Ex-Münchner ledert los

"Doof", "Gar nichts im Schädel": Mario Basler zerlegt FC-Bayern-Profi heftig

Michael Cuisance kann sich nach seinem Wechsel von Gladbach zum FC Bayern in München bislang nicht durchsetzen. Mario Basler kritisiert den Youngster nun harsch.

  • Michael Cuisance kam von Gladbach zum FC Bayern.
  • Franzose darf fast nur in der Dritten Liga bei den Amateuren ran.
  • Ex-Bayer Mario Basler kritisiert Cuisance harsch.

Update vom 26. März 2020: Beim FC Bayern spielt er bislang keine große Rolle - und trotzdem soll der AC Milan die Fühler nach einem FCB-Youngster ausgestreckt haben. Doch dieser hat ganze andere Pläne.

München - Er gilt als eines der größten Talente der Bundesliga - eigentlich. Denn seit Michael Cuisance von Gladbach zum FC Bayern München gewechselt ist, macht der Franzose fast kein Bundesliga-Spiel mehr. Zwei Mal wurde Cuisance beim Rekordmeister bislang eingewechselt, spielte dabei insgesamt nur 30 Minuten.

Michael Cuisance: Beim FC Bayern nur in der zweiten Mannschaft

Stattdessen kam der 20-jährige Franzose wiederholt bei der zweiten Mannschaft der Bayern in der Dritten Liga zum Einsatz, unter anderem an diesem Sonntag im Münchner Stadtderby beim TSV 1860 (1:1). Ohne dabei zu überzeugen, was bei seiner Klasse eigentlich der Anspruch von Cuisance sein müsste.

Doch es läuft nicht beim französischen U21-Nationalspieler. Das wird freilich registriert - auch von Mario Basler. Der Ex-Bayer hat den jungen Profi in der Sport1-Sendung Doppelpass nun regelrecht verbal zerlegt.

Mario Basler kritisiert Michael Cuisance harsch

„Der Cuisance hat alles richtig gemacht. Max, is‘ net bös‘ gemeint“, sagte der frühere Bayern-Star (1996 bis 1999) in Richtung des ebenfalls anwesenden Gladbach-Managers Max Eberl: „Der ist von nem Europa-League-Spieler in die Dritte Liga gewechselt. Toller Fußballer, aber an seiner Stelle würde ich mal über den Berater nachdenken.“ 

Nur selten im Bundesliga-Team im Einsatz: Michael Cuisance (li.) für den FC Bayern.

Basler, für seine teils polemischen Aussagen bekannt, redete sich richtig in Rage. „Ich meine, nochmal, ein Riesen-Talent, ein Riesen-Fußballer, aber wie kann man so doof sein und von einem Verein weggehen, bei dem er alles hat und ein Stück weit groß geworden ist?“, fragte der heute 50-Jährige in die Runde.

Das war es aber noch nicht von Basler. Der Pfälzer legte harsch nach: „Von der Europa League wegzugehen, und jetzt spielt er mit Bayern München II in der Dritten Liga. Diese Saison wird er nicht viele Einsätze beim FC Bayern in der ersten Mannschaft haben. Da muss ich mich manchmal echt fragen, was so junge Spieler im Schädel haben - wahrscheinlich gar nichts!“

Michael Cuisance gelang bei Gladbach der Durchbruch

In der Saison 2017/18 war Cuisance als damals 18-jähriger Bursche bei Gladbach durchgestartet, machte 24 Bundesliga-Spiele und bereitete zwei Treffer vor. 

In der vergangenen Spielzeit lief es für ihn im Rheinland schon schlechter, damals kam Cuisance nur noch auf elf Einsätze in der Bundesliga. Mit den „Fohlen“ wäre er jetzt aber nicht nur Tabellenführer, sondern würde eben auch in der Europa League spielen.

„Fußballerisch haben wir eine extrem hohe Meinung von ihm. Irgendwann haben wir in der Sommerperiode festgestellt, dass es doch schwieriger werden kann. Und dann haben wir für uns eine strategische Entscheidung gefällt: Gut, dann verkaufen wir ihn. Dann muss es für uns vielleicht weniger Geld geben als das, was die Zukunft noch bringen kann, wenn er mal durch die Decke gehen sollte“, erklärte Eberl bei Sport1

Eberl über Cuisance: „Du willst keinen Druck in der Kabine“

Der Gladbacher Macher meinte kryptisch weiter: „Aber wir haben heute einen Kader, mit dem wir uns komplett identifizieren können und in dem wir keine... Man hat schon genug Probleme von außen, die Presse kommt, der Ergebnisdruck kommt, dann willst du eigentlich keinen Druck in der Kabine haben wegen zu großer Unzufriedenheit von Spielern.“

Zufrieden dürfte Cuisance mit seiner aktuellen Lage beim Rekordmeister in München nicht sein. Eine Situation, die sich bei weiteren Transfers, zum Beispiel von Leroy Sané (Manchester City), oder bei einem Trainerwechsel, zum Beispiel zu Erik ten Hag, noch verschärfen könnte.

Patrick Mayer

Ebenfalls zerlegen wollte Mario Basler den Sternekoch Frank Rosin bei „Schlag den Star“. Der Kult-Kicker musste sich geschlagen geben, für ihn war allerdings Betrug im Spiel

Rubriklistenbild: © dpa / Frank Rumpenhorst

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