Symbolbild mit verschiedenen Bällen, Tennisschläger und Glücksschwein.
+
Mögen Bälle und Schläger nicht mehr lange ruhen in 2021 - das ist die Hoffnung vieler Sportler und Funktionäre im Kreis Recklinghausen.

Wünsche für 2021

„Alles soll in diesem Jahr besser werden - auch sportlich“

Alle Autoren
    schließen
  • Meike Holz
    Meike Holz
  • Peter Koopmann
    Peter Koopmann
  • Jochen Börger
    Jochen Börger

Die erste Woche des neuen Jahres ist angebrochen: Was sich Sportler und Funktionäre aus dem Kreis Recklinghausen für 2021 Jahr wünschen, ist offensichtlich: Sie wollen endlich wieder Sport treiben.

  • Sportler, Trainer und Funktionäre blicken aufs Jahr 2020 und äußern Wünsche für die nächsten Monate
  • Dank des guten Zusammenhalts in den Vereinen gut durch die Krise
  • Menschen sollen geduldig bleiben, um alsbald auf die Plätze und in die Hallen zurückzukehren

Da ist beispielsweise der Verbandsfunktionär. Peter Duscha, Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV) Oer-Erkenschwick, hatte am vergangenen Samstag Grund zum Feiern – er wurde 60 Jahre alt. In „dienstlicher Mission“ blickt der SSV-Chef, gleichzeitig auch Ehrenvorsitzender des KSV 20 Erkenschwick, eher mit ernster Miene auf das Jahr 2020 zurück. „Was ich mir für dieses Jahr wünsche, ist einfach ein schneller Spiel- und Trainingsbetrieb für alle“, sagt Duscha. Und er hegt noch eine weitere Hoffnung: Dass die traditionellen „Spiele der Freundschaft“, ein sportlicher Wettbewerb von Jugendteams aus den Partnerstädten, 2021 in Lübbenau (Brandenburg) stattfinden können. „Aber letztlich bleibt uns nichts als nur abzuwarten.“

Und dann gibt es den Fußball-Schiedsrichter. Hans-Georg Bintakies pfeift für den SV Borussia Ahsen. „Mein Resümee für das vergangene Jahr: Überall war es schlecht, alles ist zum Erliegen gekommen – im Beruf und im Sport.“ Dafür hat der Niederlassungsleiter einer Spedition ein neues Hobby entdeckt, das Radfahren. „Ich habe an der Ruhrpott-Challenge teilgenommen und schnell die 501 Kilometer geschafft“, sagt er stolz. Für 2021 wünscht er sich: „Dass wir im März, April wieder Sport machen können und dass alle gesund bleiben.“

Den Trainerstand vertritt Ibrahim Karadag, Coach des FC Spvgg. Oberwiese. „Im Rückblick ist das Jahr nicht rosig verlaufen“, meint er. Beruflich, so räumt er ein, sei das Jahr für ihn noch glimpflich gewesen. Er arbeitet in der Versicherungsbranche und war nur vom ersten Lockdown betroffen. „Aber jetzt sitzt man im Büro und kann gewisse Sicherheitsmaßnahmen treffen.“ Sein Wunsch für 2021: „Ich hoffe, dass es besser wird – auch sportlich.“

Dieses Lied stimmt auch die Sportlerin an. Ann-Kathrin Kessler, Torhüterin der Bezirksliga-Fußballerinnen der DJK Spvgg. Herten, hofft „möglichst bald wieder trainieren zu dürfen.“ Die 22-Jährige möchte wieder – mit dem nötigen Abstand – in der Gemeinschaft aktiv werden „und mal was anderes sehen“, räumt sie offen ein. Denn die soziale Distanz im Studium und in der Freizeit „macht einfach keinen Spaß mehr“.

Ann-Kathrin Kessler, die im Frühjahr 2020 mit einer langwierigen Verletzung zu kämpfen hatte und vor dem ersten Lockdown lediglich ein Spiel bestreiten konnte, hat nachgerechnet. Genau 68 Tage dauerte die erste Zwangspause. „Im zweiten Lockdown haben wir diese Zahl schon überschritten“, bedauert die Fußballerin, die 2020 als schwieriges und ernüchterndes Jahr abgehakt hat.

Aus dem Kalender gestrichen hat der Sportverbandschef die letzten zwölf Monate. Für Peter Springwald, Präsident des American Football und Cheerleading-Verbandes NRW aus Marl, ist 2020 ein gebrauchtes Jahr. Trotz der Lockerungen in der Corona-Schutzverordnungen haben Footballer ihren Spielbetrieb nicht aufnehmen können. Die Mannschaften sind schlichtweg zu groß. „Aus den Vereinen weiß ich, dass sie bislang mit einem blauen Auge davon gekommen sind“, sagt Springwald. Dennoch blickt er sorgenvoll in die Zukunft. „Noch so ein Jahr kann die Existenz vieler Vereine bedrohen.“

Der Verband verlängerte bereits die Meldefrist für die Saison 2021 bis Ende Januar. „Ich hoffe, dass wir dann mehr Klarheit haben“, sagt Springwald, der einen Wunsch hat, damit die Pandemie in den Griff bekommen wird: „Ich hoffe auf die Impfungen und die Vernunft der Menschen.“

Die Vereinsvorsitzende hat ebenfalls ein Wechselbad der Gefühle erlebt. „2020 war sehr anstrengend“, sagt Jana Behlke von der Fechtgemeinschaft Recklinghausen ´95 „Wir haben sofort tägliches Online-Training ins Leben gerufen, sodass wir in Kontakt und fit bleiben und auch unsere Mitglieder bei der Stange halten.“ Sofort auf neue Regelungen zu reagieren und mit Unsicherheiten auch in finanzieller Hinsicht umzugehen, sei eine Herausforderung gewesen. Mit Blick auf 2021 sagt Jana Behlke: „Wir brauchen die Einnahmen aus den zwei großen Fechtturnieren, die wir jährlich ausrichten. Die fallen nun schon zum zweiten Mal weg, dafür ist keine Unterstützung vorgesehen.“ Stolz sei sie auf ihr Vorstandsteam, den Trainer und die Mitglieder. „Wir halten zusammen, das hat die Krise gezeigt. Für 2021 wünsche ich mir kluge politische Entscheidungen hinsichtlich sportlicher Betätigung. Dass wir wieder gemeinsam in der Halle trainieren und uns bei Turnieren messen können.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Langenbochums Vorstand tagt: Wer wird Sportlicher Leiter und wer neuer Trainer der A-Jugend?
Langenbochums Vorstand tagt: Wer wird Sportlicher Leiter und wer neuer Trainer der A-Jugend?
Langenbochums Vorstand tagt: Wer wird Sportlicher Leiter und wer neuer Trainer der A-Jugend?
Lockdown verlängert: So bewertet der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey die neue Lage
Lockdown verlängert: So bewertet der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey die neue Lage
Lockdown verlängert: So bewertet der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey die neue Lage
Marius Leibner kehrt zurück zum SV Westerholt
Marius Leibner kehrt zurück zum SV Westerholt
Marius Leibner kehrt zurück zum SV Westerholt
Münir Levent Mercan träumt vom Profifußball
Münir Levent Mercan träumt vom Profifußball
Münir Levent Mercan träumt vom Profifußball
RV-Mädchen werden Kreismeister und steigen auf
RV-Mädchen werden Kreismeister und steigen auf
RV-Mädchen werden Kreismeister und steigen auf

Kommentare