Gesperrter Fußballplatz
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Alle Plätze gesperrt: Die Saison im Amateurfußball steht auf der Kippe.

Fußball

Was passiert mit der Saison? Verband will sich am 29. März erklären

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Der Amateurfußball erlebt schwere Zeiten. Kann die Saison überhaupt noch fortgesetzt werden?

So ist das mit gut gemeinten Plänen für den Sport in Corona-Zeiten: Kaum an die Frau oder den Mann gebracht, sind sie auch schon wieder Makulatur. So ist es gerade wieder dem Amateurfußball ergangen. Als die Politik vor zwei Wochen Lockerungen ankündigte, entwarf der westfälische Verband (FLVW) flugs einen Zeitplan für die Rückkehr zum Spielbetrieb. Der Fußballkreis Recklinghausen zog nach. Kern der Gedankenspiele: Trainingsstart spätestens nach Ostern, erster Spieltag am 2. Mai. Die Rechnung hat der Fußball ohne das Virus gemacht, das weiter voll auf Angriff spielt.

„Das ist doch Lesen im Kaffeesatz“

So verdichten sich die Anzeichen, dass die Politik die für den 22. März und 5. April geplanten Öffnungsschritte für den Amateur- und Breitensport aussetzt. Eine Rückkehr auf die Plätze im April dürfte ein frommer Wunsch bleiben. Hans-Otto Matthey, der Vorsitzende des Fußballkreises, will das nicht kommentieren. „Das ist doch Lesen im Kaffeesatz. Wir sind abhängig von der Politik. Deshalb sollten wir den 22. März abwarten.“ Den Tag der nächsten Bund-Länder-Konferenz.

Der Verband will sich am 29. März im Rahmen einer Online-Pressekonferenz erklären. Bis dahin mauern die Entscheider beim FLVW in bester Fußballermanier: Man werde bis zur Pressekonferenz „keine weiteren Interviewtermine einrichten und Medienanfragen bearbeiten können“, lässt der Verband wissen.

Drei bis vier Wochen Vorbereitung vor einem Re-Start zugesichert

Tatsächlich dürfte bis dahin viel zu klären sein. Kreischef Hans-Otto Matthey deutet an, wie ernst die Lage ist: „Wenn wir erst am 15. April oder noch später auf die Plätze dürfen, wird‘s eng.“ Denn: Verband und Kreis hatten drei bis vier Wochen Vorbereitung vor einem Re-Start zugesichert. Damit blieben bis zum 30. Juni rund sechs Woche für den Pflichtspielbetrieb. Das ist nicht viel Zeit für sieben Spieltage plus 60 Nachholspiele allein im Fußballkreis Recklinghausen. Dazu kommen noch etliche Kreispokalspiele.

So zeichnet sich ab: Gut gemeinte Pläne und Gedankenspiele helfen dem Corona-Patienten Amateurfußball nicht weiter. Es droht eine schwere Operation: der Saisonabbruch.

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