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Immer leidenschaftlich bei der Sache: Trainer Pit Lüschper in der Vestischen Arena.

Basketball

Ideengeber, Antreiber, Trainer - Nachruf auf Pit Lüschper

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Im Alter von 62 Jahren ist Pit Lüschper verstorben. Nicht nur bei seinem Verein Citybasket Recklinghausen ist die Trauer um den Basketball-Enthusiasten groß.

  • Citybasket und die Basketball-Szene in der Region trauern um Pit Lüschper.
  • Der Recklinghäuser verstarb überraschend im Alter von 62 Jahren.
  • Lüschper hat Basketball-Geschichte im Vest geschieben. 

Ob es heute überhaupt ambitionierten Basketball in Recklinghausen gäbe ohne Peter Lüschper? Viele, die sich auskennen mit Basketball, haben da ihre Zweifel. Sicher ist: Lüschper, den alle Pit riefen, hat die Entwicklung des Sports in der Festspielstadt vorangetrieben wie kaum ein anderer. 

Zuerst beim TV 1863 Recklinghausen, seit 1994 dann, als sich die Basketballabteilung vom Verein trennte, bei Citybasket Recklinghausen. Pit Lüschper gehörte zu den Gründungsmitgliedern und war in dem Klub, der inzwischen einer der größten in NRW ist, fast alles: Ideengeber und Antreiber, Manager und Öffentlichkeitsarbeiter, vor allem aber – ein leidenschaftlicher, akribischer Basketball-Lehrer. 

Anspruchsvoll und beliebt

Generationen von Spielerinnen und Spielern sind durch seine Schule gegangen. Man muss den gebürtigen Gladbecker schon beim Training oder als Coach an der Linie erlebt haben, um zu erahnen, wie viel Lüschper seinen Schützlingen abverlangte. Trotzdem war er ein überaus beliebter Trainer. Und ein hochgeschätzter noch dazu.

Dass der Mann über einen großen Basketball-Sachverstand verfügte, wusste jeder. Lüschper konnte nicht nur „Azubis“ die Grundlagen vermitteln. Er war ein Trainer, der Spieler in aller Altersklassen besser machte, und dazu ein glänzender Analytiker. Selbst Citybaskets Profi-Trainer in der2. Bundesliga ProB wie Florian Gut suchten immer wieder den Austausch mit Lüschper.

Eine Herzensangelegenheit war für ihn der Mädchen- und Frauenbasketball. Die Juniorinnen des Vereins hat er wiederholt zu Westdeutschen Meisterschaften geführt, der Aufstieg von Citybaskets Damen in die 2. Bundesliga war sein Verdienst. 

Metropol war „sein Projekt“ 

Aber auch über Citybasket hinaus hat sich der Kunstliebhaber und begeisterte Hobby-Skifahrer um den Basketball verdient gemacht. So hat Lüschper vor 13 Jahren maßgeblich die Gründung der Metropol Baskets Ruhr vorangetrieben, ein großes Projekt zur Ausbildung von Nachwuchsbasketballern auf Bundesliga-Niveau. 

Kein Zufall, dass der größte sportliche Erfolg mit seinem Namen verbunden ist. Zusammen mit dem Essener Trainer Razvan Munteanu führte er 2016 die Metropol Baskets Ruhr in der U16-Bundesliga JBBL in das Finalturnier der vier besten deutschen Mannschaften und zur Bronzemedaille.

Sportlicher Leiter beim Nachwuchs eines Bundesligisten

Pit Lüschpers Expertise war längst nicht nur in Recklinghausen und in der Region gefragt. Im Sommer 2018 nahm der Recklinghäuser ein Angebot des Basketball-Bundesligisten Mitteldeutscher BC an, als Sportlicher Leiter hauptamtlich die Jugendarbeit des Klubs zu verantworten. Daneben arbeitete Lüschper als Koordinator für Leistungssport beim Basketballverband Sachsen-Anhalt. 

Noch am vergangenen Wochenende stand Pit Lüschper als Coach der U14-Mannschaft des Mitteldeutschen BC bei einem Turnier mit Teams aus Polen, Österreich und Deutschland in Weißenfels an der Linie. So enthusiastisch wie immer bei „seinem“ Sport. In seiner Wahlheimat in Sachsen-Anhalt ist Lüschper am Dienstag völlig überraschend im Alter von 62 Jahren verstorben.

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