Trotz verpasster Meisterschaft

Jahreshoch: BVB-Transferoffensive beflügelt die Aktie

Auf die Groß-Investitionen in die Top-Spieler Brandt, Hazard und Schulz reagiert auch die Börse: Die BVB-Aktie steigt um fünf Prozent und erreicht trotz des verpassten Titels ein Jahreshoch.

Die Bekanntgabe der Verpflichtungen von Nico Schulz am Dienstag sowie Julian Brandt und Thorgan Hazard am Mittwoch beflügelte auch auf dem Börsenparkett die Fantasie. Die Nationalspieler erhöhen mit ihrer fußballerischen Qualität die Aussicht auf (inter-)nationale Erfolge und dürfen als sichere Wertanlage mit obendrein hohem Steigerungspotenzial gewertet werden.

Kurshoch bei 9,49 Euro

Zudem honorieren die Anleger wie in den Vorjahren die fixe Teilnahme an der Geld sprudelnden Champions League und damit gesicherte Einnahmen in Höhe von 30 bis 40 Millionen Euro plus entsprechender zusätzlicher Prämien durch die Sponsoren.

Am Mittwoch stieg der Kurs erstmals wieder deutlich über 9,00 Euro. In der Spitze notierte die Aktie bei rund 9,49 Euro und übertraf damit den bisherigen Jahres-Höchstwert von 9,46 Euro. So viel kostete eine Aktie zuletzt Anfang Februar, als der BVB klar auf Kurs Deutsche Meisterschaft lag.

Geringere Transfereinnahmen

Vorige Woche veröffentlichte der BVB auch den Bericht für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Q3 2018/19). Demnach sanken die kumulierten Konzern-Umsatzerlöse zwischen dem 1. Juli 2018 und dem 31. März 2019 verglichen mit den neun Monaten des vorherigen Geschäftsjahres um 46,1 Millionen Euro oder 10,1 Prozent auf 409,2 Millionen Euro. Grund sind unter anderem die geringeren Transferlöse. Transferbereinigt stiegen die Umsatzerlöse um 50,9 Millionen Euro oder 20,7 Prozent auf 297,3 Millionen Euro.

Allein im dritten Quartal verzeichnen die Konzern-Umsatzerlöse einen Anstieg um 9,7 Millionen Euro oder 6,8 Prozent auf 153,2 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 143,5 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern im dritten Quartal (EBT) belief sich auf 31,5 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 25,1 Millionen Euro) und kumuliert in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018/19 auf 47,2 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 69,0 Millionen Euro).

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