Sieben Punkte Vorsprung

BVB baut die Tabellenführung aus - Traum vom großen Coup wird greifbar

Feiertag trotz eines Unentschiedens für den BVB! Das 1:1 in Frankfurt lässt die Dortmunder jubeln, da Verfolger München in Leverkusen patzt. Der Traum vom großen Coup wird greifbar.

Dortmund baut damit seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf sieben Punkte aus. Ein sattes Polster nach dem 20. Spieltag.

Eintracht mit druckvollem Beginn

Mit mächtig Dampf kam die Eintracht ins Top-Duell. Der BVB sah sich großem Druck ausgesetzt und konnte sich in den ersten zehn Minuten kaum befreien. Roman Bürki vereitelte per Fußabwehr die erste dicke Gelegenheit der Hausherren (3.), kurz darauf zielte Luka Jovic zu hoch - Durchatmen bei der Borussia, die zunächst offensiv überhaupt nicht stattfand. Zu stark war das Pressing der Frankfurter.

Erst nach einer Viertelstunde bekam Dortmund mehr Kontrolle in die Partie, versuchte nun selbst, Konter zu setzen. Allerdings verteidigte die Eintracht aggressiv und warf sich in jeden Ball. Gegen einen Geniestreich der Borussia half das aber in Minute 22 auch nichts. Raphael Guerreiro und Marco Reus spielten im höchsten Tempo einen doppelten Doppelpass - viel zu schnell für Eintrachts Abwehr, und Marco Reus vollendete aus kurzer Distanz zum 1:0. Es waer Reus' 13. Treffer in dieser Spielzeit.

Reus vergibt fahrlässig

Urplötzlich kippte das Duell, Frankfurt wirkte geschockt, kam nicht mehr in die Zweikämpfe. Der BVB versuchte, die Unordnung sofort zu nutzen und womöglich die frühzeitige Entscheidung herbeizuführen. Allein Marco Reus boten sich dazu zwei exzellente Gelegenheiten, doch binnen zwei Minuten schoss der Dortmunder Kapitän erst allein vor Frankfurts Keeper Kevin Trapp am langen Pfosten vorbei, dann traf sein Schuss aus elf Metern nur die Oberkante der Torlatte (24./26.). Fahrlässig. Paco Alcacer, der in der Sturmspitze anstelle von Mario Götze beginnen durfte, bekam dagegen weiter keinen Ball - und die Eintracht berappelte sich, traute sich nun wieder mit Wucht nach vorn. Angetrieben von BVB-Leihgabe Sebastian Rode.

Und der Lohn folgte prompt. Roman Bürki klärte zwar zunächst in höchster Not nach einem Abwehrpatzer der Schwarzgelben (34.), doch dann schlugen die liebevoll "Büffel" genannten Frankfurter Offensivkräfte eiskalt zu. Luka Jovic drückte den Ball zu seinem 14. Saisontor über die Linie, die Innenverteidigung um Julian Weigl und Abdou Diallo sah dabei nicht gut aus - 1:1 (36.). Die Minuten bis zur Pause gehörten nun der Eintracht, jedoch ohne zwingende Gelegenheit. Die Borussia, bei der Linksverteidiger Marcel Schmelzer es nicht in den Kader geschafft hatte, musste beim Gang in die Kabine zur Halbzeitpause sauer sein über die vergebenen Großchancen, denn das hatte Frankfurt wieder Lunte riechen lassen.

Der Reiz des Fernduells

Mit dem Anpfiff zum zweiten Durchgang übernahm der BVB die Spielkontrolle, Frankfurt blieb aber über blitzschnelle Konter gefährlich - Bürki parierte einen strammen Schuss von Ante Rebic zur Ecke (57.). Es ging hin und her, das Duell des Spitzenreiters beim Tabellenfünften lebte nun von der Spannung statt von spektakulären Offensivaktionen wie im ersten Durchgang. Und vom Reiz des Fernduells: Als die 2:1-Führung von Bayer Leverkusen gegen die Bayern auf dem Videowürfel aufploppte, brach lauter Jubel los in der Commerzbank-Arena, auch die Eintracht-Fans freuten sich offenbar über den Rückstand des BVB-Verfolgers.

Die Meldung aus Leverkusen schien die Borussen noch einmal anzutreiben, sie suchten nun mutiger den Siegtreffer. Aber die Eintracht hielt robust dagegen, brachte etliche Flanken in die gefährliche Zone vor dem Dortmunder Gehäuse und erwies sich vor 51.500 Zuschauern bis zum Abpfiff als ebenbürtiger, clever agierender Gegner. Es blieb beim 1:1 - ein Zähler, der für Schwarzgelb auf dem Weg zum ersehnten Meistertitel noch sehr wertvoll sein kann.

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