Weigl sucht nach Erklärungen

BVB-Sechser: Dann kannst du hier nichts mitnehmen

MÜNCHEN - Geknickt schlich ein BVB-Spieler nach dem anderen aus dem Umkleidetrakt in der Allianz Arena. Das 0:6 in München macht auch die Akteure auf dem Rasen ratlos. Julian Weigl, den Trainer Peter Stöger nach nur 30 Minuten für den indisponierten Gonzalo Castro einwechselt, versucht sich an einer Erklärung.

Wie bewerten Sie das Ergebnis und den Verlauf?

Bayern war heute schlicht eine Klasse besser. Man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir hier etwas mitnehmen können, dementsprechend geht der Sieg absolut in Ordnung. Wir hatten maximal eine, vielleicht zwei Chancen. Die Bayern aber bestimmt acht, neun. Und dann kannst du hier nichts mitnehmen.

Gibt es eine Erklärung für diese Leistung?

Es ist schwierig. Wir hatten uns ja viel vorgenommen und sind nicht hergefahren und haben uns gesagt, wir lassen uns hier mal sechs Stück einschenken. Wir wollten was mitnehmen, aber wenn du in München was holen willst, musst du Mut mitbringen. Wenn man schon ängstlich ins Spiel geht, hat man keine Chance.

Was hat alles nicht funktioniert?

Fast alles. Wir sind nicht mutig ins Spiel gegangen, wie gesagt. Wir hatten viel zu kurze Ballbesitzzeiten, und wenn die Bayern den Ball hatten, haben wir keinen Zugriff bekommen und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Auch die zweiten Bälle konnten wir nicht gewinnen. Es war ein klar verdienter Sieg.

Wenn man jetzt nach vorne schaut: Müssen Sie um die Qualifikation für die Champions League bangen?

Das hoffe ich natürlich nicht. Natürlich war das ein Schlag, den wir erst einmal wegstecken müssen. Nichtsdestotrotz haben wir genug Zeit bis zum nächsten Spiel, wir müssen uns klar machen, dass wir hier eine Klasse schlechter waren, dass das aber den meisten Teams in der Bundesliga so geht. Ich hoffe, es ist nur ein Ausrutscher gewesen. Wir haben jetzt ein Heimspiel gegen Stuttgart, in dem wir ein anderes Gesicht zeigen wollen. Wir sind noch in der Spitzengruppe dabei und wollen dort natürlich bleiben. Dafür brauchen wir gegen Stuttgart drei Punkte.

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