BVB weiter

Isak zündet die nächste Stufe

Magdeburg - Für den ersten Knalleffekt des DFB-Pokalabends sorgten die Magdeburger Fans mit einer eindrucksvollen Choreografie samt Feuerwerk auf und oberhalb der Tribüne.

Die erste Zündung schaltete jedoch der BVB, der die frühe Führung auf dem Fuß hatte. Nach einem überlegten Querpass von Marc Bartra traf erst Maximilian Philipp aus fünf Metern nur den Pfosten, im Nachschuss scheiterte der 18-jährige Alexander Isak bei seinem Startelf-Debüt (3.).

Danach verpufften die Dortmunder Bemühungen. Magdeburg stemmte sich in echter Außenseiter-Manier ins Spiel. Mehr als einen Schuss von Philipp Türpitz, den Roman Bürki im Nachfassen unter Kontrolle bekam, brachten die Platzherren zwar nicht zustande (23.). Aber sie erlaubten dem BVB bis auf eine gute Gelegenheit für Andrey Yarmolenko (22.) auch wenig. Die Dortmunder leisteten sich im Pass- und Positionsspiel ein paar Ungenauigkeiten zu viel.

Das bremste die gewünschte Dynamik. Trainer Peter Bosz spornte seine Mannen bereits nach einer Viertelstunde lautstark an, die Gastgeber bekamen von den blau-weißen Fans unter den 23.102 Zuschauern die volle Dröhnung auf die Ohren. Mit Leidenschaft versuchte der Drittligist, den Zwei-Klassen-Unterschied möglichst lange auszugleichen.

Das gelang nur bis kurz vor der Pause. Mit seiner ersten Ballberührung sorgte dann Gonzalo Castro, der kurz zuvor am für den angeschlagenen Mahmoud Dahoud in die Partie gekommen war, für das erlösende und vorerst beruhigende 1:0. Nach Yarmolenkos Flanke legte Isak im Strafraum mit dem Kopf geschickt ab, dann zappelte der Ball im Netz (42.). Dahoud wurde nach einem Schlag in den Nacken umgehend geröntgt. Kaum hatte sich Magdeburg nach Wiederanpfiff einmal in Mannschaftsstärke nach vorne getraut, konterte der BVB sehenswert. Zwei Steilpässe über Yarmolenko und Philipp, da tauchte Isak frei vor Magdeburgs Schlussmann Alexander Brunst auf und schob den Ball ganz überlegt und sicher ins hintere Toreck (47.). Für seinen Jubel sah der Schwede Gelb. Eine härtere Strafe könnte den Pyrotechnik zündelnden BVB-Fans drohen, die im DFB-Pokal unter Bewährung stehen.

Nach einer Stunde machte dann der gebürtige Magdeburger Marcel Schmelzer („Ein sehr schöner Moment, in der Heimat zu spielen“) Platz für Raphael Guerreiro, der sein Comeback nach Mittelfußbruch und dreimonatiger Pause feierte. Beide ließen mit ihren Mannschaftskollegen in der diesmal souveränen Defensive, in der auch Dan-Axel Zagadou überzeugte, nichts anbrennen. In der Schlussphase kehrte auch André Schürrle zurück. Da hatten die Schwarzgelben soeben den Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht. Nach einem Handspiel von Steffen Schäfer versenkte Yarmolenko den fälligen Strafstoß sicher unten links im Tor zum 3:0 (74.). Fünf Minuten später sorgte Marc Bartra mit dem 4:0 für ein angemessenes Resultat eines Fußballspiels, das der BVB letztlich komplett im Griff hatte. Den Schlusspunkt setzte Shinji Kagawa (90.). Die nächste Pokalrunde ist für die Woche vor Weihnachten terminiert.

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