage dem Faktor Druck widmete. Den habe der BVB nicht, bekräftigte der 59-Jährige. "Das ist eine Phantom-Diskussion."

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