Niclas Füllkrug wird nach seinem zweiten Traffer für Werder Bremen von Milos Veljkovic auf die Backe geküsste.
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Da wird auch mal der Hals geküsst: Niclas Füllkrug erzielte alle drei Treffer für Werder Bremen beim 3:0-Sieg auf Schalke.

Verdienter Auswärtserfolg dank neuer Ausrichtung

Werder Bremen erlebt einen schnelleren Umbruch und besteht die Schalke-Mutprobe

Der SV Werder Bremen meldet sich zurück! Beim FC Schalke 04 gewannen die Grün-Weißen am späten Samstagabend verdient mit 3:1 (2:0). Matchwinner war Stürmer Niclas Füllkrug, der alle drei Treffer der Bremer markierte. Der Nachbericht der DeichStube*.

Gelsenkirchen – Florian Kohfeldt ist ein großer Tennis-Liebhaber. Da überraschte es nicht, dass der Coach des SV Werder Bremen in der 37. Minute die berühmte Becker-Faust auspackte und einen kurzen, aber in der fast leeren Arena deutlich hörbaren Jubelschrei ausstieß. Der vierte Offizielle hatte ihm gerade mitgeteilt, dass Werders zweiter Treffer auf Schalke vom Video-Assistenten abgenickt worden war. Das Tor ebnete den Weg zum so wichtigen Bremer 3:1-Sieg, der Wiedergutmachung für die 1:4-Auftaktpleite gegen Hertha BSC. Erleichterung bei Werder Bremen, aber keine Euphorie. Denn es war wahrlich kein großes Tennis, was das Team gegen einen arg angeschlagenen Gegner geboten hatte, sondern es war lediglich das richtige Tennis für diesen Moment.

Werder Bremen gegen Schalke 04: „Kein Sahne-Spiel“

„Kein Spiel mit viel Kombinationsfußball, kein Sahne-Spiel von uns“, gestand Kohfeldt, merkte aber umgehend an: „Man hat zu jedem Zeitpunkt gesehen, was wir machen wollten. Wir wollten schnell hinter die Schalker Kette kommen. Das haben die Jungs gut gemacht. Wir haben verdient gewonnen. Wenn wir so in dieser Art und Weise Fußball spielen, dann befinden wir uns auf einem richtigen Weg.“

Für Kohfeldt-Kenner klang das etwas überraschend, denn eigentlich steht der 37-Jährige für Ballbesitzfußball. Von diesem hatte sich der Coach auf Schalke weitestgehend verabschiedet. Denn von der ersten Sekunde an schien es das Ziel zu sein, den Ball einfach nur irgendwie in die Schalker Hälfte zu befördern, um den Gegner dort zu bearbeiten. Das sah zwar nicht immer schön aus, sondern eher wild und unkontrolliert, aber die Rechnung ging auf. Schalke machte Fehler, Werder Bremen bekam Chancen, benötigte schließlich aber zwei Standards (Ecke und Freistoß), um durch zwei Tore von Niclas Füllkrug (22./37.) verdient in Führung zu liegen.

Werder Bremen gegen Schalke 04 mit vier neuen Spielern in der Startelf

Hatte Kohfeldt gegen die Hertha noch die nötige Galligkeit seiner Mannschaft vermisst, erlebte er diesmal ein extrem giftiges Team. Es waren von ihm offenbar die richtigen Spritzen gesetzt worden – mit gleich vier neuen Spielern in der Startelf. Vor allem Füllkrug verkörperte diesen für Werder so überlebenswichtigen Kampfmodus. Aber eben auch Jean-Manuel Mbom. Der 20-Jährige durfte ausgerechnet in dieser durchaus heiklen Lage sein Bundesliga-Debüt feiern, während erfahrene Profis wie Yuya Osako draußen saßen.

Ein gewagter Schritt des Trainers, der bei einer Niederlage zunehmend in die öffentliche Kritik geraten wäre. Aber der 37-Jährige lebte einfach nur den Mut vor, den er von seinen Spielern auf dem Feld eingefordert hatte. Er schaltete im für diese Saison geplanten Umbruch einfach mal ein, zwei Gänge hoch, opferte sogar Kapitän Niklas Moisander (34). Für ihn verteidigte Marco Friedl (22) neben Milos Veljkovic (25). Dabei ging es Kohfeldt um „Körperlichkeit gegen sehr dynamische Stürmer von Schalke“. Womit er indirekt verriet, dass Moisanders eigene Dynamik mit den Jahren nachgelassen hat. Doch der Coach stellte sich sofort schützend vor seinen wichtigsten Vertrauten in der Mannschaft: „Niklas hat die Entscheidung überragend aufgenommen. Er hat vor dem Spiel die letzten Worte an die Mannschaft gerichtet, um sie zu pushen. Es zeigt, wie wir als Team zusammenstehen.“

Werder Bremen funktionierte gegen Schalke vor allem als Team

Darauf wird es in den nächsten Wochen extrem ankommen. Das Schalke-Spiel war dafür ein gutes Beispiel. Denn individuell war der Gegner eigentlich stärker besetzt. Doch Werder Bremen funktionierte als Team, konnte den im Vergleich zu anderen Partien vielleicht etwas simpleren Matchplan des Trainers besser umsetzen. Ein Einwechselspieler wie Davie Selke, der trotz seines Tores gegen Berlin seinen Startelf-Platz verloren hatte, kniete sich sofort voll rein. „Das ist es, was wir brauchen“, lobte Sportchef Frank Baumann den Teamgeist.

Spielerisch war es freilich noch weit vom anvisierten Werder-Fußball entfernt. Nach der Pause kamen die Gäste sogar gehörig ins Schwimmen. Schalke hätte die Wende schaffen können, vergab aber beste Chancen. Füllkrug beseitigte dann mit seinem Elfmeter zum 3:0 (59.) alle Zweifel am ersten Saisonsieg. Dem Ehrentreffer von Mark Uth (90.+2) folgte nur noch der Schlusspfiff. „Man sollte in der Gesamtbetrachtung andere Maßstäbe anlegen als vor zwei Jahren oder am Anfang der letzten Saison“, betonte Kohfeldt und verwies noch einmal darauf, dass viele erfahrene Spieler nicht mehr da seien. Es müsse sich alles noch finden, da würden Rückschläge wie gegen Berlin dazugehören. „Wir müssen diese Leistung von heute bestätigen“, forderte der Coach und legte den Finger damit tief in die Werder-Wunde.

Denn in der Vergangenheit fiel es der Mannschaft oftmals schwer, vor jedem Spiel in den Kampfmodus zu schalten. Zu sehr wurde sich auf spielerische Lösungen verlassen. Dafür reicht die individuelle Qualität aber nicht aus. Das Team steht erst am Anfang einer Entwicklung. Es kann noch in alle Richtungen gehen – auch schon am nächsten Samstag gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld. Aus gutem Grund wollte Kohfeldt keinen Heimsieg versprechen, aber er hätte gewiss nichts dagegen, wieder die Becker-Faust zu präsentieren. (kni)

Zur letzten Meldung vom 26. September 2020:

Wichtiger Werder-Sieg: Dreierpack! Niclas Füllkrug zerlegt Schalke 04

Gelsenkirchen - Niclas Füllkrug im Torrausch! Werder Bremen im Glück! Schalke 04 im Chaos! Mit drei Treffern war Torjäger Füllkrug am Samstag der Hauptdarsteller beim klaren Bremer 3:1 (2:0)-Sieg auf Schalke. Während Werder nach dem ersten Sieg der Saison durchatmen kann, steht bei den Königsblauen wohl ein Trainerwechsel an. Nach saisonübergreifend nun schon 18 sieglosen Spielen und 1:11 Toren in den ersten beiden Partien der neuen Saison ist David Wagner wohl nicht mehr zu retten.

Die Trainerdiskussion bei Schalke 04 war im Vorfeld nur eine der Zutaten, die die Partie besonders brisant machten. Beide Teams waren katastrophal in die Saison gestartet, bei Schalke gab es in Person von Amine Harit einen Tag vor der Partie einen positiven Corona-Fall, zudem mussten kurzfristig die Zuschauer ausgesperrt werden. Der 7-Tage-Inzidenzwert hatte in der Nacht vor dem Spiel wieder die kritische Marke von 35 überschritten. Und dann musste auch noch Florian Kohfeldt darüber nachdenken, ob ihm die Werder-Fans nach dem 1:4 gegen Hertha BSC zum Saisonauftakt eine weitere Pleite verzeihen würden.

Werder Bremen: Dem Ausrufezeichen in der Startelf folgt ein engagierter Auftritt gegen Schalke 04

Kohfeldt setzte dann auch das erste Bremer Ausrufezeichen. Mit vier Änderungen in der Startelf machte er klar, dass er das 1:4 nicht so einfach hinnehmen wollte. Der Werder-Coach beorderte Kapitän Niklas Moisander auf die Bank und installierte eine Innenverteidigung, die ein Fingerzeig für die Zukunft sein kann. Marco Friedl (22) und Milos Veljkovic (25) bildeten das Gespann im Abwehrzentrum. Nächste Überraschung: Jean-Manuel Mbom feierte seine Bundesliga-Premiere, der 20-Jährige agierte auf der rechten Halbposition im Mittelfeld. Im Zentrum bekam Leonardo Bittencourt den Vorzug vor Yuya Osako. Und die vierte Änderung betraf den Sturm, wo Füllkrug als vorderste Spitze Davie Selke verdrängte. Neuzugang Tahith Chong blieb dagegen auf der Bank.

Mindestens zwei dieser Entscheidungen erwiesen sich als goldrichtig. Zum einen brachte der aggressive Debütant Mbom jene Mentalität auf den Platz, die der Mannschaft gegen die Hertha eine Woche zuvor noch gefehlt hatte. Zum anderen zeigte Füllkrug, dass er eine Qualität mitbringt, über die kein anderer Spieler im Kader verfügt. Es ist die Qualität eines Top-Torjägers.
Siehe das 1:0. Nach Eckball des starken Ludwig Augustinsson köpfte Josh Sargent in die Mitte, wo Füllkrug sich perfekt in Position gebracht hatte und den Ball ins Tor lenkte (22.). Siehe auch das 2:0. Diesmal war es ein Augustinsson-Freistoß, den der Mittelstürmer per Kopf über die Linie wuchtete (37.). Toller Doppelpack des Bremers. Allerdings gehört auch zur Wahrheit, dass das Schalker Abwehrverhalten in beiden Fällen sehr der beim 0:8 gegen Bayern München gezeigten Leistung ähnelte.
Aber nach dem von Werder Bremen ebenfalls in den Sand gesetzten Saisonauftakt war es keine Selbstverständlichkeit, dass die Gäste die Verunsicherung der Platzherren auszunutzen wussten. Schon nach zehn Minuten hatte Sargent die erste Chance zur Führung, traf zentral vor dem Tor aber den Ball nicht. Füllkrug vergab zwischen dem 1:0 und 2:0 eine weitere Möglichkeit, als er bei einem Konter nur das Außennetz traf (29.).

Werder Bremen gegen Schalke 04: Ozan Kabak unsportlich - Spuckattacke, Elfmeter-Verursacher und Platzverweis

Zu einem echten Aufreger auf dem Platz hätte zudem eine Spuckattacke von Schalke-Verteidiger Ozan Kabak gegen Augustinsson werden können – wenn es denn jemand gesehen hätte. Nur die TV-Kameras fingen die Szene in der 26. Minute ein, für die Kabak nun vermutlich noch nachträglich bestraft wird. Es könnte ein weiterer Akt im königsblauen Drama werden.
In der zweiten Halbzeit deutete sich zunächst aber an, dass Werder Bremen noch ein Drama erleben könnte. Denn die Bremer ließen plötzlich Schalker Chancen zu – ziemlich gute sogar. Der gerade eingewechselte Vedad Ibisevic köpfte völlig freistehend am Bremer Tor vorbei (52.), Nassim Boujellab verzog aus aussichtsreicher Position (54.) und Werder-Keeper Jiri Pavlenka musste gegen Ibisevic Kopf und Kragen riskieren (55.). Drei Chancen in etwas mehr als drei Minuten – Werder, das eine Halbzeit lang das aggressivere, bessere Team gewesen war, reichte Schalke plötzlich durch fahriges Abwehrverhalten die Einladung, zurück ins Spiel zu kommen. Aber Schalke lehnte ab.

Nur wenig später war dann alles gelaufen. Kabak, der „Spucker“, riss Niclas Füllkrug (wieder nach einer Augustinsson-Hereingabe) im Strafraum zu Boden – und weil der Bremer sich dabei knapp nicht im Abseits gestanden hatte, durfte er zum Elfmeter antreten. Anlauf, Schuss, Dreierpack perfekt, Sieg eingetütet (59.). Der Rest der Partie ist schnell erzählt: Josh Sargent verpasste das 4:0 (78.), Kabak flog dann doch vom Platz - Gelb-Rot in Minute 84 – und Mark Uth gelang noch der Ehrentreffer (90.+2). (csa)

Werder Bremen schlägt Schalke 04 deutlich: Der Live-Ticker zum Nachlesen!

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20.22 Uhr: Schönes Ding! Werder holt im Krisenduell mit Schalke den ersten Dreier der Saison. Schön anzusehen war das spielerisch nicht immer, aber die Standards haben heute den Ausschlag gegeben. Immer wieder war Füllkrug zur Stelle, der einen Dreierpack schnürte. In der Schlussminute traf Uth zur Ergebniskorrektur. Am Ende bleibt hier der 3:1-Sieg aus Werder-Sicht stehen.

90. + 2 Min: Abpfiff! Unmittelbar nach dem Treffer ist das Spiel vorbei. Werder gewinnt mit 3:1 beim FC Schalke 04.

90. + 2 Min: Tor! Mark Uth trifft per Direktabnahme vor der Strafraumkante zum 1:3.

90. + 1 Min: Zwei Minuten werden nachgespielt.

90. Min: Mbom darf sich nun auch ausruhen. Für ihn kommt Osako.

89. Min: Hier kann nichts mehr anbrennen. Wie viel Minuten gibt es Nachschlag?

87. Min: Nächster Doppelwechsel bei Werder. Groß und Chong dürfen noch ein paar Minuten sammeln. Sargent und Klaassen haben Feierabend.

86. Min: War der Platzverweis der letzte Aufreger der heutigen Partie oder stürzt Werder Schalke noch tiefer in das Tal der Tränen?

84. Min: Gelb-Rot für Kabak! Der Schalker blockt Selke und fliegt für das taktische Foul folgerichtig vom Platz.

81. Min: Rudy hat auf dem rechten Flügel ein wenig Zeit und versucht Boujellab im Fünfmeterraum zu finden, doch Pavlenka passt auf und sichert den Ball.

80. Min: Die Schlussphase läuft. Kann Werder Schalkes letzten Willen brechen?

79. Min: Wegen Meckerns sieht Klaassen Gelb.

78. Min: Auf der Gegenseite können es die Bremer besser machen. Augustinsson bringt den Ball ganz lang auf den zweiten Pfosten, wo Sargent lauert. Der US-Amerikaner will per Kopf einnicken, hat seine Rechnung jedoch ohne Fährmann gemacht. Der Schalker Schlussmann ist zur Stelle und verhindert Schlimmeres.

77. Min: Doch auch nach Standards geht nichts für die Schalker.

76. Min: Vielleicht geht mal etwas für die Schalker nach einem Freistoß. Gebre Selassie blockt Paciencia auf dem linken Flügel.

73. Min: Aufregung im Schalker Strafraum! Jojo Eggestein bleibt nach einem Zusammenprall mit Fährmann liegen. Dazu kam es, weil Selke schön halbhoch in den Fünfer spielte. Sowohl der Schalker Schlussmann als auch der Bremer Angreifer wollten zum Ball und rasselten ein wenig ineinander. Mbom hat sich in der Szene zu doll aufgeregt und sieht wegen Meckerns Gelb!

72. Min: Auch im zweiten Durchgang haben die Hausherren mehr Ballbesitz, doch ohne zwingende Chancen bringt ihnen das wenig. Werder stellt weiterhin geschickt die Anspielstationen zu und zwingt Schalke zu einfachen Ballverlusten.

70. Min: Obwohl die Situation ausweglos erscheint, gibt Schalke nicht auf. Sie suchen ihr Glück in der Offensive, finden gegen die tiefstehenden Bremer bisher keine Lösung.

67. Min: Doppelwechsel von Kohfeldt. Der Mann des Spiels, Niclas Füllkrug, wird durch Davie Selke ersetzt. Bittencourt macht Platz für Jojo Eggestein.

66. Min: Trotz der 3:0-Führung für die Bremer. Aus dem Spiel heraus können sich die Männer von Florian Kohfeldt ganz selten in gefährliche Situationen bringen.

65. Min: Werder muss hier gar nicht mehr viel machen. Die Gäste können sich anschauen, was die Schalker noch im Köcher haben.

64. Min: Schalke mal wieder mit einer Ecke.

63. Min: Bricht Schalke jetzt völlig auseinander? Bentaleb lässt seinem Frust freien Lauf und sieht für hartes Einsteigen gegen Bittencourt Gelb.

60. Min: Wichtig für Grün-Weiß. Die Gäste treffen in der Schalker Drangphase zur Vorentscheidung. Das müsste doch für den Sieg reichen.

Werder Bremen gegen Schalke 04 im Live-Ticker: Füllkrug schnürt den Dreierpack!

59. Min: Toooooooooor! Der Gefoulte tritt selber an und trifft zum 3:0!

58. Min: Elfmeter für Werder! Kabak schubst Füllkrug im Strafraum um. Trotzdem gibt es hier noch Diskussionen, ob Füllkrug nicht im Abseits stand. Laut VAR war es kein Abseits - nehmen wir gerne an!

55. Min: Werder ist hier zu passiv! Im Strafraum kommt urplötzlich Boujellab an den Ball und bringt das Spielgerät fast in Pavlenkas Kasten unter! Zum Glück wird das Spielgerät ein wenig abgefälscht und landet neben dem Pfosten. Danach will Boujellab einen Konter unterbinden und sieht noch Gelb.

53. Min: Und auf einmal gibt es die beste Schalker Gelegenheit! Paciencia flankt den auf den Elfmeterpunkt. Ibisevic steht völlig frei und köpft das Spielgerät nur knapp neben den Pfosten. Pavlenka wäre da wohl nicht mehr rangekommen! Glück für Werder.

52. Min: Boujellab holt immerhin mal wieder eine Ecke für S04 heraus.

51. Min: Wie in Durchgang Nummer eins spielt sich viel im Mittelfeld ab. Raumgewinne, Pässe in die Tiefe oder eine zündende Idee - all das vermissen wir auf beiden Seiten.

49. Min: Schalke kommt weiterhin nicht in die gefährlichen Räume. Sobald Werder hinten geordnet steht, ist für Königsblau Feierabend. Aus dem Spiel kann sich Schalke kaum etwas kreieren.

48. Min: Werder denkt hier gar nicht dran, läuferisch einen Gang zurückzuschalten. Mit dem frühen Anlaufen haben die Hausherren weiter ihre Probleme.

47. Min: Kann Schalke-Coach David Wagner mit dem Doppelwechsel nochmal einen neuen Impuls setzen?

Werder Bremen gegen Schalke 04 im Live-Ticker: Weiter geht es in Halbzeit zwei!

46. Min: Und weiter geht es auf Schalke! Raman und Stambouli bleiben in der Kabine. Ibisevic und Sané ersetzen die sie.

19.20 Uhr: Mit der ersten Halbzeit können die Grüb-Weißen durchaus zufrieden sein. Von Anfang an haben sich die Gäste von der Weser als aktivere Mannschaft präsentiert. Ihren Matchplan konnten sie der Partie dennoch nicht wirklich aufdrücken - zu viel Geplänkel im Mittelfeld hat es den Offensivbemühungen auf beiden Seiten schwer gemacht. Trotzdem: Werder hat sich nicht von der Zweikampfhärte beirren lassen und nutzte stattdessen die sich bietenden Standardsituation. Eingeladen von einer schlecht zugeordneten Schalker Hintermannschaft durfte Füllkrug nach den vielen Standards zweimal jubeln.

19.19 Uhr: Halbzeit! Werder Bremen geht mit einer 2:0-Führung in die Pause.

45. + 2 Min: Werder macht das geschickt. Sie lassen den Königsblauen kaum Platz und versuchen bei Ballgewinn zügig in die gefährlichen Räume zu kommen.

45. Min: Zwei Minuten gibt es in Durchgang eins obendrauf.

43. Min: Schöne Eckenvariante der Hausherren. Rudy spielt den Standard flach in den Rückraum, wo Raman lauert. In seinen Schussversuch werfen sich jedoch diverse Bremer!

41. Min: Kann Schalke nochmal rankommen? Im Moment spricht nicht wirklich viel dafür.

Werder Bremen gegen Schalke 04 im Live-Ticker: Niclas Füllkrug schnürt den Doppelpack

38. Min: Der Standard wurde übrigens von Augustinsson getreten. Der Treffer wurde zudem vom VAR überprüft, ob eine Abseitssituation vorlagt. Paciencia hebt ein mögliches Abseits jedoch auf und somit zählt der Treffer völlig zurecht!

37. Min: Werder legt nach! Mal wieder trifft Werder nach einem Standard. Füllkrug nickt mit dem Kopf zum 2:0 ein.

36. Min: Bei Schmidt sitzen die Karten nun etwas lockerer. Stambouli blockt Mbom und sieht die nächste Gelbe!

35. Min: Erste Verwarnung der Partie. Paciencia bekommt fürs Nachtreten gegen Klaassen Gelb.

34. Min: Schalke immerhin mal wieder mit einem Abschluss. Oczipka kommt nach einem leichtfertigen Ballverlust der Gäste in aussichtsreicher Position vor dem Strafraum in Ballbesitz. Sein Versuch - eine Mischung aus Abschluss und Hereingabe - kullert am Pfosten vorbei.

32. Min: Da war mehr drin! Bittencourt steckt elegant zu Augustinsson durch, doch der Schwede kann die Hereingabe am Sechzehner nicht in die Mitte bringen - sein zweiter Versuch bringt immerhin noch eine Ecke ein.

31. Min: Schalke knabbert noch immer am Rückstand. Die Verunsicherung ist den Königsblauen deutlich anzumerken. Wenn sich Werder geschickt anstellt, können sie daraus Profit schlagen.

29. Min: Schöne Szene von Füllkrug. Sargent schickt seinen Sturmkollegen in die Tiefe. Auf dem Weg in den Strafraum hängt der Bremer Oczipka ab und zieht flach ab - der Ball schlägt knapp neben dem Außenpfosten ein. Schade!

27. Min: Auch wenn es Abseits war: nächste gute Standardsituation der Bremer. Nach dem Standard aus dem Halbfeld kommt abermals Sargent zum Kopfball, der das Spielgerät auf den Kasten bringt. Fährmann wäre aber zur Stelle gewesen.

26. Min: Kabak hat genug gesehen und unterbindet einen möglichen Konter indem er Augustinsson an der Seitenlinie legt. Freistoß im Halbfeld für die Gäste von der Weser.

25. Min: Werder macht direkt weiter Druck, während Schalke die Verunsicherung doch sichtlich anzumerken ist.

Werder Bremen gegen Schalke 04 im Live-Ticker: Niclas Füllkrug trifft zur Führung!

22. Min: Nach einer Ecke landet die Flanke auf dem Kopf von Sargent, der den Ball gen Fährmann bringt. Im Fünfmeterraum lauert Füllkrug, der den Ball über die Linie spitzelt - gut gemacht vom Bremer!

22. Min: Tooooooooor! Werder Bremen geht durch Füllkrug 1:0 in Führung!

20. Min Rudy schlägt einen Standard aus dem Halbfeld auf den im Strafraum lauernden Pacienca, der völlig frei zum Kopfball kommt. Pavlenka packt jedoch sicher zu, ehe der Abseitspfiff von Schiri Schmidt ertönt.

19. Min: Uth sichert sich eine Flanke von Oczipka im Sechzehner, doch Veljkovic und Friedl passen auf und kochen den Schalker ab.

18. Min: Durch ein paar schöne Kombinationen holen sich die Hausherren ein wenig Sicherheit und setzen sich langsam in der Hälfte der Bremer fest.

17. Min: Doch auch der Standard bringt nichts ein. Zwar landet der Bremer Klärungsversuch bei den Schalkern, doch der Schuss aus der zweiten Reihe wird geblockt und stellt Pavkenka vor keinerlei Probleme.

16. Min: Schalke erarbeitet sich eine Ecke, anders kann man das hier nicht bezeichnen.

Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 im Live-Ticker: Königsblau verunsichert, Grün-Weiß bemüht.

14. Min: Was beide Teams spielerisch anbieten ist dennoch schwere Kost. Bis hierhin ist es das erwartete Kampfspiel.

11. Min: Schalke wirkt hier phasenweise sehr verunsichert.

10. Min: Was macht Sargent denn da? Stambouli verliert im Spielaufbau den Ball an Bittencourt, der schnell schaltet und den parallel laufenden Sargent im Sechzehner sieht. Bittencourts Hereingabe kann Sargent - ziemlich unbedrängt - nicht richtig verarbeiten! Sein Schussversuch kullert in Richtung Fährmann. Da war mehr drin.

8. Min: Der erste Hauch einer Chance ist im Schalker Strafraum zu verzeichnen. Ausgangspunkt ist Mbom, der sich auf dem Flügel gegen Oczipka behaupten kann und in der Mitte Füllkrug sucht. Der Bremer Angreifer kann den Ball jedoch nicht richtig verarbeiten, weil Stambouli eng am Mann verteidigt. Fährmann kann den Kullerball einfach aufnehmen.

8. Min: Die kleinen Fouls ziehen sich doch sehr stark durch die bisherige Partie - ein richtiger Spielfluss kommt so natürlich nicht auf.

6. Min: In den ersten Minuten gibt es für alle Akteure ordentlich auf die Knochen. Diesmal bekommt Bentaleb einen Ellenbogen von Mbom ins Gesicht. Freistoß in der eigenen Hälfte für S04.

4. Min: Die Unsicherheit ist den Mannschaften dennoch anzumerken. Schalke versucht es mit einem Ball in Tiefe zu Raman, doch der Flachpass von Bentaleb wird viel zu lang - Abstoß Pavlenka.

2. Min: Die Laufbereitschaft kann man den Bremer zu Beginn nicht absprechen. Die Grün-Weißen versuchen die Hausherren früh unter Druck zu setzen. Schalke möchte verständlicher Weise kein Risiko gehen und versucht sich mit langen Bällen dem Werder-Pressing zu entziehen.

1. Min: In den ersten Augenblicken der Partie wird eines ganz deutlich: Mbom darf sich heute auf der Acht probieren.

1. Min: Anpfiff - endlich rollt der Ball! Schalke beginnt das Match.

Werder Bremen gegen den 1. FC Schalke 04 im Live-Ticker: Anpfiff - der Ball rollt!

18.28 Uhr: Der Schiedsrichter nimmt noch einmal kurz die Stollen unter die Lupe, dann kann es losgehen.

18.27 Uhr: Die Mannschaften betreten den Rasen.

18.25 Uhr: In fünf Minuten geht es los. Sollen wir uns freuen oder sollen wir Angst haben? Gleich sind wir schlauer.

18.20 Uhr: Bevor es gleich auf dem Rasen zur Sache geht, wollen wir selbstverständlich auch noch Clemens Fritz zu Wort kommen lassen: „Wir erwarten heute einen aggressiven Gegner und müssen sehr aufmerksam sein. Die Mannschaft ist gut vorbereitet und muss jetzt die Leidenschaft auf den Platz bringen.“

18.17 Uhr: Nun aber zurück zu den harten Fakten: Schiedsrichter der heutigen Partie ist Markus Schmidt aus Stuttgart. Als Assistenten stehen ihm Christof Günsch und Dominik Schaal zur Seite. Vierter Offizieller ist Guido Kleve. Im Kölner Videokeller nimmt Sascha Stegemann Platz.

18.14 Uhr: Doch nicht nur Kohfeldt darf zum Interview - jetzt ist Jochen Schneider dran. „Der Auftakt war katastrophal. Heute ist wichtig, dass das Team ein anderes Gesicht zeigt“, erklärt Schneider. Auf die Frage, ob es nach einer erneuten Niederlage zu Konsequenzen kommt, möchte der Schalker lieber nicht antworten. Ist das die Rückendeckung, die sich ein Trainer wünscht?

18.09 Uhr: Eben jenen Mut müssen sich Grün-Weißen erst wieder erarbeiten, erklärt Kohfeldt. Was ja auch irgendwie verständlich ist, wenn wir uns die letzte Saison angucken. Trotzdem: Werder darf sich nicht wie im letzten Match den Schneid abkaufen.

18.06 Uhr: Droht wieder eine Zittersaison? Diese Frage stellt sich den Bremern. „Ich bin auf jeden Fall davon überzeugt, dass wir einen anderen Weg gehen werden“, ist sich Werder-Coach Florian Kohfeldt sicher. „Wir wollen einen aktiven, offensiven Fußball spielen. In der letzten Woche hat das ein wenig gefehlt. Daran müssen wir arbeiten." So steht der Werder-Trainer den Kollegen von Sky gerade Rede und Antwort. Laut Kohfeldt war es letzte Woche zudem kein Einstellungsproblem - lediglich der Mut hat gefehlt.

18.04 Uhr: Wagner, dem beim 0:8 gegen Bayern München schwere taktische Fehler vorgeworfen worden waren, verspricht heute ein anderes Auftreten seines Teams: „Wir werden ein anderes Gesicht zeigen, davon bin ich überzeugt. Heute müssen die Grundtugenden wie Lauf- und Zweikampfstärke stimmen, dann haben wir eine Basis.“

18.02 Uhr: Wer behält im heutigen „Topspiel“ die Oberhand? Wie stark sind die Mannschaften wirklich? Was den Bremern Mut machen sollte: Letzte Saison haben sie 71 Prozent ihrer Punkte in der Ferne geholt. Damit könnten die Grün-Weißen heute also direkt wieder anknüpfen.

17.59 Uhr: Nach Einschätzung von Sky-Experte Lothar Matthäus ist das Spiel heute möglicherweise das letzte von David Wagner als Schalke-Trainer. „Wenn er heute keinen Erfolg einfährt, ist er nicht mehr zu halten“, sagte der Rekordnationalspieler.

17.55 Uhr: Noch ein kleiner Fun-Fact zum Werder-Kader. Neuzugang Patrick Erras und Romano Schmid haben nicht den Sprung in den Kader geschafft.

17.52 Uhr: Sollte es für die Bremer heute mit einem Dreier klappen, könnten die schlechten Geister der vergangenen Saison vertrieben werden - zumindest ein wenig. Denn der maue Werder-Auftritt zum Saisonbeginn hat doch ein wenig an die letzte Seuchensaison erinnert. Wenn es nach Kohfeldt, Baumann und Co. geht, darf damit ruhig Schluss sein.

17.51 Uhr: Und als wäre diese Ausgangssituation nicht schon schlimm genug, müssen die Schalker in ihrem Heimspiel auf Fans verzichten. Die Corona-Fälle haben den kritischen Grenzwert überschritten und so kommt es heute zum Geisterspiel.

17.48 Uhr: Apropos Schalke: Die Königsblauen warten saisonübergreifend seit 17 (!) Spielen in der Bundesliga auf ein Erfolgserlebnis. Mit einer Niederlage verschärft sich die Krise der Knappen natürlich arg. Doch schon vor dem Anpfiff steht Trainer David Wagner massiv in Kritik. Ist es heute bereits ein Do-or-Die-Spiel für den Coach der Schalker?

17.46 Uhr: Die Königsblauen treten trotz des Corona-Falls im Team – laut „Bild“ handelt es sich um Amin Harit – mit der bestmöglichen Aufstellung auf.

17.43 Uhr: In der Viererkette ersetzt Veljkovic Routinier Moisander, die Innenverteidigung bilden als Marco Friedl und Veljkovic. Im Angriff bekommt Füllkrug, den Kohfeldt zuletzt noch nicht bei hundert Prozent Fitness gesehen hatte, den Vorzug vor Selke, der gegen die Hertha den Ehrentreffer geköpft, insgesamt aber nicht überzeugt hatte. Und Bittencourt übernimmt im Mittelfeld von Osako – vielleicht ein gutes Omen, denn Bittencourt war es, der in der Rückrunde der vergangenen Saison beim wichtigen Bremer 1:0-Sieg auf Schalke das Siegtor erzielt hatte.

17.41 Uhr: Besonders überraschend ist die Aufstellung von Mbom, der 20-Jährige galt während der Vorbereitung als Back-up für Rechtsverteidiger Theo Gebre Selassie, nun steht er gemeinsam mit dem Tschechen auf dem Platz. In welcher Rolle? Abwarten.

17.38 Uhr: Aus seiner Reaktion auf die 1:4-Pleite gegen Hertha BSC zum Saisonauftakt hatte Florian Kohfeldt ein Geheimnis gemacht. „Welche Konsequenzen wir dann gezogen haben, werden wir am Samstag sehen“, hatte der Trainer des SV Werder vor dem Spiel bei Schalke 04 gesagt. Und bitte: Hier sind die (personellen) Konsequenzen a la Kohfeldt! Kapitän Niklas Moisander ist raus, Tahith Chong ist raus, Davie Selke ist raus und der umstrittene Yuya Osako ist auch raus. Dafür rücken Milos Veljkovic, Niclas Füllkrug, Bundesliga-Debütant Jean-Manuel Mbom und Leonardo Bittencourt in die Startelf. Zusammen vier krachende Änderungen, mit denen der Coach seine Unzufriedenheit mit dem Team der Vorwoche dokumentiert.

17.35 Uhr: Unser Blick wandert aber erstmal zu den Grün-Weißen zurück. Denn Florian Kohfeldt überrascht uns mit vier Veränderungen!

Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 im Live-Ticker: So sehen die Aufstellungen aus!

17.32 Uhr: Die Hausherren lassen auch nicht lange auf sich warten. So stellt Schalke-Coach Wagner auf.

17.30 Uhr: Wie versprochen, kommt jetzt die Anfangself von Werder-Trainer Florian Kohfeldt: Pavlenka - Augustinsson, Friedl, Veljkovic, Gebre Selassie - Mbom, Maxi Eggestein, Klaassen, Bittencourt - Füllkrug, Sargent. Auf der Werder-Bank nehmen Kapino, Osako, Selke, Agu, Moisander, Chong, Jojo Eggestein, Groß und Woltemade Platz.

17.25 Uhr: In knapp fünf Minuten wissen wir, wer heute den Sieg für die Männer von Florian Kohfeldt eintüten soll.

17.22 Uhr: Wir müssen gar nicht lange drumherum reden: Sowohl die königsblauen Hausherren als auch die grün-weißen Gäste haben sich zum Saisonauftakt nicht mit Ruhm bekleckert. Werder hat zu Hause mit 1:4 gegen Hertha BSC verloren, während Schalke 0:8 gegen den FC Bayern München unterging. Was können wir von den Mannschaften im direkten Aufeinandertreffen erwarten?

17.20 Uhr: Freunde, herzlich willkommen zum Samstagabendmatch! Vor der Saison als Topspiel angesetzt, kommt es bereits am 2. Spieltag zum Krisenduell zwischen Werder Bremen und den FC Schalke 04!

Der SV Werder Bremen spielt am zweiten Spieltag auswärts gegen den FC Schalke 04 - es ist bereits jetzt ein Krisengipfel in der Fußball-Bundesliga. Dabei trägt es das Label Topspiel der Woche. Verfolgt die Partie im Live-Ticker der DeichStube*! Anstoß ist am heutigen Samstag um 18.30 Uhr in der Veltins-Arena. Der Live-Ticker startet gegen 17.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften!

Zum Vorbericht vom 24. September 2020:

Nach dem Fehlstart will Werder-Trainer Florian Kohfeldt gegen Schalke 04 zurück in den „Alles-oder-nichts-Modus“

Der SV Werder Bremen spielt am zweiten Bundesliga-Spieltag auswärts gegen den FC Schalke 04 - und schon jetzt geht es um Wiedergutmachung. Der Vorbericht der DeichStube*.

Bremen – So nicht noch mal! Nach dem Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison fordert Werder-Trainer Florian Kohfeldt von seiner Mannschaft am Samstag im Spiel bei Schalke 04 eine deutliche Leistungssteigerung. Was auch sonst nach dem völlig missratenen Auftakt des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC? „Wir müssen wieder in diesen Alles-oder-nichts-Modus finden, sonst gewinnen wir kein Bundesliga-Spiel“, erklärte der 37-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem zweiten Spieltag – und als Zuhörer fühlte man sich zurückversetzt in so manchen Moment der vergangenen Saison, als ähnliche Wandlungen gepredigt wurden.

Aber klar: Wenn die Mannschaft schon so spielt wie früher, wird der Trainer auch so reden wie früher. Aber etwas war doch anders: Der Schutzwall, den Kohfeldt sonst gewohnheitsmäßig um seine Spieler zog, ist weg. Die hatten das 1:4 gegen Hertha herbeigeführt, weil sie nichts von dem umgesetzt hatten, was der Trainer sehen wollte. „Das war schlecht, ich war sauer“, sagte Kohfeldt – und er sagte es nicht nur einmal. Sauer, sauer, sauer – immer wieder. Es ist deshalb sicher anzunehmen, dass die Aufarbeitung des ersten Spiels keine Freude war für die Spieler des SV Werder Bremen. Und es ist klar, dass es eine Wiederholung gegen Schalke 04 nicht geben darf. Kohfeldt: „Ich kann jeden verstehen, der nach dem Hertha-Spiel gesagt hat: ,Boah, war das langweilig.' Aber ich will nicht langweiligen Fußball spielen lassen.“

Werder Bremen gegen Schalke 04: Bundesliga-Auftakt erinnert an Re-Start nach Corona-Pause

Die Mannschaft hatte es trotzdem gemacht – und weder Kohfeldt noch Sportchef Frank Baumann schonten sie im Rückblick. „Das war nicht mutig, das war nicht aggressiv, das war nicht leidenschaftlich. Wir haben zu viel hintenrum gespielt, aber genau dieser Sicherheitsgedanke darf nicht sein“, schimpfte Kohfeldt. „Da hat der eine dies und der andere das gemacht“, kritisierte Baumann.

Die Situation nach dem ersten Spieltag ähnelt sehr der nach der 26. Runde der vergangenen Spielzeit. Es war der Re-Start nach der Corona-Pause, und Werder Bremen hatte sich gegen Bayer Leverkusen die gleiche Klatsche abgeholt wie nun gegen die Hertha. 1:4 hieß es in beiden Fällen. Jeweils war Kohfeldt sauer, sauer, sauer. Aber man erinnere sich: Nach der Leverkusen-Lektion berappelten sich die Bremer, landeten in der Nach-Corona-Tabelle letztlich sogar auf Platz neun. Hertha war aber „wieder wie vor Corona – und da will ich nicht wieder hin“, grollte Kohfeldt vor dem Spiel gegen Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr, Live-Ticker der DeichStube).

Werder Bremen gegen Schalke 04: Startelf-Änderungen? Florian Kohfeldt deutet personelle Wechsel an

Wollen und Können – es ist ein scheinbar ewiges Thema bei Werder. Einige Fans hat der Bundesliga-Fehlstart jedenfalls schon wieder meganervös gemacht, nicht wenige posaunen in den Internetforen die Forderung nach einer Ablösung des Trainers heraus. Doch anders als auf Schalke, wo Coach David Wagner schon vor einem Schicksalsspiel steht, wird es eine Trainerdiskussion „bei uns nicht geben“, sagt Sportchef Frank Baumann. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die, die Kohfeldts Entlassung fordern, auch Baumann gehen sehen wollen. Der Trainer hält dies für „frühen Fatalismus“ und für „nicht richtig“.

Doch Kohfeldt weiß auch, dass niemand anderes als die Mannschaft – deren führender Kopf er ist – selbst die Trends setzt. Mit Leistungen, mit Ergebnissen. Beides muss bei Werder Samstag gegen Schalke 04 stimmen, um nicht schon nach Spieltag zwei alle bösen Geister der vergangenen Saison wieder zu wecken. Welches Personal der Coach des SV Werder Bremen für die Aufgabe gegen die von den Bayern mit 8:0 verprügelten Schalker auswählen wird, hält er wie immer geheim. Wie immer nach deftigen Niederlagen deutet er aber personelle Wechsel an – die in der Vergangenheit mal kamen und mal nicht. „Welche Konsequenzen wir dann gezogen haben, werden wir am Samstag sehen“, meinte Kohfeldt. Klar ist aber: Milot Rashica fehlt Werder weiter verletzt. (csa) *DeichStube.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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