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Citybasket bekommt das Spielgerät einfach nicht in den Griff: Theo Turner (links) und Jan Letailleur strecken sich nach dem Ball.

Basketball

Citybasket schiebt Frust

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RECKLINGHAUSEN - In der Regionalliga West blieb Citybasket Recklinghausen seinen Zuschauern die Wiedergutmachung für die Niederlage bei der BG Kamp-Lintfort schuldig. Gegen den SV Hagen-Haspe unterlag die Mannschaft von Trainer Johannes Hülsmann mit 70:83 (34:35)

Nach einer knappen halben Stunde kommt doch noch Stimmung auf in der Vestischen Arena. Nach einem miserablen Start in die zweite Halbzeit läuft nun endlich der Ball bei Citybasket. In der 27. Minute wirft Nachwuchsmann Lennart Kaprolat den Ball aus der Distanz zum Ausgleich in den Hasper Korb – 52:52. Till von Guionneau gelingen vier Punkte in Serie. Dann verschafft auch noch Kapitän Christoph Bruns mit einem Pass quer über das Feld Lennard Kaprolat Platz und Zeit. Der nimmt wieder jenseits der Dreier-Linie Maß und trifft zum 59:54 (29.) – die höchste Führung für Citybasket bis dahin. Zwar kommen die Gäste bis Ende des Viertels auf 59:58 heran. Dennoch ist die Hoffnung bei den Recklinghäusern untern den rund 250 Zuschauern, dass der Groschen endlich gefallen ist, dass Citybasket nach einem langen, zähen Spiel nun endlich drin ist in der Partie, da. Doch der Eindruck täuscht. Im Schlussabschnitt gelingen dem ungemein effizienten Alessandro Spitale in drei Minuten neun Punkte in Serie für Hagen-Haspe – 63:67 (33.). Citybasket fällt zurück in das unkonzentrierte Spiel der ersten Hälfte. Im letzten Viertel völlig von der Rolle Durch rätselhafte Ballverluste, missglückte Dribblings und miserable Abschlüsse bremsen sich die Recklinghäuser von Anfang an immer wieder selber aus. Im Schlussviertel sind die Gastgeber dann völlig von der Rolle. So kommt der SV Haspe zu vielen leichten Punkten, allein 22 Ballverlustzähler für die Gäste weist die Statistik hinterher aus. Als Hagens Topscorer Alessandro Spitale 1:03 Minuten vor Ende den Ball zum 69:79 in den Recklinghäuser Korb bugsiert, ist das Spiel endgültig gelaufen. „Da sind wir dran, und dann versuchen wir, Heldenbasketball zu spielen“, mosert Trainer Johannes Hülsmann, als die 70:83-Niederlage feststeht. „Wann kapieren wir, dass wir gegen ein aggressives Team die Birne einschalten und die richtigen Entscheidungen treffen müssen?“ Dazu kommt eine Wurfquote, mit der in der Regionalliga nur schwer zu gewinnen ist. 37,5 Prozent der Recklinghäuser Versuche landen im Korb. 25 Mal werfen die Gastgeber aus der Distanz. Das Ergebnis: drei Treffer. „Dabei waren die Würfe, die wir herausgespielt haben, nicht so schlecht, dass wir eine so schlechte Quote hatten“, findet Hülsmann. Gut weg in der Manöverkritik des Trainer kommen nur die Citybasket-Eigengewächse Valentin Bredeck und Lennard Kaprolat. „Beide haben einen guten Job gemacht: Sie laufen nicht nur mit, sondern probieren etwas“, lobte Johannes Hülsmann. „An ihnen lag es heute am allerwenigsten.“

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