Stolpergefahr im Titelkampf

Knifflige BVB-Prüfung in Freiburg - Zagadou muss passen

Die Hürde ist höher, als der Blick auf die Tabelle vermuten lässt. Beim SC Freiburg wartet am Ostersonntag (15.30 Uhr) eine harte Prüfung auf den BVB. Eine mit Stolpergefahr im Titelkampf.

Nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen Werder Bremen haben die Bayern als Spitzenreiter vorerst vier Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund. Für den BVB ist klar: In Freiburg müssen drei Punkte her, um die Spannung im Titelkampf aufrecht zu erhalten.

Die Spieler sollten sich dabei ausnahmsweise kein Vorbild an ihrem Trainer nehmen: Denn Lucien Favre unterlief am Mittwoch ein Fehler. Dortmunds Cheftrainer schaltete zu früh ab. 5:3 führte Manchester City im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League. "Dann bin ich ins Bett gegangen", gestand Favre. Erst am Donnerstagmorgen habe er erfahren, dass Manchesters Treffer zum 5:3 doch nicht gezählt hatte - und City ausgeschieden war.

Zahlreiche Optionen in der Offensive

Zu früh abschalten, das könnte für die Borussia in Freiburg am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) fatale Folgen haben. Denn die Mannen aus dem Breisgau wollen nach ihrem 1:1-Coup gegen die Bayern jetzt auch Dortmund Punkte abknöpfen.

Dem BVB bieten sich in der Offensive zahlreiche Optionen: Christian Pulisic (nach Muskelfaserriss) und Raphael Guerreiro (nach muskulären Problemen) meldeten sich ebenso wieder einsatzbereit wie Marius Wolf, der Wadenprobleme aus dem Spiel gegen Mainz in die neue Woche geschleppt hatte. Dan-Axel Zagadou fehlt aufgrund von Knieproblemen.

Nur zwei Siege in sieben Auswärtsspielen

Angesprochen auf den jüngsten Durchhänger vomn Kapitän Marco Reus wiegelte Lucien Favre ab. "Kein Spieler kann eine gesamte Saison eine solche Leistung bringen. Man muss dabei bedenken, dass Marco keine komplette Vorbereitung im Winter hatte", betonte der 61-Jährige, für den Reus in Topform "am Sonntag sehr wichtig" wäre. Denn: Auswärts riss die Borussia zuletzt keine Bäume aus, gewann nur zwei von sieben Partien in der Fremde - und verlor drei.

Favre mochte diese mäßige Quote vor der nächsten Auswärtsprüfung nicht zu hoch bewerten. Aber warum läuft es auf Reisen oft nicht gut? "Wir haben unnötige Tore zugelassen und viele eigene Chancen nicht genutzt", erklärte Favre, das sei "mehr als nur ein Problem der Konzentration, es ist auch Antizipation." Kurzum: Kopfsache. Es gelte, auch aus der Erfahrung des am Ende erzitterten und ermauerten 2:1 gegen Mainz, "viele kleine Details zu verbessern", so Favre.

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